Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr
Prinz Georg Friedrich und Prinzessin Sophie wünschen frohe und gesegnete Weihnachten sowie alles Gute für das kommende Jahr.
meine Familie und ich freuen uns sehr über Ihr Interesse an Geschichte und Gegenwart des Hauses Hohenzollern, des vormals regierenden Preußischen Königshauses.
Mit über 350.000 Besucherinnen und Besuchern aus aller Welt gehört unser Stammsitz, die Burg Hohenzollern bei Hechingen in Baden-Württemberg, zu den populärsten privaten Museen in Deutschland. Die Burg Hohenzollern ist bis heute im Privatbesitz der beiden Linien unseres Hauses. Hier beginnt vor über 950 Jahren die Geschichte meiner Familie, die das letzte Jahrtausend in Europa maßgeblich mitgestaltet hat. Die Königsschlösser in Potsdam und die königlichen Parkanlagen gehören heute zum Weltkulturerbe. Viele meiner direkten Vorfahren, darunter die preußischen Könige und die späteren deutschen Kaiser Wilhelm I., Friedrich III. und Wilhelm II., aber auch die britische Königin Victoria, die Großmutter Kaiser Wilhelms II., gehören zu den prägenden Persönlichkeiten ihrer Epoche.
Viele bedeutende Zeugnisse unserer fast 1000-jährigen Familiengeschichte sind heute Bestandteil der privaten Kunstsammlung, die ich verwalte. Ein großer Teil der Sammlung wird bereits seit über 70 Jahren auf der Burg Hohenzollern öffentlich ausgestellt, darunter die preußische Königskrone, die für Kaiser Wilhelm II. angefertigt wurde. Aufgrund der großen Beliebtheit der Ausstellung werden wir die Ausstellungsflächen in den kommenden Jahren sukzessive erweitern, um künftig noch mehr Kunstwerke aus meiner privaten Sammlung auf unserer Stammburg zu zeigen. Auf der Burg Hohenzollern befindet sich zudem das private Archiv unserer Familie, das interessierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern offensteht.
Seit 1954 ist die Burg auch Ferienresidenz für Schülerinnen und Schüler aus benachteiligten Familien. Die Kinder und Jugendlichen erleben als Gäste der Prinzessin-Kira-von-Preußen-Stiftung kostenlose Ferienaufenthalte auf der Burg Hohenzollern, begleitet von einem musikpädagogischen Bildungsprogramm. Über 16.000 Kinder und Jugendliche haben seit Gründung der Stiftung auf unserer Burg übernachten können.
Die ebenfalls zu meinem Privatbesitz gehörende, öffentlich zugängliche Prinzeninsel im Großen Plöner See in der Nähe von Hamburg ist ein weiteres beliebtes Ausflugsziel mit einem im Winter 2020/2021 renovierten Ausflugslokal.
Weitere bedeutende Gegenstände meiner privaten Kunstsammlung können derzeit in Einrichtungen der Stiftung Preussischer Kulturbesitz und der Stiftung Preussische Schlösser und Gärten besichtigt werden.
Meine Familie und ich freuen uns über Ihr Interesse an unserem gemeinsamen Kulturerbe.
Mit besten Grüßen
Georg Friedrich
Prinz von Preußen
Aktuelle Ereignisse um das Haus Hohenzollern
Prinz Georg Friedrich und Prinzessin Sophie wünschen frohe und gesegnete Weihnachten sowie alles Gute für das kommende Jahr.
Am 17. Dezember nahm Prinz Georg Friedrich am traditionellen Chanukka-Empfang des Botschafters des Staates Israel, S. E. Ron Prosor, in Berlin teil und besuchte am Folgetag die öffentliche Feier am Brandenburger Tor. Dort wurde am größten Chanukka-Leuchter Europas ein weiteres Licht entzündet. Das Fest der Lichter steht für Hoffnung, Zusammenhalt und das Weitertragen von Licht […]
Anlässlich seines letzten Aufenthalts auf der Burg Hohenzollern besuchte Prinz Georg Friedrich gemeinsam mit seinen Söhnen Carl Friedrich, Louis Ferdinand und Heinrich den unweit des Burgbergs gelegenen Ort, an dem vor 55 Jahren der damalige Bundestagsabgeordnete Prinz Konstantin von Bayern sowie zwei weitere Personen bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen. In dem schwer zugänglichen Waldstück […]
Am 6. Dezember besuchten Prinzessin Sophie von Preußen und Prinz Georg Friedrich mit ihren Kindern die Aufführung des Theaterstücks Der Zauberer von Oz in Weimar. Die jungen Darsteller des Kinderhauses Weimar begeisterten das Publikum mit einer fröhlichen, berührenden und gleichzeitig professionellen Darbietung. Erste Proben für das Stück entstanden bereits im August auf der Burg Hohenzollern. Damals verbrachten […]
Prinz Georg Friedrich besuchte das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin, um mit der Direktorin Ulrike Hörold über die geplante Zusammenführung historischer Archivalien zu sprechen. Ziel ist es, die seit 1959 auf der Burg Hohenzollern verwahrten Bestände mit dem Brandenburgisch-Preußischen Hausarchiv zu vereinen und damit wieder einen historisch gewachsenen Gesamtzusammenhang herzustellen. Im Anschluss an das […]
Prinz Georg Friedrich und Prinz Christian Ludwig folgten einer Einladung von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff zu einem Gespräch in der Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen im Land, die langjährigen historischen Bezüge zwischen der Region und dem Haus Hohenzollern sowie gemeinsame Anliegen im Bereich Kultur und Erinnerung.
Prinz Christian Ludwig ist am 30. November 2025 von den Mitgliedern der Berliner Domgemeinde in das Domkirchenkollegium der Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin gewählt worden. Prinz Christian Ludwig wird sein Amt als Domkirchenrat im Januar antreten. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre. Prinz Georg Friedrich gratulierte Prinz Christian Ludwig zur Wahl, der damit als erstes Mitglied […]
Prinz Georg Friedrich von Preußen ist ab dem kommenden Jahr alleiniger Eigentümer der Burg Hohenzollern, dem Stammsitz des Hauses Hohenzollern. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2025 hat Fürst Karl Friedrich von Hohenzollern seinen ein Drittel umfassenden Anteil an seinen Cousin übertragen. Seit dem gemeinsamen Wiederaufbau der Burg Mitte des 19. Jahrhunderts gehörte dieses Drittel zur […]
Ein besonderer Abend in München: Prinzessin Sophie nahm am 13. November an der BAMBI-Verleihung 2025 teil – jener Gala, bei der Persönlichkeiten geehrt werden, die mit ihrem Engagement, ihrer Kreativität und ihren Leistungen unsere Gesellschaft bewegen. Begleitet wurde sie von ihrer Schwägerin Dr. Sarah Fürstin von Isenburg. Als Mitglied des Stiftungsrates der TRIBUTE TO BAMBI […]
Am 13. November 2025 sprach Prof. Wolfgang Ischinger – ehemaliger Botschafter und derzeitiger Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz – im Rahmen der diesjährigen Oberlinrede eindrucksvoll über Frieden und Sicherheit im 21. Jahrhundert. Prinz Georg Friedrich, Stiftungsbeirat des Oberlinhauses, dankte dem Redner für seine klaren Analysen und seinen engagierten Appell an ein geeintes und handlungsfähiges Europa. Das […]
Am 21. September 2025 wurden Prinz Christian Ludwig und Prinz Joachim Albrecht in der Stadtkirche St. Peter und Paul zu Weimar in die preußische Genossenschaft des Johanniterordens aufgenommen. Anwesend war auch der Chef des Hauses Hohenzollern, Prinz Georg Friedrich, der den neuen Ordensrittern persönlich gratulierte. Der Johanniterorden – offiziell „Der Orden St. Johannis vom Spital zu […]
Beim Brandenburg-Tag in Perleberg vertrat Prinz Christian Ludwig das Haus Hohenzollern. Anlässlich der feierlichen Eröffnung begegnete er der Präsidentin des Brandeburgischen Landtages, die auch seinen Großvater Prinz Louis Ferdinand persönlich kannte, sowie den Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke und Dr. Reiner Haseloff. Der Brandenburg-Tag ist das größte Landesfest Brandenburgs und bringt jedes Jahr Kultur, Geschichte, Politik […]
Am 11. September 2025 hatte Prinz Georg Friedrich die Gelegenheit, sich gemeinsam mit vielen Projektbeteiligten die fast abgeschlossenen Arbeiten an der Hohenzollerngruft im Berliner Dom anzusehen. In den kommenden Wochen werden nun die zuvor ausgelagerten Särge der Hohenzollern in den Dom zurückgeführt. Am Vortag fand hierzu am Auslagerungsort im kleinen Familienkreis eine Aussegnung in Form einer […]
Am 6. September 2025 fand auf der Burg Hohenzollern das Wohltätigkeitskonzert zugunsten der Prinzessin Kira von Preussen Stiftung statt – mit einem glanzvollen Auftritt des Trio Zimbalist vom Curtis Institute of Music, begleitet von dessen Präsident Professor Roberto Díaz. Prinzessin Sophie von Preussen erinnerte in ihrer Begrüßung daran, dass die Stiftung seit 1952 einem einfachen, […]
Am 1. September 2025 nahm Prinz Georg Friedrich in der Christuskapelle der Burg Hohenzollern die Sargsiegel von Friedrich Wilhelm I., dem Soldatenkönig (1688–1740), entgegen. Überbracht wurden sie von Robert Edsel, Gründer der Monuments Men and Women Foundation und Autor der Buchvorlage zum Film Monuments Men. Die Särge des Soldatenkönigs und seines Sohnes Friedrich des Großen […]
Am 15. August 2025 erlebten die Gäste im Innenhof von Schloss Stolzenfels einen besonderen Abend: Das Gala-Konzert „Die Musik der Hohenzollern“ erinnerte an den Besuch von Queen Victoria am 15. August 1845. Prinz Friedrich Wilhelm war Ehrengast des Abends und erinnerte in seiner Ansprache an die doppelte Familienverbindung – zu König Friedrich Wilhelm IV., dem […]
Ein besonderer Tag für das Haus Hohenzollern: Am 9. August 2025 heirateten Prinz Philipp von Preußen und Aline von Alvensleben in Tréguier in der Bretagne. Die Braut trug anlässlich der Trauung das berühmte Kleeblattdiadem, das Prinz Philipps Ururgroßvater, Kaiser Wilhelm II., persönlich entwarf und seiner Frau, Kaiserin Auguste Viktoria, 1906 zur Silberhochzeit schenkte. Historische Verbindungen […]
Beim diesjährigen Gourmetabend am Fuße der Burg Hohenzollern stand die Unterstützung eines guten Zwecks im Mittelpunkt. Prinzessin Sophie war in ihrer Funktion als Vorstandsvorsitzende der Prinzessin Kira von Preußen Stiftung persönlich anwesend und verteilte gemeinsam jungen Stiftungs-Gästen vom Kinderhaus Weimar, die derzeit zu einer Ferienfreizeit auf der Burg eingeladen sind, selbst gebackene Kuchen und Muffins an […]
Auf Schloss Jettingen, dem Geburtshaus von Claus Schenk Graf von Stauffenberg erinnerte Prinz Georg Friedrich von Preußen an das gescheiterte Attentat vom 20. Juli 1944. Er betonte vor Angehörigen der Familie Stauffenberg, Vertretern des öffentlichen Lebens sowie geladenen Gästen aus der Heimat Stauffenbergs die Bedeutung des Widerstands als Akt des Gewissens und der Menschlichkeit. Prinz […]
Neben den Gremien der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg hat nun auch der Beirat des Deutschen Historischen Museums einer Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik, den Ländern Berlin und Brandenburg und dem Haus Hohenzollern zugestimmt. Ziel der von Prinz Georg Friedrich bereits am 5. Mai 2025 unterzeichneten Einigung war die Klärung […]
Am 27. Mai wurde Herrman Parzinger nach 17 Jahren im Amt als Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in einer feierlichen Veranstaltung im Neuen Museum verabschiedet. Gleichzeitig wurde seine Nachfolgerin, Marion Ackermann, die bisherige Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, offiziell begrüßt. Für Prinz Georg Friedrich ist dies bereits die dritte Amtsübergabe, die er als Chef des […]
Prinz Christian Ludwig und Prinzessin Desiree von Preußen vertraten das Haus Hohenzollern am 21. Mai anläßlich der feierlichen Wiedereröffnung des Schlosses auf der Pfaueninsel. Nach sieben Jahren Bauzeit ist das 1795 für König Friedrich Wilhelm II. errichtete Gebäude mit restauriertem Interieur und renovierter Fassade wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.
Am 9. Mai 2025 verstarb Margot Friedländer im Alter von 103 Jahren in Berlin. Prinz Georg Friedrich und Prinzessin Sophie verneigen sich vor dem Lebenswerk der Holocaustüberlebenden und Ehrenbürgerin Berlins. Sie sind zutiefst dankbar Frau Friedländer persönlich gekannt zu haben. Prinz Georg Friedrich ist Mitglied im Kuratorium der im Jahr 2023 gegründeten Margot-Friedländer-Stiftung.
Am 18. Dezember 2024 nahm Prinz Georg Friedrich am traditionellen Chanukkah-Empfang des Botschafters des Staates Israel, S.E. Ron Prosor, und seiner Frau Hadas teil. Das Bekenntnis zum Existenzrecht des jüdischen Staates gehört zur deutschen Staatsraison. In der Tradition seines Großvaters Prinz Louis Ferdinand (1907-1994) sind auch Prinz Georg Friedrich und Prinzessin Sophie bekennende Unterstützer Israels […]
Am St. Michaelstag, dem 29. September 2024, übernahm Prinzessin Sophie offiziell die Schirmherrschaft über die Hospizgemeinschaft Hechingen. Mit der Übernahme möchte die Prinzessin das vorbildliche Engagement der Gemeinschaft würdigen, die im Jahr 2024 ihr 25-jähriges Bestehen feierte.
Die Vorführung des Filmes „Führer und Verführer“ von Regisseur Joachim A. Lang auf der Burg Hohenzollern war Georg Friedrich Prinz von Preußen ein Anliegen. Die Premiere des Films in Berlin, zu der Prinz Georg als Mitglied des Kuratoriums der Margot-Friedländer-Stiftung eingeladen war, hatte einen starken Eindruck hinterlassen und zugleich den Wunsch geprägt, vielen Menschen die […]
Auf Initiative von Prinzessin Sophie präsentierten im August 2024 zwanzig Kinder mit christlichem, jüdischem und muslimischem Hintergrund ein von ihnen selbst komponiertes Musical auf der Burg Hohenzollern sowie im Pfefferberg-Theater in Berlin. Das Musical war in nur 10 Tagen auf einem weißen Blatt Papier entstanden. Die Aufführung in Berlin fand statt in Anwesenheit der 102-Jährigen […]
Prinz Georg Friedrich empfing am 11. Juni 2024 eine Delegation von 75 südafrikanischen Managerinnen auf der Burg Hohenzollern. Im Rahmen des Programms „Women Leading in the Energy Industry“ der Duke University hatten die Mitarbeiterinnen des Energieversorgers „Eskom“ die Gelegenheit, mit Experten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland zu diskutieren. Während seiner Südafrika-Reise Reise hatte […]
Anlässlich der Feierlichkeiten zum 30. Jubiläum der ersten freien Wahlen nach dem Ende der Apartheit hat Prinz Georg Friedrich vom 18. bis 22. März 2024 die Republik Südafrika besucht. Im Rahmen seines Programms besuchte der Prinz u.a. das Holocaust & Genocide Centre Johannesburg, die Universität Kapstadt sowie Bildungseinrichtungen in Orange Farm. Auch Gespräche mit Menschenrechtsaktivisten […]
Die Berliner Ehrenbürgerin und Holocaust-Überlebende Margot Friedländer (101) hat Georg Friedrich Prinz von Preußen in das Kuratorium ihrer neu gegründeten Margot Friedländer Stiftung berufen. Die neu gegründete Stiftung unter dem Vorsitz der früheren Kulturstaatsministerin Monika Grütters soll sich für Freiheit und Demokratie einsetzen und damit das Lebenswerk Margot Friedländers fortführen. Prinz Georg Friedrich begrüßt die Gründung […]
In an interview with Oxford student Freddie Evans, Prince Georg Friedrich discusses the history of the House of Hohenzollern and its role in today’s Germany, his support for Prussia’s cultural heritage and his dedication to freedom and democracy in a united Europe. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, […]
Prinz Georg Friedrich hat die Gründerin und Direktorin des Holocaust & Genocide Centre Johannesburg auf der Burg Hohenzollern zu einem Gespräch empfangen. Tali Nates, 1961 in Israel geboren als Kind von Holocaust-Überlebenden, die von Oskar Schindler gerettet wurden, setzt sich seit Jahrzehnten beispielhaft für die Erinnerungsarbeit ein. 2008 gründete sie das Johannesburg Holocaust & Genocide Centre, […]
Am 1. September eröffnet eine Ausstellung über Kaiserin Auguste Viktoria. Die Ausstellung legt den Schwerpunkt auf die Kleider der letzten Deutschen Kaiserin, die dankenswerterweise aus einer Privatsammlung zur Verfügung gestellt wurden und präsentiert darüber hinaus persönliche Erinnerungsgegenstände. Neben Hofroben, Tageskleidern, Uniformen und ihrem Schlafrock werden auch persönliche Geschenke Kaiser Wilhelms II. ausgestellt, darunter das Kleeblattdiadem […]
Mit der Gründung der Oxford Union Society wurde 1823 der Grundstein für eines der weltweit renommiertesten studentischen Diskussionsforen gelegt. Anlässlich des 200jährigen Bestehens sprach der Chef des Hauses Hohenzollern, Georg Friedrich Prinz von Preußen in der Debating Hall der Oxford Union über die britisch-preußischen Beziehungen und die deutsch-britische Freundschaft und diskutierte mit Studentinnen und Studenten […]
Zu den wertvollsten Stücken des Preußischen Kronschatzes gehören die beiden Kronkarkassen des ersten preußischen Königspaares, die am 18. Januar 1701 bei der Selbstkrönung Kurfürst Friedrichs III. von Brandenburg zu König Friedrich I. und Königin Sophie Charlotte in der Schlosskapelle zu Königsberg verwendet wurden. Garniert mit Brillanten, Diamantrosen und den sogenannten Oranischen Hausperlen, waren ihre Gestelle […]
Die Restaurierung der 2022 wiedereröffneten Fürstenwohnung auf der Burg Hohenzollern schreitet voran. Besonders deutlich wird das an der Rekonstruktion der weitestgehend wiederhergestellten textilen Ausstattung des Boudoirs der Fürstin Josephine (1813-1900), der Gemahlin des von 1858 bis 1861 amtierenden preußischen Ministerpräsidenten Karl Anton Fürst von von Hohenzollern-Sigmaringen (1811-1885). Der Raum wurde nach mehreren Entwürfen Friedrich August […]
Im Konferenzzentrum des Hauses der Bundespressekonferenz fand am 9. März ein Podium mit dem Titel „Mehr Licht! Aktuelles aus Forschungen zur Geschichte der Hohenzollern des 20. Jahrhunderts“ statt. Dazu hatte Georg Friedrich Prinz von Preußen die Professoren Peter Brandt, Lothar Machtan und Ulrich Schlie sowie die Doktorandin der Technischen Universität Chemnitz, Antonia Sophia Podhraski eingeladen. […]
Die Kanone ist das letzte erhaltene von ehemals 14 Geschützen auf der Burg Hohenzollern, welche durch die österreichische Besatzung (ca. 1648-1798) für die während des Dreißigjährigen Krieges zur Festung ausgebaute Burg angeschafft wurde. Das Geschütz aus Bronze wurde 1722 in Nürnberg gegossen und dem kaiserlichen Generalfeldmarschall Prinz Hermann von Hohenzollern-Hechingen (1665-1733) gewidmet. Als Verweis darauf, […]
Vor 25 Jahren: Ein Stammtisch, bestehend aus sieben Schlossführern der Burg Hohenzollern war letztendlich ausschlaggebend für die Gründung eines besonderen Kulturvereins. Am 8. August 1997 wurde der Freundeskreis der Burg Hohenzollern e.V. ins Leben gerufen. Die zahlreichen Besucher der Burg Hohenzollern tragen ausschließlich zum Erhalt der Anlage und der über 200 Arbeitsplätze des Betriebes bei. […]
In einem Kondolenzschreiben an den britischen König Charles III. hat der Chef des Hauses Hohenzollern, Georg Friedrich Prinz von Preußen, die tiefe Trauer seiner Familie über den Tod von Königin Elizabeth II. bekundet. Die Gedanken und Gebete der Mitglieder des Hauses Hohenzollern seien bei König Charles, Königin Camilla und der gesamten britischen Königsfamilie, so der […]
Die Prinzessin Kira von Preußen Stiftung kümmert sich um das Wohl von Kindern – was liegt dann näher, als zum Wohltätigkeitskonzert im 70. Jubiläumsjahr der Stiftung auch Kindern den großen Auftritt zu überlassen? So waren es in diesem Jahr die 30 Sängerinnen und Sänger des Kinderchores der Berliner Staatsoper Unter den Linden, die auf der […]
Zur Einweihung der Burg Hohenzollern am 3. Oktober 1867 war der spätere Kaiser Wilhelm I. (1797 – 1888) persönlich anwesend. Es handelte sich immerhin um den Stammsitz der Dynastie, der auf Veranlassung des Bruders und Vorgängers König Friedrich Wilhelm IV. (1795 – 1861) in siebzehnjähriger Bauzeit wiedererrichtet worden war. Es war bereits die dritte Burganlage […]
Die ersten Geflüchteten aus der Ukraine haben in den Räumen der Prinzessin Kira von Preußen Stiftung auf der Burg Hohenzollern eine sichere Unterkunft gefunden. Den Anstoß dazu gegeben hat eine Initiative der Firma BlueBrixx und der Prinzessin Kira von Preußen-Stiftung. Seither ist das Netzwerk der Unterstützer stetig gewachsen: „Ich bin froh und dankbar, dass die […]
Der Tod Anastasias am 11. März 1922 im französischen Èze und die anschließende Beisetzung im Helenen-Paulownen-Mausoleum in Ludwigslust (Mecklenburg) ließen noch einmal den Glanz des 19. Jahrhunderts und insbesondere des ehemaligen Zarenreiches erahnen, dass durch den ersten Weltkrieg untergegangen war und welcher die Großherzogin von ihren drei Kindern und diese wiederum voneinander trennte. Ihr Begräbnis […]
Das Geschenk eines Ehepaares aus der Nähe von New York an Georg Friedrich Prinz von Preußen stellt eine kleine Sensation dar. Das Porträt Kaiser Wilhelms II. von der Hand des amerikanisch-schweizerischen Künstlers Adolfo Müller-Ury aus dem Jahr 1909 galt nämlich lange Zeit als verschollen. Erhalten ist auch die im Potsdamer Neuen Palais während einiger Sitzungen […]
Die Tore zum Winterzauber haben sich zuletzt am 9. Januar geöffnet, bei der die weihnachtliche Stimmung die Besucherinnen und Besucher begeistern konnte. Seither ist die Burg Hohenzollern für mehrere Wochen geschlossen. Zu Ostern soll das Adlertor dann wieder geöffnet werden. UPDATE: Ab 5. Februar ist an den Wochenenden das burgeigene Café Restaurant geöffnet. Geplant war, […]
„Ohne den Turm könnte diese Kirche überall stehen, in Caracas oder Brasilia, mit dem alten Turm nur in Berlin“ Sie ist heute nicht nur ein Denkmal des zerstörten und wiederaufgebauten Berlins, sondern auch ein Symbol der Versöhnung mit der eigenen Geschichte – die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin. Am 19. Dezember wurde im Rahmen eines Festgottesdienstes der […]
Das feuervergoldete Tafelsilber mit einem zugehörigen Glasservice war das Hochzeitsgeschenk der preußischen Städte („Städtesilber“) und Provinzen an den preußischen Prinzen Wilhelm, dem späteren Deutschen Kaiser und König von Preußen Wilhelm II. (1859-1941) und an seine Frau Prinzessin Auguste Viktoria zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (1858-1921), am 27. Februar 1881. Zum Zeitpunkt der Hochzeit war das Service noch nicht […]
Eine der bedeutendsten europäischen Grablegen wird derzeit umfassend saniert und neugestaltet. Über einen mit Spanplatten und Schutzfolien bedeckten Boden führt der Blick durch die Stäbe der bauzeitlichen Bronzegitter am Eingang der Hohenzollerngruft unter dem Berliner Dom. Zu sehen sind hier derzeit jedoch keine prunkvollen Sarkophage, sondern – gut ausgeleuchtet – Leitern, Abluftschläuche, Stützbalken und ein Radlader. […]
In der vergangenen Woche konnte Franz Friedrich Prinz von Preußen zusammen mit einem Freund, der Direktorin der Klinik in Meseritz (Międzyrzecz/Polen) einen gebrauchten Bus für Transporte innerhalb des Klinikgeländes übergeben: „Es ist eines von vielen kleinen Hilfsprojekten, die ich in den vergangenen Jahren vermitteln konnte“, so Franz Friedrich Prinz von Preußen. Alles begann 2013 mit […]
In spätsommerlicher Atmosphäre lud die Prinzessin Kira von Preußen Stiftung Anfang September zum 75. Wohltätigkeitskonzert auf die Burg Hohenzollern ein. Die zahlreichen Gäste erwartete im vom Kerzenlicht erhellten Grafensaal ein Auftritt des Geigenvirtuosen Yury Revich. Der österreichische Geiger russischer Herkunft präsentierte in Begleitung der Pianistin Kamile Zaveckaite Stücke von Ludwig van Beethoven, Sergei Rachmaninow und […]
Im festlichem Ambiente des Berliner Kronprinzenpalais wurde am 18. August Lothar Machtans Buch „Der Kronprinz und die Nazis“ vorgestellt. Dazu hatte der Verlag Duncker & Humblot eingeladen. Unter den Gästen befanden sich neben Mitgliedern des Deutschen Bundestages, namhaften deutschen Historikern und Vertretern kultureller Einrichtungen, auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, der als Privatmann gekommen war, sowie die […]
Es handelte sich wohl um eine der umstrittensten geschichtspolitische Aktionen kurz nach der deutschen Wiedervereinigung. Die Särge König Friedrich Wilhelms I. und seines Sohnes Königs Friedrich II. wurden aus Baden-Württemberg nach Potsdam überführt. 80.000 Schaulustige und 300 Journalisten säumten am 17. August 1991 den letzten Weg der beiden Preußenkönige. Eine hitzige Debatte vor allem unter […]
Leises Wellenrauschen unterm Sternenhimmel, Lagerfeuer und Gesang ergeben ein nahezu klischeehaft idyllisches Bild der Gruppe von Jugendlichen, die diese Woche auf der Prinzeninsel Ihr Lager aufgeschlagen haben. Anlass ist das Naturcamp der Prinzessin Kira von Preußen Stiftung, die Kindern und Jugendlichen aus sozial schwierigen Verhältnissen eine geborgene Auszeit ermöglicht. Dazu zählt auch das Naturcamp, welches […]
Nach insgesamt elf Monaten pandemiebedingter Schließzeit öffnet die Burg Hohenzollern am kommenden Freitag, 11. Juni wieder Ihre Tore für die Öffentlichkeit. Neben einigen sehenswerten Überraschungen gibt es für die Besucher aber auch einige Dinge zu beachten. Burgverwalterin Dr. Anja Hoppe steht die Freude ins Gesicht geschrieben. Monatelang tüftelte Sie mit ihrem Team an einer Wiederöffnung, […]
„Ich versinke, ich versinke…“, sollen die letzten Worte des vormaligen Deutschen Kaisers und Königs von Preußen gewesen sein, als er nach einem dreiundzwanzigjährigem Exil im holländischen Doorn in der Provinz Utrecht verstarb. 1859 geboren, erlebte Wilhelm den Aufstieg, die Reichseinigung unter der Führung Preußens und Otto von Bismarcks mit und verantwortete nach seinem Regierungsantritt einen […]
Natur und Geschichte entdecken! Die Bewegung in der Natur und damit auch das Wandern werden immer beliebter. Da wundert es nicht, wenn neue, interessante Wanderwege entstehen, anhand derer man die Geschichte der Region entdecken kann – so auch im Landkreis Fürth in Mittelfranken. Seit April führt dort – vorbei an der Cadolzburg – der neue […]
Anlässlich des Europatags am 9. Mai lässt der Chef des Hauses Hohenzollern, Georg Friedrich Prinz von Preußen, erstmals zu diesem Anlass die Europafahne auf dem Fahnenturm der Burg Hohenzollern hissen. „Die europäische Einigung ist eine der größten Errungenschaften des letzten Jahrhunderts,“ so der Prinz von Preußen. „Mit dem Hissen der Europafahne möchte ich bewusst ein […]
Im August 2021 erscheint eine neue Biographie des Bremer Historikers Lothar Machtan über Wilhelm Prinz von Preußen (1882-1951), der von 1888 bis 1918 der letzte Kronprinz des Deutschen Reiches und von Preußen war. Unter dem Titel »Der Kronprinz und die Nazis. Hohenzollerns blinder Fleck« beleuchtet Machtan besonders die Rolle des ehemaligen Kronprinzen in der Endphase […]
Auf der Burg Hohenzollern werden seit 2019 die Außenmauern aufwendig saniert. Trotz Corona, Wind und Wetter laufen die Sanierungsarbeiten, bei denen noch Handwerkskunst wie vor 150 Jahren ausgeübt wird, derzeit kontinuierlich weiter. Da für Besucher die Tore jedoch nur sehr begrenzt offen stehen dürfen, erhalten Sie hier einen kleinen Einblick mit Steinmetzin Marie-Elaine Boos. Die […]
„Für ein paar kurze Morgenstunden ist in Potsdam das wilhelminische Zeitalter noch einmal zu gespenstisch strahlendem Leben erwacht“, schrieb die Vossische Zeitung als Reaktion auf die Beisetzung der vormaligen Deutschen Kaiserin und Königin von Preußen Auguste Viktoria am 19. April 1921. Nur wenige Tage zuvor, am 11. April, war Auguste Viktoria im holländischen Exil in […]
Georg Friedrich Prinz von Preußen und seine Frau Prinzessin Sophie haben ihre tiefe Trauer über den Tod des britischen Prinzen Philip bekundet. In einem Kondolenzschreiben an die britische Königin Elizabeth II. würdigt der Chef des Hauses Hohenzollern den verstorbenen Herzog von Edinburgh. Er sei sehr froh, so Prinz Georg Friedrich in seinem Schreiben, dass er […]
Es ist soweit! Am 14. April öffnet die Gastronomie der Prinzeninsel ihren Außenbereich. Der Landkreis Plön hat deutschlandweit einen der niedrigsten Inzidenzwerte, weshalb die teilweise Öffnung der Gastronomie erfolgen kann. Ab 14. April ist es den Besuchern der Prinzeninsel dann möglich, das gesamte kulinarische Angebot des Restaurants zu genießen – zumindest im Außenbereich. Bisher fand […]
Sie habe von der Revolution geträumt, schrieb die Monarchin ihrem Mann Kaiser Wilhelm II., bald nach dessen Thronbesteigung. Die Furcht davor begleitete sie offenbar ein Leben lang. Am Beginn ihres Lebens stand der erzwungene Thronverzicht ihres Vaters, Herzog Friedrichs VIII. von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg, als Regent der vereinigten Herzogtümer von Schleswig und Holstein. Dieses Kindheitstrauma ließ die […]
Im Interview mit der Märkischen Oderzeitung (erschienen am 19. März 2021) erläutert Georg Friedrich Prinz von Preußen den Stand seiner Gespräche mit der Bundesregierung und den Landesregierungen von Berlin und Brandenburg zur abschließenden Klärung von offenen Vermögensfragen an rund 15.000 Kunstgegenständen. Das Interview lesen Sie hier im Wortlaut.
Mit dem Boot, per Fahrrad oder zu Fuß ist es möglich, die Plöner Prinzeninsel in der Holsteinischen Schweiz zu erkunden – und das seit kurzem auch mit einem elektrisch betriebenen Schuttle. Zur Beförderung von Gästen aber auch für den Transport von Waren für Restaurant und Café fährt ein Bringo LPM-8 lautlos und emissionsfrei über die […]
Die Gegenwart tut sich gelegentlich schwer mit diesem, zweifelsohne wichtigem Datum. Denn die Gründung des Deutschen Kaiserreiches und damit des deutschen Nationalstaates 1871 fällt nicht von ungefähr auf diesen geschichtsträchtigen Tag. Denn genau 170 Jahre zuvor hatte sich der brandenburgische Kurfürst Friedrich III. aus „Eigener Kraft“ und der erkauften Gnade des römisch-deutschen Kaisers in Wien, […]
sowie alles Gute für das Jahr 2021 wünscht Ihnen das preussen.de-Team. Wann die Burg Hohenzollern – hier in weihnachtlicher Beleuchtung – ihre Tore wieder öffnen kann, ist leider, wie so vieles andere auch, derzeit noch ungewiss. Die derzeit geltenden Bestimmungen verhindern es, das wir die aufwändig produzierte Weihnachtsausstellung in den Burgräumen und Lichtershow mit Ihnen […]
Die Burg Hohenzollern wird vom kommenden Montag den 2. November bis einschließlich den 30. November einmal mehr ihre Tore schließen müssen. Bedingt durch die neue Corona-Verordnung des Landes Baden Württemberg sieht sich die Burgverwaltung zu diesem Schritt gezwungen. Der Start des Adventszaubers wird entsprechend auf den 1. Dezember verschoben. Das gesamte Burg-Team bedauert diese Maßnahme […]
…bis zum Frühlingserwachen im kommenden Jahr. Dann erstrahlt das idyllisch gelegene Eiland im neuen Glanz. Derzeit sind die vielen Handwerker aus Plön und der Umgebung mit der Sanierung der historischen Liegenschaft einschließlich Restaurant, Café und Biergarten voll beschäftigt. Der Innenbereich im Bauernhaus wird komplett renoviert, jeder Raum erhält eine besondere Atmosphäre und lädt zum Wohlfühlen […]
Am 20. September 2020 wurde bei strahlend schönem Spätsommerwetter ein als historisch zu bezeichnender Vergleich mit Vertretern aus Politik, Mitgliedern des Hauses Hohenzollern und Vertretern der Stadt in der Katholischen Kirche St. Goar und St. Elisabeth im Rahmen eines Festaktes besiegelt. Unter den Rednern befanden sich neben Bürgermeister Hönisch, dem Prinzen und der Prinzessin von […]
Die in der Nacht zum 10. Februar 2020 aus der Gedenkhalle der ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche (Berlin) entwendeten Orden und Ehrenzeichen sind wieder aufgetaucht. Die wertvollen Stücke wurden heute morgen vom Landeskriminalamt Berlin an Vertreter des Hauses Hohenzollern übergeben. Zuvor hatte sich der Dieb gestellt und selbst angezeigt. Möglichweise war die Seltenheit der Stücke und ihrer daraus […]
Auf die Kuppel des weitgehend fertiggestellten Berliner Schlosses ist am Freitag, den 29. Mai 2020 mit hohem technischen Aufwand das Kreuz aufgesetzt worden. Somit entspricht die rekonstruierte Schlosskuppel dem Erscheinungsbild von 1853 bis zur Sprengung durch die DDR im Jahr 1950. Das 17,4 Tonnen schwere Ensemble aus Balustrade mit acht Engeln sowie Dach aus Palmwedeln […]
Aufgrund der derzeitigen Situation müssen alle Ferienaufenthalte der Prinzessin Kira von Preussen Stiftung auf der Burg Hohenzollern bis auf weiteres ausgesetzt beziehungsweise auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Aufgrund der behördlichen Auflagen ist es derzeit nicht erlaubt, derartige Aufenthalte durchzuführen, um die Gesundheit der Bürger nicht zu gefährden. Selbstverständlich hält sich die Stiftung an diese Auflage. […]
Auf Grund geltender Pandemie-Verordnungen sind auch die Burg Hohenzollern und das dort untergebrachte Hausarchiv des vormals regierenden Preußischen Königshauses bis auf Weiteres geschlossen. Gleiches gilt für die Bestände des Brandenburgisch-Preußischen Hausarchivs sowie für die Bestände der Generalverwaltung, die im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Berlin-Dahlem) liegen. Diese Bestände sind derzeit ebenfalls nicht zugänglich. Wir stehen mit […]
Berlin, 8. März 2020 Am Mittwoch Vormittag brach gegen 10:00 Uhr im Schlüterhof des wiederaufgebauten Berliner Schlosses ein Feuer aus. Dichte schwarze Rauchwolken zogen durch Berlin Mitte. Auf der Baustelle des Humboldt-Forums war ein Kocher für Gussasphalt in Brand geraten. Das Feuer breitete sich aus und griff auf einen zweiten Kocher über. Durch die Hitzeentwicklung […]
Der in der zweiten Instanz beim Oberlandesgericht Koblenz anhängige Rechtsstreit die Burg Rheinfels betreffend ist beendet. Alle Beteiligten, namentlich Georg Friedrich Prinz von Preußen als Kläger, die Stadt St. Goar, das Land Rheinland-Pfalz und die Schloss Rheinfels GmbH & Co. KG, jeweils als Beklagte, konnten sich auf eine einvernehmliche Lösung verständigen. Mit Beschluss vom 24.03.2020 […]
Der gastronomische Betrieb auf der Prinzeninsel in Plön (Schleswig-Holstein) bleibt bis auf weiteres geschlossen. Aufgrund der Corona-Pandemie wird das Niedersächsische Bauernhaus auch über die Osterfeiertage hinaus geschlossen bleiben. Das Haus Hohenzollern hält jedoch die Insel für Spaziergänge und sportliche Betätigung weiterhin für alle geöffnet, soweit es mit den behördlichen Anordnungen im Einklang steht. Gerne informieren […]
Liebe Kunden, uns erreichen täglich Anfragen, ob PREUßENS Pilsener in den kommenden Wochen weiterhin verfügbar sein wird und wo man es kaufen kann. Trotz der aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus werden nach derzeitigem Stand Lebensmittel- und Getränkeläden, Apotheken, Banken, Baumärkte und Tankstellen geöffnet bleiben. Zudem werden die Öffnungszeiten für diese Läden einschließlich Sonntagsöffnungen verlängert. […]
Die Burg Hohenzollern wird von 18. März bis einschließlich 19. April 2020 komplett geschlossen bleiben. Diese Präventivmaßnahme haben die Burgherren Georg Friedrich Prinz von Preußen und Karl Friedrich Fürst von Hohenzollern in Absprache mit der Burgverwaltung beschlossen, um die Eindämmungsstrategie in Deutschland gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu unterstützen. Die Schließung umfasst neben dem […]
Für Montag den 16. März 2020 war ein Konzert mit der bekannten Opern- und Konzertsängerin Simone Kermes angesetzt, das zu Gunsten der Prinzessin Kira von Preußen Stiftung in Potsdam hätte stattfinden sollen. Nun wurde die Veranstaltung aus gegebenem Anlass abgesagt. „Nach Rücksprache mit den örtlichen Behörden, unseren Gastgebern im Palais Lichtenau und der Künstlerin haben […]
In der Nacht zum 10. Februar 2020 wurde in die Gedenkhalle der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche (Berlin) eingebrochen. Unter anderem wurden dabei wertvolle Leihgaben des Hauses Hohenzollern gestohlen, die von Prinz Louis Ferdinand von Preußen im Jahre 1987 persönlich für Ausstellungszwecke zur Verfügung gestellt wurden. Darunter befand sich ein vollständiger Satz des höchsten preußischen Ordens, dem sog. „Schwarzen […]
“Das ist kein guter Tag für Europa, alle Europäer und – auch wenn das manche anders sehen mögen – die Briten“, sagte Georg Friedrich Prinz von Preußen mit Blick auf den EU-Austritt des Vereinigten Königreichs. „Ich denke viel an meine häufigen Besuche in dem Land, an meine freundschaftlichen Verbindungen dort und besonders gerne an meine Schulzeit […]
Am gestrigen Donnerstag fand im Deutschen Bundestag eine öffentliche Anhörung zu der Entschädigung der Hohenzollern statt. Grundlage waren zwei Anträge der Fraktion DIE LINKE und Bündnis 90/Die Grünen. Gegenstand der Diskussion war das Privateigentum der Familie Hohenzollern, das auf dem Gebiet der Sowjetischen Besatzungszone entschädigungslos enteignet worden war. Das Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz (EALG) von 1994 […]
Für die Burg Rheinfels besteht Planungssicherheit; die rechtlichen Auseinandersetzungen werden beendet. Dies teilten Falko Hönisch, Bürgermeister der Stadt St. Goar (SPD) und Dr. Jürgen Aretz, Staatssekretär a. D. und Verhandlungsführer von Georg Friedrich Prinz von Preußen, in einer gemeinsamen Erklärung mit. Es sei eine Einigung erzielt worden, die jetzt von allen Verfahrensbeteiligten – der Stadt […]
In der Nacht vom Sontag 26. auf 27. Januar wurde die Region um die Burg Hohenzollern von mehreren Erdstößen erschüttert. Das Epizentrum lag nach Angaben des Landesamts für Geologie und Bergbau zwischen dem Bisinger Teilort Thanheim und dem Albtrauf bei Onstmettingen, wenig südlich des Zollernberges. Die Intensität lag bei 3,7. Laut Angaben der Burgverwaltung sind […]
1902
13. Januar 1902
Rotes Rathaus in Berlin, Fotografie 1890, HABHZ, Foto Unbekannt
Vorläufer der Volkshochschulen hatte es in Deutschland während des 19. Jahrhunderts viele gegeben – etwa die Humboldt-Akademie, in der ab 1879 Vortragsreihen für nicht akademisch gebildete Bürger gehalten wurden. Die am heutigen Tag gegründete „Freie Hochschule Berlin“ kann aber als erste bzw. eine der ersten Volkshochschulen gelten. Besonders nach dem Ersten Weltkrieg nahm die Zahl der Volkshochschulen dann sprunghaft zu – in der Reichsverfassung von 1919 wird ihre Förderung zur Verbesserung der Bildung der breiten Bevölkerung dann gesetzlich verankert. Heute bieten in Deutschland über 900 Volkshochschulen jährlich rund 700 000 Veranstaltungen an!
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler leisten mit ihrer Forschung einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte Preußens und der Familiengeschichte des Hauses Hohenzollern. Über das Forum Preußen stellt das Haus Hohenzollern unentgeltlich historische Dokumente für die historische Forschung zur Verfügung.
Die Einigung der öffentlichen Hand mit dem Haus Hohenzollern ist nun wirksam. Nachdem bereits die Stiftungsräte der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) zugestimmt hatten, erfolgte heute die letzte noch ausstehende Genehmigung des Kuratoriums der Stiftung Deutsches Historisches Museum (DHM). Als Kernelement wird nun eine gemeinnützige „Stiftung Hohenzollernscher […]
In an interview with Oxford student Freddie Evans, Prince Georg Friedrich discusses the history of the House of Hohenzollern and its role in today’s Germany, his support for Prussia’s cultural heritage and his dedication to freedom and democracy in a united Europe. Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, […]
Berlin. Die Berliner Ehrenbürgerin und Holocaust-Überlebende Dr. h.c. Margot Friedländer (101) hat eine Margot Friedländer Stiftung gegründet, die ihr Lebenswerk fortführen wird: „Ich spreche für die, die nicht mehr sprechen können. Für die 6 Millionen Menschen – Männer, Frauen, Kinder, die man umgebracht hat, nur weil sie Juden waren. Dazu Millionen weiterer Menschen, die das […]
Burg Hohenzollern. Bereits zum zweiten Mal nach 2010 stellt das Haus Hohenzollern Teile des preußischen Kronschatzes in der Schatzkammer der Burg Hohenzollern aus. In einer Sonderpräsentation vom 1. April 2023 bis zum Herbst dieses Jahres werden unter anderem die beiden Kronkarkassen König Friedrichs I. in Preußen und seiner Frau Königin Sophie Charlotte aus dem Jahr […]
Meine sehr verehrten Damen und Herren, zum heutigen Historiker-Podium heiße auch ich Sie herzlich willkommen. Über Ihr großes Interesse freue ich mich sehr. Mit der heutigen Veranstaltung möchten wir einen weiteren Beitrag leisten zur Aufarbeitung unserer wechselvollen Familiengeschichte im 20. Jahrhundert. Dass sich Historikerinnen und Historiker seit einiger Zeit verstärkt mit diesem Themenfeld befassen, dafür […]
Prinz Georg Friedrich und Prinzessin Sophie wünschen frohe und gesegnete Weihnachten sowie alles Gute für das kommende Jahr.
Am 17. Dezember nahm Prinz Georg Friedrich am traditionellen Chanukka-Empfang des Botschafters des Staates Israel, S. E. Ron Prosor, in Berlin teil und besuchte am Folgetag die öffentliche Feier am Brandenburger Tor. Dort wurde am größten Chanukka-Leuchter Europas ein weiteres Licht entzündet.
Das Fest der Lichter steht für Hoffnung, Zusammenhalt und das Weitertragen von Licht – gerade in Zeiten, in denen Sichtbarkeit und Sicherheit jüdischen Lebens in Deutschland alles andere als selbstverständlich geworden sind.
Anlässlich seines letzten Aufenthalts auf der Burg Hohenzollern besuchte Prinz Georg Friedrich gemeinsam mit seinen Söhnen Carl Friedrich, Louis Ferdinand und Heinrich den unweit des Burgbergs gelegenen Ort, an dem vor 55 Jahren der damalige Bundestagsabgeordnete Prinz Konstantin von Bayern sowie zwei weitere Personen bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen.
In dem schwer zugänglichen Waldstück wurde seinerzeit ein Denkmal aus drei Holzkreuzen errichtet. Es wurde bei einem Sturm im Jahr 2023 stark beschädigt; auch ein entsprechendes Hinweisschild am Weg ist nicht mehr vorhanden. Unlängst berichtete die regionale Presse hierzu.
Die beschädigten Kreuze wurden mittlerweile gesichert. Das Haus Bayern und Prinz Georg Friedrich setzen sich dafür ein, dass der Gedenkort im kommenden Jahr wiederhergestellt wird.
Prinz Konstantin war in erster Ehe mit Prinzessin Maria Adelgunde von Hohenzollern-Sigmaringen verheiratet – eine von vielen familiären Verbindungen zwischen den Wittelsbachern und den Hohenzollern. Aus der Ehe gingen Prinz Leopold („Poldi“) und Prinz Adalbert von Bayern hervor.
Am 6. Dezember besuchten Prinzessin Sophie von Preußen und Prinz Georg Friedrich mit ihren Kindern die Aufführung des Theaterstücks Der Zauberer von Oz in Weimar. Die jungen Darsteller des Kinderhauses Weimar begeisterten das Publikum mit einer fröhlichen, berührenden und gleichzeitig professionellen Darbietung.
Erste Proben für das Stück entstanden bereits im August auf der Burg Hohenzollern. Damals verbrachten 20 Kinder des Kinderhauses auf Einladung der Prinzessin Kira von Preußen Stiftung eine Ferienwoche auf der Burg.
Das Kinderhaus Weimar ist ein geschützter Ort für Kinder, die in ihrem Alltag häufig materielle Armut, Vernachlässigung oder Gleichgültigkeit erleben. Seit über 30 Jahren unter der Leitung von Ramona Zach bietet es ihnen Raum, einfach Kind zu sein: kreativ werden, regelmäßig essen, Freunde treffen, Sorgen teilen, lernen – und unbeschwert Momente erleben, die Mut machen. Die Prinzessin Kira von Preußen Stiftung unterstützt diese wichtige Arbeit.
Prinz Georg Friedrich besuchte das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin, um mit der Direktorin Ulrike Hörold über die geplante Zusammenführung historischer Archivalien zu sprechen.
Ziel ist es, die seit 1959 auf der Burg Hohenzollern verwahrten Bestände mit dem Brandenburgisch-Preußischen Hausarchiv zu vereinen und damit wieder einen historisch gewachsenen Gesamtzusammenhang herzustellen.
Im Anschluss an das Gespräch erhielt Prinz Georg Friedrich einen ausführlichen Rundgang durch das Archiv – dessen umfangreiche Überlieferung zu den ältesten und bedeutendsten in Deutschland zählt.
Auf die Integration der Bestände hat sich Prinz Georg Friedrich am 5. Mai 2025 im Rahmen seiner Vereinbarung mit der Bundesrepublik sowie den Ländern Berlin und Brandenburg verständigt.
Prinz Georg Friedrich und Prinz Christian Ludwig folgten einer Einladung von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff zu einem Gespräch in der Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt.
Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen im Land, die langjährigen historischen Bezüge zwischen der Region und dem Haus Hohenzollern sowie gemeinsame Anliegen im Bereich Kultur und Erinnerung.
Prinz Christian Ludwig ist am 30. November 2025 von den Mitgliedern der Berliner Domgemeinde in das Domkirchenkollegium der Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin gewählt worden. Prinz Christian Ludwig wird sein Amt als Domkirchenrat im Januar antreten. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre. Prinz Georg Friedrich gratulierte Prinz Christian Ludwig zur Wahl, der damit als erstes Mitglied des Hauses Hohenzollern dem Leitungsgremium des Berliner Doms angehören wird.
Der Berliner Dom wurde 1905 in Anwesenheit Kaiser Wilhelms II. eingeweiht.
Bis heute bestehen enge historische und geistliche Bezüge zwischen der Domgemeinde und dem Haus Hohenzollern. In der Hohenzollerngruft ruhen etwa 100 Angehörige der Familie aus mehreren Jahrhunderten; sie wird nach umfassender Sanierung Anfang des kommenden Jahres wiedereröffnet.
Prinz Georg Friedrich von Preußen ist ab dem kommenden Jahr alleiniger Eigentümer der Burg Hohenzollern, dem Stammsitz des Hauses Hohenzollern. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2025 hat Fürst Karl Friedrich von Hohenzollern seinen ein Drittel umfassenden Anteil an seinen Cousin übertragen. Seit dem gemeinsamen Wiederaufbau der Burg Mitte des 19. Jahrhunderts gehörte dieses Drittel zur Linie Hohenzollern-Sigmaringen. Das frühere Fürstentum Hohenzollern wurde 1849 in das Königreich Preußen eingegliedert.
Mit dem Vollzug der Übertragung geht die gesamte Verantwortung für den Betrieb, den Erhalt und die kulturelle Weiterentwicklung der Burg auf Prinz Georg Friedrich über.
„Für die große Unterstützung und das gemeinsame Engagement für unseren Stammsitz bin ich meinem Vetter von Herzen dankbar. Unsere enge Partnerschaft hat wesentlich dazu beigetragen, die Burg zu bewahren und weiterzuentwickeln. Unsere Zusammenarbeit wird in vielen Bereichen fortbestehen.“ so Prinz Georg Friedrich
„Meinem Vetter danke ich für ein langjähriges konstruktives Miteinander. Ich selbst möchte mich zukünftig auf den Erhalt und die Weiterentwicklung des Sigmaringer Schlosses fokussieren.“ sagt Fürst Karl Friedrich.
Die beiden Familienoberhäupter verbindet auch ein gemeinsamer Sitz im Vorstand der Prinzessin Kira von Preußen Stiftung, die ebenfalls auf der Burg Hohenzollern ansässig ist.
Mit jährlich über 300.000 Besucherinnen und Besuchern zählt die Burg Hohenzollern zu den erfolgreichsten Privatmuseen Deutschlands. Bereits im Frühjahr hatte Prinz Georg Friedrich eine historische Einigung in lange offenen Vermögensfragen erzielt; große Teile der ehemals königlich-preußischen Sammlung wurden daraufhin in die neu gegründete Stiftung Hohenzollernscher Kunstbesitz eingebracht. Prinz Georg Friedrich ist Stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates.
Fotos: © Roland Beck/Burg Hohenzollern
Ein besonderer Abend in München: Prinzessin Sophie nahm am 13. November an der BAMBI-Verleihung 2025 teil – jener Gala, bei der Persönlichkeiten geehrt werden, die mit ihrem Engagement, ihrer Kreativität und ihren Leistungen unsere Gesellschaft bewegen. Begleitet wurde sie von ihrer Schwägerin Dr. Sarah Fürstin von Isenburg.
Als Mitglied des Stiftungsrates der TRIBUTE TO BAMBI Stiftung setzt sich Prinzessin Sophie für Kinder und Jugendliche in Not ein. Die Stiftung fördert seit über 20 Jahren wirkungsvolle Projekte in ganz Deutschland und schenkt jungen Menschen, die Unterstützung brauchen, Hoffnung und Perspektiven.
Foto: BrauerPhotos / G. Nitschke
Am 13. November 2025 sprach Prof. Wolfgang Ischinger – ehemaliger Botschafter und derzeitiger Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz – im Rahmen der diesjährigen Oberlinrede eindrucksvoll über Frieden und Sicherheit im 21. Jahrhundert.
Prinz Georg Friedrich, Stiftungsbeirat des Oberlinhauses, dankte dem Redner für seine klaren Analysen und seinen engagierten Appell an ein geeintes und handlungsfähiges Europa.
Das Oberlinhaus zählt zu den wichtigsten sozialdiakonischen Einrichtungen Brandenburgs und unterstützt seit über 150 Jahren Menschen mit Behinderungen, Erkrankungen oder besonderem Förderbedarf. Mit Kliniken, Schulen, beruflicher Bildung und vielfältigen sozialen Angeboten begleitet es Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf ihrem Weg zu mehr Teilhabe.
Die Oberlinrede ist eine jährliche Veranstaltung, zu der Persönlichkeiten aus Politik, Gesellschaft und Kultur, darunter Matthias Platzeck, Angela Merkel und Daniel Hope, eingeladen werden, um Impulse zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen zu setzen. Als Symbol für die Arbeit des Oberlinhauses wird allen Rednern traditionell ein in den eigenen Werkstätten hergestellter Handfeger überreicht.
Am 21. September 2025 wurden Prinz Christian Ludwig und Prinz Joachim Albrecht in der Stadtkirche St. Peter und Paul zu Weimar in die preußische Genossenschaft des Johanniterordens aufgenommen. Anwesend war auch der Chef des Hauses Hohenzollern, Prinz Georg Friedrich, der den neuen Ordensrittern persönlich gratulierte.
Der Johanniterorden – offiziell „Der Orden St. Johannis vom Spital zu Jerusalem“ – ist ein evangelischer Ritterorden mit jahrhundertealter Tradition. Er entstand aus den mittelalterlichen Hospitalbruderschaften in Jerusalem und widmet sich bis heute christlicher Nächstenliebe. Besonders bekannt ist der Orden durch sein Engagement im sanitäts- und rettungsdienstlichen Bereich, in der Hospizarbeit sowie durch vielfältige soziale Projekte in Deutschland und weltweit. Im Jahr 1852 wurde der Orden von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen in seiner heutigen Form als evangelischer Ritterorden neu gegründet.
Beim Brandenburg-Tag in Perleberg vertrat Prinz Christian Ludwig das Haus Hohenzollern. Anlässlich der feierlichen Eröffnung begegnete er der Präsidentin des Brandeburgischen Landtages, die auch seinen Großvater Prinz Louis Ferdinand persönlich kannte, sowie den Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke und Dr. Reiner Haseloff.
Der Brandenburg-Tag ist das größte Landesfest Brandenburgs und bringt jedes Jahr Kultur, Geschichte, Politik und Wirtschaft zusammen. Gastgeber war diesmal die Stadt Perleberg, die sich als traditionsreiche Kreisstadt im Herzen der Prignitz präsentierte und den zahlreichen Gästen die Vielfalt der Region näher brachte.
Für Prinz Christian Ludwig war es eine besondere Gelegenheit, die Verbindung von Geschichte und Gegenwart zu erleben und in den Dialog mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft zu führen.
Am 11. September 2025 hatte Prinz Georg Friedrich die Gelegenheit, sich gemeinsam mit vielen Projektbeteiligten die fast abgeschlossenen Arbeiten an der Hohenzollerngruft im Berliner Dom anzusehen.
In den kommenden Wochen werden nun die zuvor ausgelagerten Särge der Hohenzollern in den Dom zurückgeführt. Am Vortag fand hierzu am Auslagerungsort im kleinen Familienkreis eine Aussegnung in Form einer Andacht statt.
Seit März 2020 wird die bedeutendste dynastische Grablege Deutschlands umfassend saniert und neugestaltet. Mit Unterstützung des Landes Berlin, des Bundesministeriums für Kultur und Medien sowie der Cornelsen Kulturstiftung entsteht ein würdevoller Ort der Totenruhe, der künftig barrierefrei zugänglich sein wird. Zudem wird ein neuer Vermittlungsbereich mit interaktivem Modell spannende Einblicke in die Geschichte und Architektur der Gruft bieten.
Die Hohenzollerngruft gehört zu den bedeutendsten Grablegen Europas und dokumentiert mehr als 500 Jahre brandenburgisch-preußische Geschichte.
Am 6. September 2025 fand auf der Burg Hohenzollern das Wohltätigkeitskonzert zugunsten der Prinzessin Kira von Preussen Stiftung statt – mit einem glanzvollen Auftritt des Trio Zimbalist vom Curtis Institute of Music, begleitet von dessen Präsident Professor Roberto Díaz.
Prinzessin Sophie von Preussen erinnerte in ihrer Begrüßung daran, dass die Stiftung seit 1952 einem einfachen, aber starken Gedanken folgt: „Kindern, die es schwerer haben, einen Ort der Sicherheit, Gemeinschaft und Freude zu schenken.“ Die Prinzessin Kira von Preussen Stiftung, mit Sitz auf der Burg Hohenzollern, schenkt seit über 70 Jahren Kindern und Jugendlichen, die mit besonderen Herausforderungen leben, unbeschwerte Tage voller Gemeinschaft, Natur und Kreativität. Durch Workshops, Ausflüge und gemeinsame Erlebnisse entstehen Momente von Freude, Stärke und Zuversicht, die weit über den Aufenthalt hinaus wirken.
In diesem Jahr konnte die Stiftung bereits 19 Gruppen mit 169 Kindern und Jugendlichen sowie 50 Betreuern auf der Burg empfangen – aus Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Sachsen, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Bayern und der Ukraine. Die jungen Gäste erlebten viele abwechslungsreiche Tage voller Literatur-Workshops, Theater, Yoga, Ausflüge, gemeinsames Backen und Wanderungen. Bis Ende Oktober werden weitere Gruppen erwartet, darunter Kinder aus Zvanivka im Bezirk Bachmut, die acht Tage auf der Burg verbringen.
Spenden finanzieren Unterkunft, Verpflegung, pädagogische Begleitung, Materialien, Eintritte und Fahrten.
Prinzessin Sophie dankte im Namen der Stiftung allen, die diese Arbeit durch ihr Engagement und ihre Großzügigkeit möglich machen.
Am 1. September 2025 nahm Prinz Georg Friedrich in der Christuskapelle der Burg Hohenzollern die Sargsiegel von Friedrich Wilhelm I., dem Soldatenkönig (1688–1740), entgegen. Überbracht wurden sie von Robert Edsel, Gründer der Monuments Men and Women Foundation und Autor der Buchvorlage zum Film Monuments Men.
Die Särge des Soldatenkönigs und seines Sohnes Friedrich des Großen hatten im 20. Jahrhundert eine dramatische Odyssee hinter sich: Ursprünglich in der Garnisonkirche Potsdam beigesetzt, ließ Hitler sie 1943 vor den Bombenangriffen bergen und an wechselnde Orte verbringen. In den letzten Kriegswochen wurden sie schließlich in die Tiefe des thüringischen Salzbergwerks Bernterode gebracht, wo sie – verborgen zwischen Fahnen, Gemälden und anderen Kulturgütern – mehr als 500 Meter unter der Erde lagerten. Am 27. April 1945 entdeckten amerikanische Soldaten dieses geheime Depot. Kurz darauf dokumentierte der Monuments Man Captain Walker K. Hancock den spektakulären Fund, bevor die Särge aufwendig geborgen und in Sicherheit gebracht wurden. Jahrzehnte später fanden sie vorübergehend ihren Platz in der Christuskapelle von Burg Hohenzollern, wo sie bis zur Wiedervereinigung 1991 verblieben – genau an dem Ort, an dem nun auch die lange verloren geglaubten Siegel zurückgegeben wurden.
Zwischen dem Haus Hohenzollern und den Monuments Men besteht eine besondere Verbindung: Captain Clyde Kenneth Harris, Großonkel von Prinz Georg Friedrich durch Heirat, gehörte selbst zu dieser legendären Einheit, der auch ein knappes Duzend Frauen angehörten. Als Kunstschutzoffizier half er, die Holbein-Madonna zu retten – und lernte dabei seine spätere Frau, Prinzessin Cecilie von Preußen, kennen.
Prinz Georg Friedrich betonte: „Die Rückgabe dieser Siegel ist mehr als ein Stück Familiengeschichte. Sie erinnert uns an die Verantwortung, Kulturerbe zu bewahren. Zugleich ehrt sie die selbstlose Mission der Monuments Men“
Am 15. August 2025 erlebten die Gäste im Innenhof von Schloss Stolzenfels einen besonderen Abend: Das Gala-Konzert „Die Musik der Hohenzollern“ erinnerte an den Besuch von Queen Victoria am 15. August 1845.
Prinz Friedrich Wilhelm war Ehrengast des Abends und erinnerte in seiner Ansprache an die doppelte Familienverbindung – zu König Friedrich Wilhelm IV., dem Gastgeber des historischen Konzerts von 1845, und zu Queen Victoria, seiner vierfachen Urgroßmutter. Zugleich hob er die traditionsreiche Rolle der Hohenzollern als Förderer von Kunst und Musik hervor:
„Die Hohenzollern sahen Kunst und Musik nicht allein als Repräsentation, sondern als elementaren Bestandteil einer lebendigen Gesellschaft.“
Ein besonderer Tag für das Haus Hohenzollern: Am 9. August 2025 heirateten Prinz Philipp von Preußen und Aline von Alvensleben in Tréguier in der Bretagne. Die Braut trug anlässlich der Trauung das berühmte Kleeblattdiadem, das Prinz Philipps Ururgroßvater, Kaiser Wilhelm II., persönlich entwarf und seiner Frau, Kaiserin Auguste Viktoria, 1906 zur Silberhochzeit schenkte. Historische Verbindungen zwischen beiden Familien gehen bis ins 15. Jahrhundert zurück.
Beim diesjährigen Gourmetabend am Fuße der Burg Hohenzollern stand die Unterstützung eines guten Zwecks im Mittelpunkt. Prinzessin Sophie war in ihrer Funktion als Vorstandsvorsitzende der Prinzessin Kira von Preußen Stiftung persönlich anwesend und verteilte gemeinsam jungen Stiftungs-Gästen vom Kinderhaus Weimar, die derzeit zu einer Ferienfreizeit auf der Burg eingeladen sind, selbst gebackene Kuchen und Muffins an die Gäste.
Die Kgl.-Preußische Biermanufactur stellte bei dieser Gelegenheit erstmals ihr alkoholfreies Pilsener vor, das an diesem Abend als Freibier ausgeschenkt wurde.
Unser besonderer Dank gilt den teilnehmenden Gastronomen – Getränke Mebold, Albmetzgerei Steinhart, Landhaus Stiegel, Restaurant Kupferpfanne sowie den ehemaligen Betreibern des Wirtshauses Fecker – und insbesondere Herrn Ralf Merkel, der dieses spendenbasierte Genuss- und Kinoerlebnis seit über 15 Jahren organisiert.
Die gesammelten Spenden kommen direkt der Arbeit der Prinzessin Kira von Preußen Stiftung zugute.
Auf Schloss Jettingen, dem Geburtshaus von Claus Schenk Graf von Stauffenberg erinnerte Prinz Georg Friedrich von Preußen an das gescheiterte Attentat vom 20. Juli 1944. Er betonte vor Angehörigen der Familie Stauffenberg, Vertretern des öffentlichen Lebens sowie geladenen Gästen aus der Heimat Stauffenbergs die Bedeutung des Widerstands als Akt des Gewissens und der Menschlichkeit. Prinz Georg Friedrich würdigte den Mut Stauffenbergs und seinen Mitstreitern und bekannte sich auch zur Verantwortung seiner eigenen Familie während der NS-Zeit.
Prinz Georg Friedrich rief dazu auf, das Gedenken an den 20. Juli nicht nur als Rückblick, sondern als Verpflichtung zu sehen: Für Demokratie, Freiheit, Zivilcourage und Menschlichkeit – heute und in Zukunft.
Prinz Georg Friedrich folgte damit einer Einladung von Dr. Hans Reichhart, dem Landrat des Landkreises Günzburg. Eigentümer von Schloss Jettingen ist Hieronymus Graf von Wolff-Metternich.
Neben den Gremien der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg hat nun auch der Beirat des Deutschen Historischen Museums einer Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik, den Ländern Berlin und Brandenburg und dem Haus Hohenzollern zugestimmt.
Ziel der von Prinz Georg Friedrich bereits am 5. Mai 2025 unterzeichneten Einigung war die Klärung aller noch offenen Fragen rund um die Kunstsammlung des Hauses Hohenzollern. Kern der Einigung ist die gemeinsame Gründung der ‚Stiftung Hohenzollernscher Kunstbesitz, die künftig den Erhalt, die Pflege und die Zugänglichkeit bedeutender Objekte preußischer, deutscher aber auch europäischer Geschichte sicherstellen wird.
Am 27. Mai wurde Herrman Parzinger nach 17 Jahren im Amt als Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in einer feierlichen Veranstaltung im Neuen Museum verabschiedet. Gleichzeitig wurde seine Nachfolgerin, Marion Ackermann, die bisherige Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, offiziell begrüßt. Für Prinz Georg Friedrich ist dies bereits die dritte Amtsübergabe, die er als Chef des Hauses Hohenzollern, nach den ehemaligen Präsidenten Klaus-Dieter Lehmann und Werner Knopp, begleitet hat.
Die neue Präsidentin wird durch dieses Amt auch Mitglied im Vorstand der von Prinz Georg Friedrich mitbegründeten „Stiftung Hohenzollernscher Kunstbesitz“.
Prinz Christian Ludwig und Prinzessin Desiree von Preußen vertraten das Haus Hohenzollern am 21. Mai anläßlich der feierlichen Wiedereröffnung des Schlosses auf der Pfaueninsel. Nach sieben Jahren Bauzeit ist das 1795 für König Friedrich Wilhelm II. errichtete Gebäude mit restauriertem Interieur und renovierter Fassade wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.
Am 9. Mai 2025 verstarb Margot Friedländer im Alter von 103 Jahren in Berlin. Prinz Georg Friedrich und Prinzessin Sophie verneigen sich vor dem Lebenswerk der Holocaustüberlebenden und Ehrenbürgerin Berlins. Sie sind zutiefst dankbar Frau Friedländer persönlich gekannt zu haben. Prinz Georg Friedrich ist Mitglied im Kuratorium der im Jahr 2023 gegründeten Margot-Friedländer-Stiftung.
Am 18. Dezember 2024 nahm Prinz Georg Friedrich am traditionellen Chanukkah-Empfang des Botschafters des Staates Israel, S.E. Ron Prosor, und seiner Frau Hadas teil. Das Bekenntnis zum Existenzrecht des jüdischen Staates gehört zur deutschen Staatsraison. In der Tradition seines Großvaters Prinz Louis Ferdinand (1907-1994) sind auch Prinz Georg Friedrich und Prinzessin Sophie bekennende Unterstützer Israels und des jüdischen Volkes.
Am St. Michaelstag, dem 29. September 2024, übernahm Prinzessin Sophie offiziell die Schirmherrschaft über die Hospizgemeinschaft Hechingen. Mit der Übernahme möchte die Prinzessin das vorbildliche Engagement der Gemeinschaft würdigen, die im Jahr 2024 ihr 25-jähriges Bestehen feierte.
Die Vorführung des Filmes „Führer und Verführer“ von Regisseur Joachim A. Lang auf der Burg Hohenzollern war Georg Friedrich Prinz von Preußen ein Anliegen. Die Premiere des Films in Berlin, zu der Prinz Georg als Mitglied des Kuratoriums der Margot-Friedländer-Stiftung eingeladen war, hatte einen starken Eindruck hinterlassen und zugleich den Wunsch geprägt, vielen Menschen die Auseinandersetzung mit der filmischen Botschaft nahezubringen.
„Menschen haben es getan. Dann können Menschen es auch verhindern.“ bekräftigt Margot Friedländer. Die mittlerweile 102-Jährige Holocaust-Überlebende bezieht sich dabei auf die Gräueltaten der Nationalsozialisten. Ein Mensch, der einer Wiederholung solch grausamer Taten vorbeugt, ist Professor Dr. Joachim Lang. Mit „Führer und Verführer“ hat er einen – wie er es selbst bezeichnet – „Film an das Heute“ geschaffen, den „jeder in Deutschland sehen sollte“, wie Margot Friedländer betont.
Im Pressegespräch, zu dem Georg Friedrich Prinz von Preußen auf die Burg Hohenzollern geladen hatte, erklärte Joachim Lang, dass er sich seit seinem 13. Lebensjahr mit der NS-Geschichte beschäftige. „Ich kam 15 Jahre nach Ende des NS-Regimes auf die Welt und wollte begreifen, was in dieser Zeit, die ja noch gar nicht lange zurück lag, passierte.“ Viele Jahre später, Lang hatte mittlerweile Germanistik und Geschichte studiert und sich einen Namen als Journalist, Autor und Film-Regisseur erarbeitet, beschloss er, dieses Thema zu verfilmen. Insgesamt zehn Jahre habe er – mit Unterbrechungen – an dem Projekt gearbeitet.
Seinen Fokus legte der Regisseur darauf, die führenden Täter des NS-Regimes lebensecht und auf ihre Art menschlich zu portraitieren. Nicht zu karikieren. Das sei ein großer Unterschied. Bislang sei ein Adolf Hitler meist überzogen als die Personifikation des Bösen dargestellt worden. Das schaffe eine Distanz zum Zuschauer, was mit einer Verharmlosung einhergehe. Dieser Film zeige einen Hitler, gespielt von Fritz Karl, der sich auch freundlich mit Kindern abgibt und Schwächen aufweist. Oder den Familienmensch Goebbels, gespielt von Robert Stadlober, der mit Eheproblemen kämpft. Da identifiziere sich der Zuschauer. Und das mache es so eindrücklich, so erschaudernd. Der dokumentarische Spielfilm beinhaltet zudem originale Filmaufnahmen aus der Zeit von 1938 bis 1945: Aufmarschierende Soldaten, öffentliche Auftritte und Reden von Hitler und Goebbels. Aber auch schonungslos grausame Szenen von Massenhinrichtungen und Leichen. Dadurch wird dem Zuschauer bewusst: das ist keine Fiktion, sondern wirklich passiert. Zuvor habe Lang mit Margot Friedländer darüber gesprochen, ob es aus ihrer Sicht vertretbar sei, dieses Material in diesen Film zu integrieren. „Was diese alten Filme zeigen, habe ich selbst erlebt. Diese Filme dürfen Sie nicht nur zeigen, Sie müssen sie zeigen“, war Friedländers Antwort. Neben weitern Holocaust-Überlebenden kommt auch Frau Friedländer in „Führer und Verführer“ mehrfach zu Wort, was dem Film zusätzliche Authentizität verleiht.
Die über allem schwebende Frage „Wie konnte es soweit kommen? Wie hat es Goebbels geschafft, die Massen für Hitlers grausames Tun zu gewinnen?“ möchte Joachim Lang mit seinem Film beantworten: „Wir schauen beim Lügen über die Schulter.“ Der Film zeigt auf, wie Goebbels‘ Arbeit auf gnadenlosen Übertreibungen basiert, auf gefälschten Zahlen, fingierten Filmaufnahmen, ungeheuerlichen Lügen, auf Hetzen und Putschen und verdrehten Wahrheiten. „Was wahr ist, bestimme ich“ wird Goebbels im Film zitiert. „Damals hieß es Propaganda“, erklärt der Regisseur, „heute nennt man es Desinformation oder Fake News.“ Der Film birgt also durchaus eine erschreckende Aktualität. „Wir können nicht ignorant sein und sagen, das kann nicht mehr passieren. Das kann immer wieder passieren“, sagt Eva Umlauf, die ebenfalls als Holocaust-Überlebende im Film zu Wort kommt.
Als Kuratoriumsmitglied der Margot-Friedländer-Stiftung hatte Prinz Georg Friedrich die Möglichkeit, den Film bereits vor der offiziellen Premiere zu sehen – im Beisein von Margot Friedländer und Regisseur Lang. „Ich weiß nicht, ob mich schon einmal ein Film dermaßen bewegt, dermaßen betroffen gemacht hat“, erklärt der Chef des Hauses Hohenzollern. Und auch hinsichtlich seiner eigenen Familiengeschichte findet er deutliche Worte. In den vergangenen Jahren habe ihn die Aufarbeitung der Geschichte des Hauses Hohenzollern in der NS-Zeit besonders beschäftigt. Historiker hätten zuletzt viele neue Erkenntnisse ans Licht gebracht, unter anderem nach Forschungsarbeiten im Privatarchiv der Familie. Dabei seien viele Dinge ans Licht gekommen, die ihn regelrecht schockiert hätten. Um ein klares Zeichen seiner Haltung zu setzen, erklärte er: „Wer sich dem Rechtsextremismus anbiedert, kann nicht traditionsstiftend für das Haus Hohenzollern sein.“ Insofern sei es sein ausdrücklicher und persönlicher Wunsch, diesen Film auf der Burg Hohenzollern, dem Stammsitz seiner Familie, zu zeigen. Im Rahmen des traditionellen Open Air-Kinos wurde am Freitag, 23. August 2024, „Führer und Verführer“ im Burghof aufgeführt.
„Das war wirklich Neuland für uns“, erklärt Ralf Merkel, Chef der Zollernalb-Kinos und Organisator des Open Air-Kinos auf der Burg. „Normalerweise zeigen wir klassische Popcorn-Filme. Das ist nach über 20 Jahren das erste Mal, dass wir einen Film mir einem so ernsten Thema auf die Open Air-Leinwand gebracht haben“, so der Kinomacher. Doch bereits die Vorverkaufszahlen ließen erahnen, dass der Film auf reges Interesse stößt. Letztendlich war der Burghof mit über 400 Besuchern gut gefüllt. Mit dazu beigetragen hat sicherlich auch, dass Regisseur Lang und Prinz Georg Friedrich persönlich in den Film einführten und sich für anschließende Gespräche Zeit genommen haben. Der Film wurde ohne Pause gezeigt. „Eine Unterbrechung würde der Wirkung des Filmes schaden“, erklärte Koproduzentin Sandra Maria Dujmovic. Und sie sollte Recht behalten. Nach knapp zweieinhalb Stunden verließen die Besucher beinahe lautlos den Burghof.
Auf Initiative von Prinzessin Sophie präsentierten im August 2024 zwanzig Kinder mit christlichem, jüdischem und muslimischem Hintergrund ein von ihnen selbst komponiertes Musical auf der Burg Hohenzollern sowie im Pfefferberg-Theater in Berlin. Das Musical war in nur 10 Tagen auf einem weißen Blatt Papier entstanden. Die Aufführung in Berlin fand statt in Anwesenheit der 102-Jährigen Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer sowie des Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate, S.E. Ahmed Al-Attar.
Prinz Georg Friedrich empfing am 11. Juni 2024 eine Delegation von 75 südafrikanischen Managerinnen auf der Burg Hohenzollern. Im Rahmen des Programms „Women Leading in the Energy Industry“ der Duke University hatten die Mitarbeiterinnen des Energieversorgers „Eskom“ die Gelegenheit, mit Experten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland zu diskutieren. Während seiner Südafrika-Reise Reise hatte Prinz Georg Friedrich die Organisatorinnen des Projekts kennengelernt und sie mit allen Teilnehmern zu einem Besuch auf die Schwäbische Alb eingeladen.
Anlässlich der Feierlichkeiten zum 30. Jubiläum der ersten freien Wahlen nach dem Ende der Apartheit hat Prinz Georg Friedrich vom 18. bis 22. März 2024 die Republik Südafrika besucht. Im Rahmen seines Programms besuchte der Prinz u.a. das Holocaust & Genocide Centre Johannesburg, die Universität Kapstadt sowie Bildungseinrichtungen in Orange Farm. Auch Gespräche mit Menschenrechtsaktivisten standen auf dem Programm. Höhepunkt der 5-tägigen Reise war ein offizielles Abendessen des Premiers von Western Cape, Alan Winde, zu Ehren des Besuchs von Prinz Georg Friedrich.
Am ersten Tag seiner Südafrika-Reise besuchte Prinz Georg Friedrich das Holocaust & Genocide Centre Johannesburg. Im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern mit vielfältigen ethnischen und religiösen Hintergründen betonte der Prinz die Bedeutung des Dialogs. Am Abend sprach Prinz Georg Friedrich bei einem Fundraising Dinner für das Zentrum vor rund 100 geladenen Gästen über die Bedeutung historischer Verantwortung.
Am Abend des zweiten Tages seiner Südafrika-Reise wurde Prinz Georg Friedrich in Kapstadt vom Premier der Provinz des Westkaps, Alan Winde, empfangen. In seiner Tischrede beim offiziellen Abendessen des Premiers in Anwesenheit der deutschen Generalkonsulin Tanja Werheit hob der Prinz die erfolgreiche Zusammenarbeit von Deutschland und Südafrika bei der Überwindung der Folgen der Apartheit hervor.
Anlässlich des südafrikanischen Tages der Menschenrechte besuchte Prinz Georg Friedrich am Vormittag des letzten Tages seiner Reise Bildungsprojekte in Orange Farm Im Westen von Johannesburg. Im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern betonte der Prinz die Bedeutung der Aufarbeitung von historischem Unrecht.
Zum Abschluss seiner Reise besuchte Prinz Georg Friedrich am Nachmittag des Human Rights Days das Verfassungsgericht der Republik Südafrika in Constitution Hill und traf mit Menschenrechtsverteidigern zusammen. Das Verfassungsgericht befindet sich in einem ehemaligen Gefängnis für Gegner des Apartheit-Regimes. Im Gefängnis war zeitweise auch der südafrikanische Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela inhaftiert.
Die Berliner Ehrenbürgerin und Holocaust-Überlebende Margot Friedländer (101) hat Georg Friedrich Prinz von Preußen in das Kuratorium ihrer neu gegründeten Margot Friedländer Stiftung berufen. Die neu gegründete Stiftung unter dem Vorsitz der früheren Kulturstaatsministerin Monika Grütters soll sich für Freiheit und Demokratie einsetzen und damit das Lebenswerk Margot Friedländers fortführen.
Prinz Georg Friedrich begrüßt die Gründung der Stiftung und betrachtet es als große Ehre, als Mitglied des Kuratoriums mitwirken zu dürfen. „Wir müssen als Gesellschaft alles dafür tun, dass Antisemitismus und Demokratiefeindlichkeit nie wieder einen Platz in Deutschland bekommen. Dafür werde ich mich mit aller Kraft einsetzen.“
Die 102-jährige Holocaustüberlebende Dr. h.c. Margot Friedländer wurde 1921 in Berlin geboren. Während des Zweiten Weltkrieges wurden ihre Eltern als auch ihr Bruder im Vernichtungslager Auschwitz ermordet. Im Jahr 1944 wurde auch Margot Friedländer verhaftet und ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo sie nur knapp dem Tod entkam. Nach der Befreiung emigrierte sie in die USA, kehrte aber im Jahr 2010 aus New York in ihre Heimatstadt Berlin zurück. In unzähligen Lesungen und öffentlichen Auftritten setzt sie sich seitdem dafür, dass das Geschehene nicht in Vergessenheit geraten darf und dass das, was Menschen ihrer Generation angetan wurde, nie wieder passieren darf.
Fotonachweis:
IMAGO / Photopress Müller – Dr. h.c. Margot Friedländer und Georg Friedrich Prinz von Preußen bei der Ankunft am roter Teppich im Jüdischen Museum zum 20. Preis für Verständigung und Toleranz 2021 in Berlin
In an interview with Oxford student Freddie Evans, Prince Georg Friedrich discusses the history of the House of Hohenzollern and its role in today’s Germany, his support for Prussia’s cultural heritage and his dedication to freedom and democracy in a united Europe.
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Prinz Georg Friedrich hat die Gründerin und Direktorin des Holocaust & Genocide Centre Johannesburg auf der Burg Hohenzollern zu einem Gespräch empfangen.
Tali Nates, 1961 in Israel geboren als Kind von Holocaust-Überlebenden, die von Oskar Schindler gerettet wurden, setzt sich seit Jahrzehnten beispielhaft für die Erinnerungsarbeit ein.
2008 gründete sie das Johannesburg Holocaust & Genocide Centre, das sich die Erforschung der Geschichte des Völkermords im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt auf den Holocaust und den Völkermord von 1994 in Ruanda als Aufgabe gesetzt hat.
Für ihre Verdienste wurde Tali Nates 2022 von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock mit der Goethe Medaille ausgezeichnet.
Am 1. September eröffnet eine Ausstellung über Kaiserin Auguste Viktoria. Die Ausstellung legt den Schwerpunkt auf die Kleider der letzten Deutschen Kaiserin, die dankenswerterweise aus einer Privatsammlung zur Verfügung gestellt wurden und präsentiert darüber hinaus persönliche Erinnerungsgegenstände. Neben Hofroben, Tageskleidern, Uniformen und ihrem Schlafrock werden auch persönliche Geschenke Kaiser Wilhelms II. ausgestellt, darunter das Kleeblattdiadem und ihr berühmter Saphirschmuck. Die Ausstellung bietet somit einen Einblick in das Leben und die Persönlichkeit Auguste Viktorias und wird durch weitere zahlreiche Leihgaben und Objekte aus der Privatsammlung des Hauses Hohenzollern ergänzt.
Die Ausstellung kann noch bis zum kommenden Sommer auf der Burg Hohenzollern besichtigt werden.
Fotos:
Kaiserin Auguste Viktoria im Gelben Salon des Homburger Schlosses um 1910, HABHZ, Foto T. H. Voigt
Einzug der Prinzessin Auguste Viktoria von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg am 26. Februar 1881, Farbdruck nach einer Fotocollage von H. Schnaebeli, BHZ, Foto R. Beck
Prinzessin Auguste Viktoria als Braut mit der Krone der preußischen Prinzessinnen 1881, HABHZ, Foto Reichard & Lindner, Berlin
Auguste Viktoria Prinzessin Wilhelm von Preußen 1885, HABHZ, Foto Jacopo Bassano, London
Kaiserin Auguste Viktoria, Unbekannter Künstler nach Philip Alexius de László 1899, BHZ, Foto R. Beck
Victoria Kaiserin Friedrich mit ihren Kindern und Schwiegerkindern 1900, HABHZ, Foto T. H. Voigt
Kaiserin Auguste Viktoria empfängt den österreichischen Militärattaché anlässlich des Schrippenfestes am Neuen Palais 1901, HABHZ, Foto Selle & Kuntze
Kaiserin Auguste Viktoria und ihre Tochter Prinzessin Viktoria Luise 1903, HABHZ, Foto O. Anschütz
Die Kaiserliche Familie anlässlich des Geburtstags der Kaiserin am 22. Oktober 1909, HABHZ, Foto Kaiserin Auguste Viktoria
Zwei Abendkleider der Kaiserin Auguste Viktoria (links um 1885, rechts um 1905), Paris und Wien, Privatsammlung, Foto R. Beck
Zwei Fächer der Kaiserin Auguste Viktoria, Paris um 1910, Privatsammlung, Foto R. Beck
Drei militärische Kopfbedeckungen der Kaiserin Auguste Viktoria (v.l. Helm des Füsilier-Regiments „Königin“ (Schleswig-Holsteinische) Nr. 86, Dreispitz zu einer Uniform des Kürassier-Regiments „Königin“ (Pommersches) Nr. 2 sowie Pelzmütze des Husaren-Regiments „Kaiser Franz Josef von Österreich, König von Ungarn (Schleswig-Holsteinisches) Nr. 16), Privatsammlung, Foto R. Beck
Ordensnachlass der Kaiserin Auguste Viktoria, mit preußischen, deutschen und ausländischen Ordenszeichen, BHZ, Foto R. Beck
Mit der Gründung der Oxford Union Society wurde 1823 der Grundstein für eines der weltweit renommiertesten studentischen Diskussionsforen gelegt. Anlässlich des 200jährigen Bestehens sprach der Chef des Hauses Hohenzollern, Georg Friedrich Prinz von Preußen in der Debating Hall der Oxford Union über die britisch-preußischen Beziehungen und die deutsch-britische Freundschaft und diskutierte mit Studentinnen und Studenten der Universität.
Zu den wertvollsten Stücken des Preußischen Kronschatzes gehören die beiden Kronkarkassen des ersten preußischen Königspaares, die am 18. Januar 1701 bei der Selbstkrönung Kurfürst Friedrichs III. von Brandenburg zu König Friedrich I. und Königin Sophie Charlotte in der Schlosskapelle zu Königsberg verwendet wurden. Garniert mit Brillanten, Diamantrosen und den sogenannten Oranischen Hausperlen, waren ihre Gestelle aus purem Gold gefertigt. Zum Zeitpunkt ihrer Entstehung dürften sie zu den kostbarsten Exemplaren dieser Art im europäischen Raum gehört haben. Während der Zermonie kamen auch zwei Schwerter zum Einsatz. Einmal handelte es sich um das preußische Herzogsschwert, welches der Goldschmied Jobst Freudner 1541 für den ersten Herzog von Preußen und letzten Hochmeister des Deutschen Ordens Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach als Reichsregalie anfertigte. Mit der Belehnung des Herzogtums gelangte es 1618 in den Besitz des Hauses Brandenburg. Nun, im Jahr 1701, wurde es als Reichsschwert des neuentstandenen preußischen Königreiches wiederverwendet. In der Krönungszeremonie wurde als zweites Schwert das von Simone di Giovanni di Giovanni Ghini angefertigte Brandenburgische Kurschwert dem neugekrönten Königspaar vorangetragen. Anlässlich eines Fürstentages in Mantua gelangte es als Geschenk Papst Pius II. am 8. Januar des Jahres 1460 an den brandenburgischen Markgrafen und späteren Kurfürsten Albrecht Achilles. Zunächst als Heiliges Schwert von den Hohenzollen als wichtige Kleinodie bewahrt, wurde es durch Kurfürst Joachim II. nach der Einführung der Reformation in Brandenburg 1539 als brandenburgisches Kurschwert umgestaltet. Die päpstlichen Insignien wurden entfernt und durch Wappenschilde des Herrschaftsgebiets Kurbrandenburgs ersetzt. Auch das Heft des Schwertes erfuhr einige Veränderungen. Erhalten geblieben ist die ursprüngliche in lateinischer Schrift verfasste Gravur auf der Blutrinne der Klinge: „Nimm hin das heilige Schwert, das dir Gott schenkt, damit sollst Du die Feinde schlagen.“
Zusammen mit weiteren dauerhaft auf der Burg Hohenzollern präsentierten Preziosen des Preußischen Kronschatzes werden diese vier Kleinodien bis zum Herbst in der Schatzkammer auf der Burg Hohenzollern präsentiert.
Fotos:
Die preußischen Reichskleinodien von 1701, bestehend aus den beiden Kronkarkassen des ersten preußischen Königspaares, dem Zepter und dem Reichsapfel (beide Eigentum des Staates), Foto SPSG, W. Pfauder u. Jörg P. Anders
Unbekannter Goldschmied, Berlin 1700, Karkasse der Krone König Friedrichs I., Foto SPSG W. Pfauder
Unbekannter Goldschmied, Berlin 1700, Karkasse der Krone Königin Sophie Charlottes, Foto SPSG W. Pfauder
Jobst Freudener, 1540/41, Knauf des Preußischen Reichsschwerts, des vormaligen Herzogsschwerts mit eingelassener Porträtmedaille des ersten Herzogs von Preußen und letzten Hochmeisters des Deutschen Ordens, Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach und seiner Frau Dorothea, Prinzessin von Dänemark, Foto SPSG, Jörg P. Anders
Simone di Giovanni di Giovanni Ghini, Florenz, vor 1459/60, Brandenburgisches Kurschwert (ab 1539), des vormaligen Heiligen Schwerts Kurfürst Albrecht Achilles von Brandenburg, Foto SPSG, Jörg P. Anders
Die Restaurierung der 2022 wiedereröffneten Fürstenwohnung auf der Burg Hohenzollern schreitet voran. Besonders deutlich wird das an der Rekonstruktion der weitestgehend wiederhergestellten textilen Ausstattung des Boudoirs der Fürstin Josephine (1813-1900), der Gemahlin des von 1858 bis 1861 amtierenden preußischen Ministerpräsidenten Karl Anton Fürst von von Hohenzollern-Sigmaringen (1811-1885). Der Raum wurde nach mehreren Entwürfen Friedrich August Stülers bis 1867 realisiert. Die letztendlich gefundene Form, bestehend aus einem Vorraum mit einem Marmorkamin an der Fensterseite und einer Alkovenarchitektur mit dahinter befindlicher Sitznische, machen den kleinen Raum zu den exquisitesten Raumschöpfungen auf der Burg Hohenzollern. Nicht zuletzt der für die Zeit typische Farbklang, der violetten Wandfassung in Verbindung mit der goldgelben textilen Ausstattung von Fensterdraperie, exzedraförmiger Sitzbank und der Chaiselongue geben ein Beispiel von der hohen Qualität der immer noch stark höfisch geprägten Innenarchitektur dieser Zeit. Die Wandfassung des Boudoirs wurde im vergangenen Jahr in bewährter Weise durch Max Götter und Susanne Kleindienst restauriert. Der Freundeskreis der Burg Hohenzollern übernahm dankenswerter Weise die Kosten für diese Arbeiten. Ebenfalls seit 2022 wird an der Vervollständigung der textilen Ausstattung gearbeitet. So wurden nach den originalen Vorlagen in der Seidenmanufaktur Eschke (Crimmitschau/Sachsen) sowohl die seidenen Stoffe für die Polstermöbel, als auch die Schals der Vorhänge und die Stoffe der Portiere, einem Seiden-Baumwollmischgewebe originalgetreu rekonstruiert. Die Posamente, Borten, Kordeln, Schnüre, Quasten und Fransenborten entstanden in der Tauchaer Werkstatt von Simone Howe. Alle wiederverwendbaren Details wurden gesichert, gegebenenfalls ergänzt und wiederangebracht. Es ist der engen Zusammenarbeit mit dem Plauener Raumausstatter und Restaurator Matthias Golle zu verdanken, dass wie in diesem Fall, das Ergebnis der Bemühungen um die möglichst exakte Wiederherstellung der Innenräume auf der Burg Hohenzollern so überzeugend gelingen konnte.
Fotos:
Boudoir der Fürstin Josephine von Hohenzollern mit Alkovendraperie und ihrer Porträtbüste der von August Wittig (1857), nach der Restaurierung im Februar 2023; BHZ, Foto S. van Everdingen
Erstentwurf von Friedrich August Stüler für das Boudoir der Fürstin, kolorierte Federzeichnung 1860; HABHZ, Foto R. Beck
Blick vom Alkoven auf die Fensterwand des Raums mit Kamin nach der Restaurierung, Februar 2023; BHZ, Foto S. van Everdingen
Chaiselongue nach dem Neubezug und während der Garnierung der originalen Fransenborte und Quasten, November 2022; Foto M. Golle
Stadien der Nachpolsterung unter Verwendung aller originalen Teile und Neubezug der halbrunden Sitzbank in der Werkstatt von Matthias Golle, November 2022; Foto M. Golle
Nachgewebtes und garniertes Seiden-Baumwollmischgewebe mit Kordeln und Fransenborte aus Wolle, Februar 2023; Foto M. Golle
Im Konferenzzentrum des Hauses der Bundespressekonferenz fand am 9. März ein Podium mit dem Titel „Mehr Licht! Aktuelles aus Forschungen zur Geschichte der Hohenzollern des 20. Jahrhunderts“ statt. Dazu hatte Georg Friedrich Prinz von Preußen die Professoren Peter Brandt, Lothar Machtan und Ulrich Schlie sowie die Doktorandin der Technischen Universität Chemnitz, Antonia Sophia Podhraski eingeladen.
In seinem Eingangsstatement nahm Prinz Georg Friedrich noch einmal Stellung zur Rücknahme sämtlicher Anträge seines Hauses nach dem Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz (EALG). Er hoffe, so der Prinz von Preußen, mit der Veranstaltung einen weiteren Beitrag leisten zu können „zur Aufarbeitung unserer wechselvollen Familiengeschichte im 20. Jahrhundert“. Er zeigte sich dankbar, dass sich „Historikerinnen und Historiker seit einiger Zeit verstärkt mit diesem Themenfeld befassen“.
Lothar Machtan stellte seine digitale Sammlung „Quellen zur politischen Biografie des letzten deutschen Kronprinzen unter besonderer Berücksichtigung der 1930er Jahre“ der Öffentlichkeit vor, die ab sofort auf der offiziellen Website des Hauses einzusehen ist. Darin kommt er zu dem Schluß, dass es nicht allein die charakterlichen Mängel des ehemaligen Thronerben allein waren, die ihm den Weg zu politischer Macht verwehrten, sondern es vielmehr strukturelle Problem waren, die seinen Einfluss marginalisierten (Das vollständige Manuskript des Vortrags finden Sie hier.)
Antonia Sophia Podhraski stellte anschließend ihren Werkstattbericht zum Dissertationsthema über Dr. Louis Ferdinand Prinz von Preußen, dem zweitältesten Sohn des ehemaligen Kronprinzen Wilhelm vor. Sie zeichnete dabei den Spannungsbogen von der Kindheit in der Monarchie, seinem Verhältnis zu Nationalsozialismus und Widerstand, bis hin zu seinem gesellschaftlichen, kulturellen und sozialen Engagement als langjähriger Chef des Hauses Hohenzollern in der Bundesrepublik Deutschland nach. Nach einer anschließenden Diskussionsrunde des Podiums stellten sich die Teilnehmer den Fragen des Publikums.
Fotos:
Die Podiumsteilnehmer (von links nach rechts) Prof. Peter Brandt, Antonia Podhraski M.A., Prof. Lothar Machtan, Prof. Ulrich Schlie; GV, Foto M. Lüder
Georg Friedrich Prinz von Preußen während seines Eingangsstatements; GV, Foto M. Lüder
Die Kanone ist das letzte erhaltene von ehemals 14 Geschützen auf der Burg Hohenzollern, welche durch die österreichische Besatzung (ca. 1648-1798) für die während des Dreißigjährigen Krieges zur Festung ausgebaute Burg angeschafft wurde. Das Geschütz aus Bronze wurde 1722 in Nürnberg gegossen und dem kaiserlichen Generalfeldmarschall Prinz Hermann von Hohenzollern-Hechingen (1665-1733) gewidmet. Als Verweis darauf, befindet sich auf der Oberseite ein erhaben aufgelegtes Monogramm mit dem Buchstaben „H“ und darüber eine Kartusche mit dem Entstehungsjahr. Fürstenhut bekrönt ist. Das Rohr ist auf einer mit Eisen beschlagenen Lafette aus Eichenholz montiert. Diese Lafette wurde in den vergangenen 300 Jahren mehrmals erneuert, zuletzt 1985. Jahrzehntelange Witterungseinflüsse setzten dem Holz empfindlich zu, so dass eine Erneuerung dringend notwendig wurde. Unter Verwendung von großen Teilen der Beschläge wurde das Holz der Lafette von dem Wagner Andreas Hauck im bayerischen Großrohrsdorf erneuert. Zuvor musste das mehrere 100 Kilo schwere Geschützrohr abgenommen und deponiert werden. Für die neue Lafette verwendete Hauck das Holz einer 200 Jahre alten Stieleiche. Die Eisenreifen wurden neu geschmiedet, ebenso wie die Speichen der Räder, die mit einem sogenannten „preußischen Schliff“ versehen worden sind.
Seit dem 1. März dieses Jahres ist die Kanone wieder vollständig im Hof der Burg Hohenzollern zu bewundern.
Vor 25 Jahren: Ein Stammtisch, bestehend aus sieben Schlossführern der Burg Hohenzollern war letztendlich ausschlaggebend für die Gründung eines besonderen Kulturvereins. Am 8. August 1997 wurde der Freundeskreis der Burg Hohenzollern e.V. ins Leben gerufen.
Die zahlreichen Besucher der Burg Hohenzollern tragen ausschließlich zum Erhalt der Anlage und der über 200 Arbeitsplätze des Betriebes bei. Doch neben wichtigen baulichen Instandhaltungsmaßnahmen im Bereich von Mauern, Türmen und zahlreichen infrastrukturellen Maßnahmen, kam die Sanierung der Innenräume auf der Burg oftmals zu kurz.
Sich dem Erhalt der kunsthistorisch bedeutenden Raumkunstwerke und ihrer Ausstattung und anzunehmen, ist dann auch die Kernaufgabe des heute deutlich über 600 Mitglieder zählenden Vereins geworden.
In fast allen Bereichen der architektonisch gefassten Innenräume ist der Verein in einem Vierteljahrhundert durch finanzielles Engagement tätig geworden. Die Wiederherstellung der Bibliothek, der Evangelischen Christuskapelle und der jüngst wieder eröffneten Fürstenwohnung zählen zu den bisher aufwendigsten Projekten.
Die Wiederherstellung der textilen Ausstattung der Innenräume ist eine weiterer Schwerpunkt der Vereinsarbeit. Die technische Innovation des 19. Jahrhunderts u.a. im Bereich der Textilherstellung hat der Burg Hohenzollern eine vielfältige und überaus reiche Ausstattung mit Velouren, Seiden und technisch aufwendigen Wollstoffen in großer Farbenvielfalt beschert. Das vergängliche Medium der Textilien konnte in wichtigen Räumen rekonstruiert und dem Besucher wieder zugänglich und verständlich gemacht werden.
Ein wichtiges Standbein der Vereinsarbeit sind die vielfältigen Studienreisen, die in bewährter Weise von Vorstandsmitglied Ulrich Feldhahn seit vielen Jahren durchgeführt werden.
Die Arbeit des Freundeskreises finanziert sich aus den Spenden der Vereinsmitglieder, Einnahmen durch Verkäufe bei Weihnachtsmärkten und seit dem vergangenem Jahr auch durch das Bewirtschaften des Kira-Cafés anlässlich der Königlichen Winterzaubers auf der Burg Hohenzollern.
Am 8. Oktober konnte im Rahmen eines Festakts im Grafensaal der Burg Resümee über die ein Vierteljahrhundert währende erfolgreiche Arbeit des Freundeskreises gezogen werden. Dabei wurde Frau Erika Paulsen, langjährige Schlossführerin auf der Burg, zum Ehrenmitglied ernannt.
Georg Friedrich Prinz von Preußen und Vereinsvorsitzender Uwe Schramm würdigten die Arbeit des Vereins und präsentierten zugleich das neueste Projekt des Freundeskreises, die Restaurierung einer Statuette, den Heiligen Michael darstellend, der zur ursprünglichen Ausstattung des Vorzimmer der Fürstenwohnung gehört. Der Burgherr und der Vorsitzende waren sich einig, dass mit der beispielhaften Bewahrung der Burg Hohenzollern zugleich ein Stück deutsch-europäischer Geschichte erzählt wird, lebendig bleibt und Zeugnis von vergangenen Epochen ablegt.
Fotos:
Präsentation des Freundeskreises anlässlich seines 25. Jubiläums am 8. Oktober 2022, mit der restaurierten Statuette des Hl. Michaels, Freundeskreis Burg Hohenzollern, Foto U. Schramm
In einem Kondolenzschreiben an den britischen König Charles III. hat der Chef des Hauses Hohenzollern, Georg Friedrich Prinz von Preußen, die tiefe Trauer seiner Familie über den Tod von Königin Elizabeth II. bekundet. Die Gedanken und Gebete der Mitglieder des Hauses Hohenzollern seien bei König Charles, Königin Camilla und der gesamten britischen Königsfamilie, so der Prinz.
Mit ihrer einzigartigen Persönlichkeit, ihrer Herzlichkeit und ihrem ausgeprägten Pflichtbewusstsein, das stets das Gemeinwohl über Einzelinteressen gestellt habe, sei Ihre Majestät für ihn persönlich ein Vorbild gewesen, so Prinz Georg Friedrich. Schon sein Großvater Prinz Louis Ferdinand (1907-1994) habe ihm von seinen Gesprächen mit Königin Elizabeth stets mit größter Hochachtung berichtet, die sich nach dem 2. Weltkrieg wie wenige andere für die britisch-deutsche Versöhnung eingesetzt habe. Auch er selbst sei zutiefst dankbar, dass er Ihrer Majestät persönlich habe begegnen dürfen, so der Chef des Hauses Hohenzollern weiter. Prinz Georg Friedrich und Prinzessin Sophie hatten Königin Elizabeth und Prinz Philip zuletzt im Rahmen ihres Staatsbesuchs in Deutschland im Juni 2015 getroffen.
Als Zeichen des Respekts seiner Familie hat Prinz Georg Friedrich angeordnet, dass am Tag des Staatsbegräbnisses von Königin Elizabeth II. die britische Flagge auf dem Fahnenturm der Burg Hohenzollern, der Stammburg der Familie, auf Halbmast wehen wird. Es ist das erste Mal, dass die Familie auf diese Weise eines ausländischen Staatsoberhaupts gedenken wird.
Georg Friedrich Prinz von Preußen (*1976) ist ebenso wie Königin Elizabeth II. und ihr im vergangenen Jahr verstorbener Ehemann Prinz Philip (1921-2021) ein direkter Nachkomme der britischen Königin Victoria (1819-1901). Die Deutsche Kaiserin Victoria (1840-1901), die Mutter Kaiser Wilhelms II. (1859-1941), war die älteste Tochter Königin Victorias.
Die Prinzessin Kira von Preußen Stiftung kümmert sich um das Wohl von Kindern – was liegt dann näher, als zum Wohltätigkeitskonzert im 70. Jubiläumsjahr der Stiftung auch Kindern den großen Auftritt zu überlassen? So waren es in diesem Jahr die 30 Sängerinnen und Sänger des Kinderchores der Berliner Staatsoper Unter den Linden, die auf der Burg Hohenzollern das Konzert meisterlich bestritten. Im festlich erleuchteten Grafensaal begeisterte der weltweit erfolgreiche Chor unter der Leitung von Vinzenz Weissenburger mit einem Programm, das thematisch wie musikalisch auf den besonderen Anlass ausgerichtet war: Geschichten von Freundschaft und Abenteuern, von Dankbarkeit, Sehnsucht und der Sorglosigkeit warmer Sommernächte klangen in den facettenreichen Stücken wieder. Die eindrucksvolle Interpretation geistlicher und moderner Gesangsstücke, unter anderem von Wilhelm Berger, Robert Schumann, Johannes Brahms, Gabriel Fauré, John Rutter oder Donald Patriquin, ging den mehr als 200 geladenen Gästen zu Herzen. Viele Freunde und Förderer der Stiftung waren der Einladung gefolgt, um das Konzert zu erleben und bedankten sich mit langanhaltendem Applaus bei den jungen Künstlerinnen und Künstlern.
Beim anschließenden Empfang, der bei angenehm spätsommerlichen Temperaturen auf dem Burghof stattfand, wurden angeregte Gespräche geführt sowie Häppchen und kühlen Getränken gereicht. Während sich der Burghof mit dem Hereinbrechen der Nacht langsam leerte, waren die jungen Musiker eingeladen in den Stiftungsräumen der Burg Hohenzollern zu übernachten – ein besonderes Erlebnis für die Kinder.
Ganz herzlich dankt die Stiftung allen Mitwirkenden des Kinderchores sowie der Staatsoper Unter den Linden für ein Jubiläums-Konzert, das noch lange in schöner Erinnerung bleiben wird. Unser Dank gilt ebenfalls der Sparkasse Zollernalb, die diesen Auftritt mit einer großzügigen Spende unterstützt und damit ermöglicht hat.
Zur Einweihung der Burg Hohenzollern am 3. Oktober 1867 war der spätere Kaiser Wilhelm I. (1797 – 1888) persönlich anwesend. Es handelte sich immerhin um den Stammsitz der Dynastie, der auf Veranlassung des Bruders und Vorgängers König Friedrich Wilhelm IV. (1795 – 1861) in siebzehnjähriger Bauzeit wiedererrichtet worden war. Es war bereits die dritte Burganlage auf dem Zollerberg, für die am 23. September 1850 die Grundsteinlegung stattgefunden hatte. Der Hammer und die Schaufel, die bei der Grundsteinlegung verwendet wurden, befinden sich heute im Burgarchiv. Zur Bestimmung der im Wiederaufbau befindlichen dritten Burg heißt es in der Grundsteinurkunde:
„Die bauliche Herstellung der Burg Hohenzollern soll (…) den Zweck haben, einen festen Posten zu gewinnen, (…) einen vollständig gesicherten Aufenthalt – ein Refugium – und (…) das Mittel (…), von hier aus einen Einfluss auf die Fürstenthümer auszuüben (…).“
Grundsteinurkunde, 1850
In der Urkunde wird somit die Absicht König Friedrich Wilhelms IV. deutlich, aus den Ruinen der seit über fünfzig Jahren verfallenden Veste einen Ort der Repräsentation und der Besitzstandssicherung für die 1849 nach Preußen eingegliederten Fürstentümer Hohenzollern-Hechingen und Hohenzollern-Sigmaringen zu schaffen, der zugleich als privater Rückzugsort genutzt werden sollte. Noch vor Beginn des Wiederaufbaus wurde eine Teilung der Baukosten zwischen der Brandenburg-Preußischen (zwei Drittel) und den fürstlichen Linien (ein Drittel) getroffen, die sich bis heute in den Eigentumsverhältnissen fortsetzt. Welch bedeutende Vorrangstellung dabei dem Bauwerk auf dem Zollerberg zukam, wurde auch am 23. August 1851 nochmals deutlich, als es in den Ruinen der Burg zur Erbhuldigung vor Friedrich Wilhelm IV. kam, die in einem Gemälde von Paul Bürde von 1855 festgehalten ist.
Bei der Konzeption der dritten Burg bestand die Herausforderung des Architekten Friedrich August Stüler darin, basierend auf den Ideen des Freiherrn Rudolf von Stillfried-Ratonitz die ehemaligen Elemente des alten Baws der mittelalterlichen Burg in den Neubau zu integrieren und dabei eine wehrhafte Burg zu vollenden, die zudem den ästhetischen Ansprüchen des kunstsinnigen preußischen Herrschers entsprach.
Dass der Wiederaufbau der Burg auf dem Gipfel des Zollerbergs, gestützt von Bastionsmauern, sowohl statisch als auch architektonisch keine einfache Aufgabe gewesen ist, können bald auch die AFOBs (Adult Friends of Bricks) nachvollziehen. Bereits zu Beginn des Jahres 2022 waren der Inhaber Klaus Kiunke und drei Mitarbeiter der Firma Blue Brixx, die unter anderem Sets historischer Burgen und Schlösser aus Noppensteinen entwirft und vertreibt, auf der Burg zu Gast und konnten sich für ihre Konstruktionsarbeit einen Eindruck von Hochschloss, Bastion und Auffahrtsanlage verschaffen.
Ziel des Projektes von Blue Brixx ist es, einen möglichst nah am Original beschaffenen Nachbau aus Noppensteinen zu entwerfen, der dem großen und national bedeutenden Baudenkmal sowie dem hohen Ansprüchen der AFOBs gerecht wird. Dabei greifen die Entwickler auf die originalen Baupläne der Burg zurück. Dass die überaus detailreichen Informationen der historischen Baupläne und Unterlagen die Entscheidungen für die Größenverhältnisse des Modells nicht einfacher gestaltet, wird in den Videos deutlich, die erstmals einen Einblick hinter die Kulissen der Erstellung eines Klemmbausteinsets erlauben. Zu Wort kommen dabei in Interviews neben Prinz Georg Friedrich von Preußen, auch die Leiterin der Burg Frau Dr. Anja Hoppe sowie verantwortliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich seit Jahren mit der Burg und ihren bautechnischen Herausforderungen auseinandersetzen.
Ein erster Entwurf der Burg in digitaler Form besteht bereits. Einen Einblick in die Arbeit und den weiteren Prozess erhalten Sie unter: Blue Brixx – Projekt Burg Hohenzollern. Wann der Nachbau der Burg erhältlich ist, steht noch nicht fest – natürlich wird er auch im Burgshop angeboten werden: ein Modell der Burg Hohenzollern zum Mitnehmen und Nachbauen – Stein für Stein.
Die ersten Geflüchteten aus der Ukraine haben in den Räumen der Prinzessin Kira von Preußen Stiftung auf der Burg Hohenzollern eine sichere Unterkunft gefunden. Den Anstoß dazu gegeben hat eine Initiative der Firma BlueBrixx und der Prinzessin Kira von Preußen-Stiftung. Seither ist das Netzwerk der Unterstützer stetig gewachsen: „Ich bin froh und dankbar, dass die jungen Gäste mit Ihren Pflegemüttern nach den furchtbaren Strapazen wohlbehalten angekommen sind. Es hat mich tief beeindruckt, wie tapfer sie mit der Situation umgehen. Neben Herrn und Frau Kiunke von der Firma BlueBrixx gilt mein Dank allen, die seither mit so großem Engagement geholfen haben. Danken darf ich auch den zahlreichen Spenderinnen und Spender, die mit Ihren Zuwendungen die Stiftungsarbeit unterstützen“, so Prinzessin Sophie, Vorstandsvorsitzende der Stiftung.
Mehrere Burg-Mitarbeiter hatten die Räumlichkeiten der Stiftung auf der Burg Hohenzollern vorbereitet und erste Lebensmittel eingekauft. Bei der Ankunft der Gruppe stellten sie fest, dass die beiden Pflegefamilien nur sehr wenig Gepäck dabeihatten. Über private Kontakte zu Verwandten, Freunden und Nachbarn sowie über soziale Medien konnten sie aber in wenigen Stunden so viele Kleiderspenden generieren, dass die ukrainischen Gäste schnell mit ausreichend Wechselkleidung versorgt werden konnten. Auch zahlreiche Spielsachen kamen zusammen, um den Kleinen die Fluchtsituation etwas zu erleichtern. „Die spontane Hilfsbereitschaft von allen Seiten ist überwältigend“, so Burg-Mitarbeiterin Carmen Soudani, die der Gruppe in der Kira-Stiftung zur Seite steht.
Spontane Hilfsbereitschaft signalisierten auch mehrere Firmen und Einrichtungen aus der Region. Klaus Koch, Betreiber mehrerer Edeka-Märkte im Zollernalbkreis, sagte auf Anfrage sofort zu, die Gruppe mit Lebensmitteln zu versorgen. Jürgen Müller und Hubert Rapp vom Hechinger Verein „Kinder brauchen Frieden e.V.“ steuerten 2300 Euro für notwendige Anschaffungen bei, etwa für Schulmaterial. Mitarbeiter der Firma Solar-Log aus Binsdorf stellten für alle Kinder und die beiden Mamas je einen Kulturbeutel mit Hygieneartikel zusammen. Intersport Rebi unterstützt die neu Angekommenen mit Bekleidung. Das Hechinger Schuhhaus Weith sponserte warme Hausschuhe.
Seither haben sich die Kinder auf der Burg zurecht gefunden und – unterstützt durch die Mitarbeiterinnen und Ehrenamtlichen – mehrere Ausflüge unternommen, wie beispielsweise auf den Roßberg oder zu einem Heimspiel der Handball Spielgemeinschaft Albstadt (HSG Albstadt). Dort erhielten die Kinder freien Eintritt zum Spiel und eine Einladung zum Mittagessen. Darüber hinaus wurde von der HSG ein Kuchenverkauf zugunsten der Stiftung organisiert.
Ihren Ausgang nahm die Aktion Ende Februar, als sich die Situation in der Ukraine dramatisch zuspitzte. Klaus Kiunke und seine Frau Elke wollten helfen und starteten einen Aufruf über Ihre Netzwerke. Georg Friedrich Prinz von Preußen und Sophie Prinzessin von Preußen sagten sofort zu, dass Geflüchtete aus der Ukraine einen sicheren Platz in den Räumen der Prinzessin Kira von Preußen Stiftung auf der Burg Hohenzollern bekommen könnten.
Zunächst war es schwierig, den Kontakt aufrecht zu erhalten: „Wir habe immer wieder SMS bekommen, in denen die Betreuer mitteilten, dass sie gerade nicht telefonieren können, da sie wegen Beschuss im Bunker sitzen müssen“, erzählt Klaus Kiunke. Doch nach mehreren Tagen konnte eine Gruppe aus Saporischschja aufbrechen. Die beiden Pflegemütter Elena Pauls und Ksenia Melashchenko schafften es mit ihren neun Kindern im Alter von sechs bis 17 Jahren per Zug – teilweise mit 16 Personen in einem Viererabteil – bis zur ukrainisch-polnischen Grenze. Dort wurden sie von zwei polnischen Busfahrern erwartet, die das Ehepaar Kiunke über ein polnisches Busreiseunternehmen engagiert hatte. Mit einem Kleinbus ging es weiter zur Burg Hohenzollern nach Baden-Württemberg. Insgesamt vier Tage war die Gruppe unterwegs, bevor sie völlig erschöpft auf der Burg ankam.
Der Tod Anastasias am 11. März 1922 im französischen Èze und die anschließende Beisetzung im Helenen-Paulownen-Mausoleum in Ludwigslust (Mecklenburg) ließen noch einmal den Glanz des 19. Jahrhunderts und insbesondere des ehemaligen Zarenreiches erahnen, dass durch den ersten Weltkrieg untergegangen war und welcher die Großherzogin von ihren drei Kindern und diese wiederum voneinander trennte. Ihr Begräbnis sollte ihre Nachkommen, den letzten mecklenburgischen Großherzog Friedrich Franz IV. und seine Schwestern die dänische Königin Alexandrine, die Großmutter der heute regierenden Königin Margarethe II. und Cecilie die vormalige Kronprinzessin des Reichs und von Preußen wieder zusammenführen.
Die 1860 in der russischen Hauptstadt geborene Anastasia Michailowna war die einzige Tochter des Großfürsten Michail Nikolajewitsch von Russland, eines Sohnes Kaiser Nikolaus I. und seiner Gemahlin Prinzessin Charlotte von Preußen. Sie verbrachte ihre Kindheit in Tiflis am Kaukasus, wo ihr Vater Vizekönig und Gouverneur des Zaren war. Die Saison verbrachte die Familie in St. Petersburg, wo die Familie große Paläste und Sommerschlösser besaß.
Bereits 1878 wurde die Ehe mit ihrem Cousin, dem mecklenburgischen Erbgroßherzog Friedrich Franz (III.) arrangiert, dessen Schwester Marie wenige Jahre zuvor den Großfürsten Wladimir geheiratet hatte. Überhaupt war die Beziehung zwischen dem russischen und mecklenburgischen Herrscherhaus sehr eng und wurde seit dem 17. Jahrhundert durch zahlreiche Hochzeiten intensiviert. Dabei mag es eine Rolle gespielt haben, dass das Haus Mecklenburg, seine Wurzeln auf das legendäre slawische Königsgeschlecht der Obrotriten zurückführen konnte.
Das Leben am mecklenburgischen Hof empfand Anastasia als einengend und die bereits entwickelte Krankheit ihres Mannes, er litt unter Asthma und Herzproblemen, nutzte das Paar, sich zunehmend von Schwerin und Norddeutschland zu entfernen. Die meiste Zeit des Jahres hielten sich daher Anastasia und Friedrich Franz in Italien und Südfrankreich auf, weil das milde Klima die Krankheitssymptome des 1883 an die Regierung gelangten Großherzogs linderte. Das steife Hofleben behagte beiden Partnern nicht, die völlig unterschiedlich in ihren Interessen und Lebensentwürfen, hier eine verbindende Gemeinsamkeit hatten. Von ihren Standesgenossen wurde der unkonventionelle Lebenswandel des Großherzogspaares zunehmend als skandalös empfunden, wozu ein luxuriöses Leben im Kreise einer ausgewählten High Society in der an der französischen Mittelmeerküste gelegenen Villa Wenden in Cannes ebenso dazugehörte, wie ausgedehnte Aufenthalte in Italien und der Schweiz.
Anastasia und Friedrich Franz waren in Mecklenburg wenig populär, die Großherzogin regelrecht verhasst. Selbst wenn sich der regierende Großherzog und seine Frau in Mecklenburg aufhielten, meist fünf Monate im Frühjahr und Sommer, dann in der Regel nicht im Schweriner Schloss, sondern auf den zahlreichen Jagdsitzen. Meist hielt sich die Familie in Schloss Gelbensande auf, welches die Großherzogin erbauen ließ und das durch seine Nähe zur Ostsee zu einem wahren Familienparadies avancierte, wie ihre Tochter die spätere Kronprinzessin Cecilie einmal schrieb.
Der skandalumwitterte Tod ihres Mannes 1897, der Suizid beging und ein uneheliches Kind, das sie ein paar Jahre später von ihrem Privatsekretär Paltow erwartete, ruinierten den gesellschaftlichen Ruf der Großherzogin, was sie jedoch nicht weiter kümmerte.
Der Schwiegervater ihrer Tochter Cecilie, Kaiser Wilhelm II., ebenfalls ein Vetter Anastasias, empfing die Großherzogin auf Grund ihres Lebenswandels überhaupt nur zweimal am Berliner Hof.
Ihre verschwenderischen Ausgaben wurden zu einer Belastung für die Schatulle ihres Sohnes, der seit dem Tod seines Vaters Großherzog war. Die intelligente, gebildete, freigeistige und sportbegeisterte Frau pflegte Kontakte zu einflussreichen Politkern, Künstlern, Schriftstellern und Sportlern über alle Standesgrenzen hinweg. Otto von Bismarck zählte sicher zu ihren bedeutendsten Gesprächspartnern.
In den späteren Jahren wurden die Aufenthalte in Deutschland, dem sie zeitlebens nur wenig Sympathie entgegenb brachte, immer seltener. Abwechselnd lebte Anastasia in London, Paris und St. Petersburg. Der Ausbruch des Krieges machte es notwendig, dass sie sich für einige Jahre in die Schweiz zurückzog, da sie als „Ausländerin“ in Deutschland wenig willkommen war. Zuvor hatte sie ihrem Vetter, dem russischen Zaren Nikolaus II., dessen jüngster Tochter Anastasia sie Patin gestanden hatte, noch geschrieben: „…ich hoffe, dass der Krieg nicht geschehen wird, und wir eines Tages uns alle wieder sehen.“ Dieser Wunsch sollte nicht Erfüllung gehen. Nikolaus und seine Familie wurden Opfer der Bolschewiki und auch der Blutzoll unter Anastasias nächsten Verwandten, drei von ihren fünf Brüdern wurden in Folge der russischen Revolution hingerichtet, war besonders hoch.
Noch während des Krieges ließ sie sich seit 1915 und unbeeindruckt von den enormen Kosten, eine neue Villa „Fantasia“ in Èze errichten, welche direkt am Mittelmeer lag und wo sie wenige Jahre nach dem Ende des Krieg verstarb. Ihre Villa in Cannes hatte sie bereits zuvor als Lazarett für die französische Armee zur Verfügung gestellt.
Am 11. März wurde dieser außergewöhnlichen Frau an ihrem Grab in Ludwigslust mit einer Andacht und einem Friedensgebet gedacht. Georg Friedrich Prinz von Preußen ließ zu diesem Anlass einen Kranz am Grab seiner zweifachen Urgroßmutter niederlegen.
Fotos:
Stellrahmen mit Fotografie der Großherzogin Anastasia Michailowna von Mecklenburg-Schwerin, Arbeit von Carl Fabergé (Meister Anders Nevalainen), BHZ, Foto R. Beck
Großherzogin Anastasia Michailowna mit ihren Kindern (v. l. n. r.) Alexandrine, Friedrich Franz (IV.) und Cecilie, HABHZ, Foto F. Henschel (Schwerin)
Innenraum des Helenenmausoleums in Ludwigslust mit Grablege der Großherzogin, 11. März 2022, GVHP, Foto M. Langer
Das Geschenk eines Ehepaares aus der Nähe von New York an Georg Friedrich Prinz von Preußen stellt eine kleine Sensation dar.
Das Porträt Kaiser Wilhelms II. von der Hand des amerikanisch-schweizerischen Künstlers Adolfo Müller-Ury aus dem Jahr 1909 galt nämlich lange Zeit als verschollen.
Erhalten ist auch die im Potsdamer Neuen Palais während einiger Sitzungen angefertigte Vorstudie, welche sich heute im Besitz der Max-Planck-Gesellschaft (ehemals Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft) in Berlin befindet.
Das Bildnis zeigt den Kaiser in der Uniform des 1. Leib-Husaren-Regiments Nr. 1, dass seinerzeit in Danzig-Langfuhr (heute Polen) stationiert war. Seit 1911 diente auch der vormalige Deutsche und Preußische Kronprinz Wilhelm (1882-1951) in diesem Regiment. Es wurde von König Friedrich dem Großen errichtet. Auf Grund des markanten Mützenemblems gingen die Mitglieder des Regiments als „Totenkopfhusaren“ in die Geschichte ein. Die Uniform gehörte sicherlich zu den fantasievollsten ihrer Art innerhalb der preußischen Armee. Teile der Uniform Wilhelms II. haben sich in den Sammlungen des Hauses Hohenzollern und in Haus Doorn, dem Exilsitz des Kaisers, erhalten.
Der gebürtige Schweizer Müller-Ury erhielt seine Ausbildung in Stans, München, Rom und Paris, bevor er 1884 nach Amerika ging und schließlich zu einem Porträtisten der New Yorker High Society avancierte. Neben dem Bildnis Kaiser Wilhelms II. gehören zahlreiche Porträts amerikanischer Präsidenten zu seinen Hauptwerken.
Das Porträt erinnert auch an die deutsch-amerikanischen Beziehungen und vor allem an die große Deutsche Community in New York zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Im Stadtteil Manhattan befand sich „Little Germany“, der deutschsprachige Bezirk von New York. Unweit davon lag die Universität von Columbia, welcher 1911 der Eigentümer der deutschsprachigen Zeitung in New York, Herman Ridder, das Gemälde für die Ausstattung des „Deutschen Hauses“ stiftete.
Nach dem Eintritt der USA in den ersten Weltkrieg 1917 wurde das Porträt – Deutschland war nun Kriegsgegner – abgenommen und in das Depot der Universität verbannt, ein paar Jahre später sogar aus den Sammlungen ausgeschieden. 1962 befand es sich im Besitz des Restaurators und Sammlers Carlo Wilson Reffi, der es zuvor bei einem New Yorker Trödelhändler erworben hatte. Danach verlor sich seine Spur, bis vor einem Jahr die heutigen Eigentümer des Gemäldes an die Generalverwaltung herantraten, um es dem Prinzen von Preußen als Geschenk anzubieten. Das Ehepaar hatte das Porträt in den 1970er Jahren im Handel erworben. Nach seiner Restaurierung soll das Gemälde künftig auf der Burg Hohenzollern präsentiert werden.
Die Tore zum Winterzauber haben sich zuletzt am 9. Januar geöffnet, bei der die weihnachtliche Stimmung die Besucherinnen und Besucher begeistern konnte. Seither ist die Burg Hohenzollern für mehrere Wochen geschlossen. Zu Ostern soll das Adlertor dann wieder geöffnet werden. UPDATE: Ab 5. Februar ist an den Wochenenden das burgeigene Café Restaurant geöffnet.
Geplant war, dass das Gastro-Team des Café Restaurants Burg Hohenzollern während der Burg-Schließzeit das Hechinger Restaurant Stadthalle Museum im Februar und März als Pop-up-Restaurant betreibt. Dieser Umzug findet nun nicht statt. „Allerdings kann ab dem 5. Februar samstags und sonntags die Baustelle so eingerichtet werden, dass Fußgänger das Adlertor passieren und somit auf die Außenanlage und ins Burg-Restaurant gelangen können“, erklärt Burgverwalterin Anja Hoppe. Bis 10. April stehen an den Wochenenden einem kulinarischen Burgbesuch also die Burgtore jeweils von 10 bis 17.30 Uhr offen. Und zu eben dieser Zeit bewirtet auch das Restaurant mit einer klassischen Speisekarte sowie mit Kaffee und Kuchen. „Nun müssen die Zollernälbler doch wieder den Burgberg erklimmen, um ein Schnitzel zu essen. Dafür aber ist der Eintritt zur Burganlage frei, ganz so, wie es früher im Winter älleweil war“ schmunzelt die Burgverwalterin.
Grund für die wochenlange Schließung der Schauräume ist eine Baustelle im Rahmen der langjährigen Burgmauer-Sanierung, die wochentags den Burgeingang blockieren wird. Denn nur wenige Meter neben dem Adlertor soll nun im kommenden Bauabschnitt der geplante Aufzug an der Burgmauer entstehen. Und eben hierzu muss auf dem Areal vor dem Adlertor eine Plattform errichtet werden. „Das erfordert entsprechende bauliche Maßnahmen mit Erdbewegungen und schwerem Gerät“, erklärt Burgverwalterin Dr. Anja Hoppe. Das sei leider nicht kompatibel mit einem sicheren Besucherbetrieb. Wenn die Bauarbeiten wetterbedingt nach Plan vonstattengehen, soll die Burg zu Ostern wieder Besucherinnen und Besucher empfangen können. „Wir verabschieden uns nun von unseren Gästen mit den wunderschönen Eindrücken des Winterzaubers, blenden die nassgrauen Monate aus und melden uns dann mit einer österlich dekorierten Frühlingsburg zurück“, so die Burgverwalterin mit einem Augenzwinkern. Ab Gründonnerstag, 14. April 2022, will die Burg ihren regulären Besucherbetrieb inklusive Besichtigung der Schauräume wieder aufnehmen.
An den Wochenenden an denen die Aktion läuft, wird kein Eintritt erhoben und am Eingangstor werden lediglich die Daten der aktuell geltenden Corona-Verordnung abgefragt, die für einen Restaurantbesuch vorgeschrieben sind. Auch für den Parkplatz fallen keine Gebühren an. Und wem der Fußmarsch zwischen Parkplatz und Adlertor zu beschwerlich ist, der kann den kostenpflichtigen Pendelbus nutzen, der an den Wochenenden von 11:00 bis 18:00 Uhr im Einsatz ist. Fahrkarten gibt es direkt beim Busfahrer. Reservierungen nimmt das Restaurant telefonisch unter 07471/2345 entgegen.
Auf den Winterzauber blickt Anja Hoppe mit ihrem Burg-Team stolz zurück: „Unser Konzept ist aufgegangen. Wir sind überglücklich, dass wir unsere zauberhaften Weihnachtsdekorationen und Illuminationen dieses Mal einem Publikum zeigen konnten.“ Zur Erinnerung: Im vorigen Jahr musste die Burg aufgrund des Lockdown just in dem Moment schließen, als die Vorbereitungen für den Winterzauber abgeschlossen waren. „Wir sind zufrieden mit den Besucherzahlen. Natürlich hatten wir bei Weitem nicht so viele Besucher wie einst bei unseren Weihnachtsmärkten, aber gerade das ist ja auch der Kern des neuen Konzepts. Unsere Gäste sollten sich in dieser besonderen Situation dennoch wohl und sicher fühlen können. Das haben wir erreicht, indem wir über unser Online-Ticket-System die Eintrittszahlen reduzierten und kein Gedränge entstehen konnte“, erläutert Hoppe.
Der Winterzauber samt neuem Konzept soll der Burg auch in den kommenden Jahren erhalten bleiben. Das bedeutet: Auch künftig wird es keinen Weihnachtsmarkt mehr auf dem Zoller geben. Zumindest so lange, bis auch die Auffahrtsanlage der Burg fertig saniert ist. Wie die Burgmauer ist auch die Auffahrtsanlage in die Jahre gekommen und muss von zusätzlichen Strapazen verschont bleiben. Und der Auf- und Abbauverkehr eines Weihnachtsmarktes wären eine eben solche zusätzliche Strapaze.
Text/Bilder: Roland Beck/Burg Hohenzollern
Update vom 27. Januar 2022 – Restaurant an den Wochenenden geöffnet
„Ohne den Turm könnte diese Kirche überall stehen, in Caracas oder Brasilia, mit dem alten Turm nur in Berlin“
Sie ist heute nicht nur ein Denkmal des zerstörten und wiederaufgebauten Berlins, sondern auch ein Symbol der Versöhnung mit der eigenen Geschichte – die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin. Am 19. Dezember wurde im Rahmen eines Festgottesdienstes der Neuweihe einer der symbolträchtigsten Kirchen Deutschlands vor sechzig Jahren gedacht.
Der pompöse Vorgängerbau, die im romanischen „Reichsstil“ zwischen 1891-1895 auf Veranlassung Kaiser Wilhelms II. für seinen Großvater Wilhelm I. errichtete Gedächtnisskirche war 1943 schwer beschädigt und 1956 teilweise abgerissen worden. Der ein Jahr später ausgelobte und von Egon Eiermann gewonnene Architektenwettbewerb sah zunächst auch den Abriss der alten Turmruine vor, was jedoch von Berliner Bürgern verhindert wurde. Der abgeänderte Entwurf sah schließlich den Erhalt des Turmes mit der Vorhalle, eine Art Ruhmestempel des Hauses Hohenzollern, einem neuen Kirchenbau in Form eines Oktogons, dem Turm sowie einem Gemeindezentrum vor. Eiermann platzierte alle baulichen Elemente auf einem erhöhten, mehrstufigen Plateau. Das Innere der Kirche lebt von dem intensiven blauen Licht, welches der französische Glaskünstler Gabriel Loire durch mehrheitlich blaue, zerschlagene Glassteine schuf, die er in Betongitter einfügte.
Das neue Glockenspiel wurde von dem zuvor in das Kuratorium der Stiftung Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche berufenen Dr. Louis Ferdinand Prinz von Preußen komponiert, der als Enkel des Stifters Wilhelms II. am Wiederaufbau der Kirche lebhaften Anteil genommen hatte. Nicht zuletzt in Erinnerung an dieses starke Engagement des Prinzen für den Wiederaufbau dieses auch unter familiengeschichtlichen Aspekten so wichtigen evangelischen Kirchenbaus, befindet sich seitdem in einem der Fenster das Monogramm von Prinzessin Kira Kirillowna, der Frau Prinz Louis Ferdinands.
Das die Kirche nicht nur Ort des friedlichen Gedenkens und des Gebets ist, hat die Terrortat vom 19. Dezember 2016 gezeigt, bei der 13 Menschen auf dem Weihnachtsmarkt vor der Kirche starben und weitere 67 Personen zum Teil schwer verletzt wurden. Trotz oder gerade wegen dieses Ereignisses in ihrer unmittelbaren Nähe, ist die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche heute nicht nur ein aktueller, sondern auch national bedeutsamer Gedenkort von großer Symbolkraft geworden.
Das feuervergoldete Tafelsilber mit einem zugehörigen Glasservice war das Hochzeitsgeschenk der preußischen Städte („Städtesilber“) und Provinzen an den preußischen Prinzen Wilhelm, dem späteren Deutschen Kaiser und König von Preußen Wilhelm II. (1859-1941) und an seine Frau Prinzessin Auguste Viktoria zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (1858-1921), am 27. Februar 1881. Zum Zeitpunkt der Hochzeit war das Service noch nicht fertiggestellt, vielmehr wurden dem jung vermählten Paar nur die vergoldeten Modelle präsentiert.
Das Service wurde bis zum Ende der Monarchie 1918 nur außerordentlich selten, bei Hochzeiten der Kinder des Kaiserpaares, Taufen, wichtigen Staatsbesuchen oder zu besonderen Anlässen, wie dem 200. Jahrestag der Gründung des preußischen Königreiches verwendet.
Die Gestaltung nach Entwürfen Adolf Heydens lehnt sich formal an die barocke Formensprache des frühen 18. Jahrhunderts an, lässt jedoch bereits den nur wenige Jahre später aufkommenden Jugendstil erahnen. Das gesamte Service war zunächst für 50 Personen bestimmt und umfasste ursprünglich über 800 Einzelteile. Die in Silber getriebenen, gegossenen, ziselierten und feuervergoldeten Teile wurden von den Firmen Daniel Vollgold & Sohn und Sy & Wagner zwischen 1881 und 1883 in Berlin gefertigt sowie in zwei großformatigen Prachtbänden publiziert. Die größten und prunkvollsten Tafelaufsätze, die Wilhelm II. nach seiner Abdankung nicht mit in sein holländisches Exil folgten, wurden in Folge des zweiten Weltkriegs zerstört.
Wir danken dem Museum Haus Doorn, der Exilresidenz Wilhelms II., für die großzügige Unterstützung und die Möglichkeit, den größten Teil der verbliebenen Stücke des Städtesilbers für fast ein Jahr im Grafensaal auf der Burg Hohenzollern zu präsentieren.
Eine der bedeutendsten europäischen Grablegen wird derzeit umfassend saniert und neugestaltet. Über einen mit Spanplatten und Schutzfolien bedeckten Boden führt der Blick durch die Stäbe der bauzeitlichen Bronzegitter am Eingang der Hohenzollerngruft unter dem Berliner Dom. Zu sehen sind hier derzeit jedoch keine prunkvollen Sarkophage, sondern – gut ausgeleuchtet – Leitern, Abluftschläuche, Stützbalken und ein Radlader. In der ehemals Königlichen Gruft im Sockelgeschoss des Berliner Doms werden seit über einem Jahr umfangreiche Bau- und Sanierungsmaßnahmen vorgenommen, die eine Neukonzeption bei der musealen Vermittlung, neuer Klimatechnik sowie einen barrierefreien Zugang vorsehen. Dabei gilt es, die Würde des Ortes als Grablege zu bewahren und durch die Neukonzeption heutigen Besuchern die Möglichkeit der Einführung in die Thematik als Ruhestätte einer der wichtigsten europäischen Dynastien zu geben.
Bei einer Begehung der Baustelle ist davon bisher noch nicht viel zu erkennen, da die Gruft für die andauernden Arbeiten beräumt werden musste. Nur zahlreiche temporäre Öffnungen in den Decken, durch welche die Kanäle der neuen Klimatechnik in den Hohlraum zwischen Predigtkirche und der Grablege eingeführt werden, fallen sofort auf. Für die Sarkophage, die in Teilen seit 1994 und ab 1999 in Gänze durch Besucherinnen und Besucher besichtigt werden konnten, war es nicht der erste Umzug. Die Grablege der Hohenzollern befand sich seit 1535 in der zur Oberhof- und Domkirche umgestalteten Dominikanerklosterkirche auf der Schlossfreiheit, anschließend wurden sie in den durch König Friedrich II. nach Entwürfen von Knobelsdorf und Boumann d. Ä. zwischen 1747-1750 errichteten Vorgängerbau des heutigen Doms überführt. Noch vor dem Abriss der alten Domkirche wurden die Sarkophage 1892 in die Interimskirche am Monbijoupark überführt, wo so sie bis zur Fertigstellung des Neuen Doms am Lustgarten, der bis 1905 nach den Plänen von Julius Raschdorff errichtet wurde, verblieben.
Bis in die späten 1950er Jahre hinein wurde die Gruft von der Generalverwaltung des vormals regierenden Preußischen Königshauses verwaltet, Besucher konnten nach vorheriger Anmeldung die Begräbnisstätte besichtigen. Durch mehrmalige einschneidende Bombenschäden während des Zweiten Weltkriegs wurden auch einige der Sarkophage sehr stark beschädigt und teilweise geplündert. Die Pfarrgemeinde bemühte sich während der DDR-Zeit um die Restaurierung und Sicherung der Sarkophage, u. a. mit Geldern und Spenden aus dem damaligen Westdeutschland, teilweise mit Unterstützung des Hauses Hohenzollern. Eine Restaurierung der Sarkophage wurde in der Nachwendezeit mit finanzieller Unterstützung des Landesdenkmalamtes begonnen. Einige Bestattungen können aufgrund von Kriegseinwirkungen noch nicht abschließend zugeordnet werden. Es ist mit Hilfe des Hauses Hohenzollern geplant, durch Untersuchungen auch diese Wissenslücke zu schließen.
Voraussichtlich Ende 2023 soll es den Besucherinnen und Besuchern wieder möglich sein, die Hohenzollerngruft zu besichtigen, die unter finanziellem Einsatz des Berliner Doms und mit Fördermitteln des Landes Berlin und des Bundes saniert wird.
In der vergangenen Woche konnte Franz Friedrich Prinz von Preußen zusammen mit einem Freund, der Direktorin der Klinik in Meseritz (Międzyrzecz/Polen) einen gebrauchten Bus für Transporte innerhalb des Klinikgeländes übergeben: „Es ist eines von vielen kleinen Hilfsprojekten, die ich in den vergangenen Jahren vermitteln konnte“, so Franz Friedrich Prinz von Preußen.
Alles begann 2013 mit einer Reise in das ehemalige Schlesien, das zum heutigen Polen gehört. In Grünberg (heute Zielona Góra) wurde Franz Friedrich Prinz von Preußen 1944 geboren. Auf Schloss Saabor (heute Zaborze) verbrachte er bis zum Kriegsende 1945 die ersten Lebensmonate bei seiner Großmutter, Prinzessin Hermine von Preußen, der zweiten Gemahlin Kaiser Wilhelms II.
An den Ort seiner Kindheit zog es ihn siebzig Jahre später zurück. Heute befindet sich dort die einzige Kinder- und Jugendpsychatrie des Landes für gegenwärtig achtzig Patienten. Während der Besichtigung des Gebäudes fiel dem Prinzen die völlig unzureichende Ausstattung des Krankenhauses auf, veraltet und in schlechtem Zustand. In Polen befinden sich Kliniken meist in kommunaler Hand, so dass kaum die notwendigen Mittel bereitgestellt werden können, um aktuellen europäischen Standards zu entsprechen. Angesichts dieser Probleme, reifte die Idee, sich hier zu engagieren.
Die Bekanntschaft zu Herrn Daniel Hug, Mitglied des Johanniterordens in der Schweiz, kam dabei dem Prinzen zu Hilfe. Denn in der Eidgenossenschaft müssen alle Krankenhausmöbel nach zehnjähriger Nutzung erneuert und ausgesondert werden. Dabei seien diese Möbel in der Regel in einem sehr guten Zustand, so Prinz Franz Friedrich.
Zunächst konnten die Kliniken in Zielena Góra und Saabor mit neuer Ausrüstung versorgt werden. Seitdem konnten vier weitere Krankenhäuser in der Wojewoodschaft Lebus (Lubuskie), darunter die Fachkliniken in Sprottau (Szprotawa) und Pless (Pszczyna) beliefert werden.
Das nächste Projekt, so Prinz Franz Friedrich, sei die Gründung eines gemeinnützigen Vereins, der die Arbeit auf breitere Füße stellen und effizienter gestalten soll, um damit einen Beitrag für die deutsch-polnischen Beziehungen leisten zu können.
Bildrechte Portrait: Manfred Thomas / PNN
In spätsommerlicher Atmosphäre lud die Prinzessin Kira von Preußen Stiftung Anfang September zum 75. Wohltätigkeitskonzert auf die Burg Hohenzollern ein. Die zahlreichen Gäste erwartete im vom Kerzenlicht erhellten Grafensaal ein Auftritt des Geigenvirtuosen Yury Revich.
Der österreichische Geiger russischer Herkunft präsentierte in Begleitung der Pianistin Kamile Zaveckaite Stücke von Ludwig van Beethoven, Sergei Rachmaninow und Pablo de Sarate. Mit seinen Interpretationen konnte der Virtuose das Publikum nachhaltig begeistern und mit seinem feinfühligen Spiel eine facettenreiche Emotionalität verkörpern.
Im Anschluss an das Wohltätigkeitskonzert konnten die Gäste bei Sonnenuntergang die Atmosphäre der Burg und des Abends genießen. Es war ein gelungenes Zusammentreffen, gerade da das traditionsreiche Wohltätigkeitskonzert im vergangenen Jahr pandemiebedingt ausfallen musste. Umso dankbarer ist die Stiftung den Gästen für Ihre Treue nach einem Jahr Pause und die eingegangenen Spenden, die der Stiftungsarbeit zugutekommen.
Die Prinzessin Kira von Preußen Stiftung macht sich seit Ihrer Gründung 1952 für jungen Menschen stark und schenkt benachteiligten Kindern und Jugendlichen abseits ihres beschwerlichen Alltags Zeit und Raum, um sich zu entfalten und über sich hinauszuwachsen.
Im festlichem Ambiente des Berliner Kronprinzenpalais wurde am 18. August Lothar Machtans Buch „Der Kronprinz und die Nazis“ vorgestellt. Dazu hatte der Verlag Duncker & Humblot eingeladen.
Unter den Gästen befanden sich neben Mitgliedern des Deutschen Bundestages, namhaften deutschen Historikern und Vertretern kultureller Einrichtungen, auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, der als Privatmann gekommen war, sowie die Ministerin für Finanzen und für Europa des Landes Brandenburg Katrin Lange.
In den Grußworten von Verleger Dr. Florian Simon, Peter Altmaier und Georg Friedrich Prinz von Preußen, war von Verantwortung vor der eigenen Geschichte die Rede, der man sich schonungslos stellen muss. Ein unschönes Thema erfordere Mut, wenn man sich ihm stellen wolle, so der Prinz von Preußen. Gerade wenn es um die eigene Familiengeschichte geht.
In einer anschließenden Diskussion zwischen Anja Reschke (NDR) und Professor Lothar Machtan stellte der Autor das Ergebnis seiner Forschungen vor.
Die vollständige Veranstaltung können Sie gerne nachverfolgen:
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Grußwort von Georg Friedrich Prinz von Preußen (10:55) zum Download
Es gilt das gesprochene Wort.
Bildnachweis: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jens Kalaene
Es handelte sich wohl um eine der umstrittensten geschichtspolitische Aktionen kurz nach der deutschen Wiedervereinigung. Die Särge König Friedrich Wilhelms I. und seines Sohnes Königs Friedrich II. wurden aus Baden-Württemberg nach Potsdam überführt. 80.000 Schaulustige und 300 Journalisten säumten am 17. August 1991 den letzten Weg der beiden Preußenkönige.
Eine hitzige Debatte vor allem unter Historikern um das Für und Wider war dem Staatsakt in Potsdam vorangegangen. Sebastian Haffner warnte sogar vor einer Inszenierung eines „neuen Tages von Potsdam“. Von der Teilnahme Bundeskanzler Helmuth Kohls an dem Ereignis sollte schließlich ein Zeichen der Versöhnung der Deutschen mit ihrer eigenen Geschichte ausgehen. Bereits zuvor hatte sich die DDR-Führung unter Erich Honecker um eine – letztendlich erfolglose – Überführung der Särge bemüht. Die Anwesenheit aller Waffengattungen der Bundeswehr stieß in Teilen der Bevölkerung auf Kritik, Gegendemonstranten bezeichneten die Aufbahrung und anschließende Beisetzung gar als „einen Mummenschanz“.
Mit der Beisetzung Friedrichs II. und seines Vaters endete auch eine fast vierzigjährige Odyssee ihrer sterblichen Überreste. Sie begann 1943 mit der Überführung der Särge aus der Gruft der Potsdamer Garnisonkirche in das Luftwaffenhauptquartier in Potsdam-Eiche, später wurden sie zusammen mit den Särgen Hindenburgs und seiner Frau in ein Salzbergwerk nach Bernterode verbracht. Nach der Besetzung Thüringens durch amerikanische Truppen wurden die Sarkophage geborgen, zunächst in das Staatsarchiv Marburg gebracht und schließlich in der dortigen Elisabethkirche beigesetzt.
Nachdem Prinz Louis Ferdinand 1951 Chef des Hauses Hohenzollern wurde, bemühte er sich letztendlich erfolgreich um die Überführung seiner Vorfahren auf die Burg Hohenzollern, nicht ohne auch auf dieses Provisorium aufmerksam zu machen. Verbunden mit dem Versprechen nach einer Wiedervereinigung Deutschlands die Leichname der Könige wieder in Potsdam beisetzen zu wollen, wurden die beiden Sarkophage hier seit dem 28. August 1952 zusammen mit den Fahnen Potsdamer Garderegimenter präsentiert.
Heute ruht der Soldatenkönig im Kaiser-Friedrich-Mausoleum nahe der Friedenskirche, während mit der Beisetzung Friedrichs II. auf der oberen Terrasse des Weinberges vor Schloss Sanssouci zusammen mit seinen Hunden, auch sein letzter Wunsch posthum erfüllt wurde.
Als Gruß an den Herrscher legen heute Besucher Kartoffeln auf seinem Grabstein nieder, um an eine wichtige Tat des Königs, die Kultivierung der Erdfrucht in Preußen zu erinnern.
Leises Wellenrauschen unterm Sternenhimmel, Lagerfeuer und Gesang ergeben ein nahezu klischeehaft idyllisches Bild der Gruppe von Jugendlichen, die diese Woche auf der Prinzeninsel Ihr Lager aufgeschlagen haben. Anlass ist das Naturcamp der Prinzessin Kira von Preußen Stiftung, die Kindern und Jugendlichen aus sozial schwierigen Verhältnissen eine geborgene Auszeit ermöglicht. Dazu zählt auch das Naturcamp, welches bereits zum fünften Mal in Kooperation mit der ebenfalls gemeinnützigen Organisation PluralArts auf der Prinzeninsel stattfindet. Dabei ist es den Teilnehmern möglich, im Rahmen des Camps Naturerfahrungen zu sammeln und Tag und Nacht unter freiem Himmel zu verbringen. Tagsüber stehen die künstlerische Entfaltung sowie Sport auf dem Programm des internationalen Projekts. Die 18 Jugendlichen aus zehn Ländern, u. a. aus Afghanistan, Syrien, China und Gambia, verständigen sich dabei auf Deutsch und Englisch, den offiziellen Sprachen des Camps, und je länger das Camp läuft auch mit zunehmendem Verständnis füreinander.
Begleitet von drei Betreuern arbeiten die Teilnehmer eine Woche lang an von der Natur inspirierten künstlerischen Werken. Dabei können die Ergebnisse der Beschäftigungen vielfältig sein, von Tanz, über Komposition bis zur Malerei oder Gesang ist alles denkbar, was der eigenen Entfaltung Ausdruck verleiht. Angeleitet vom Komponisten und Regisseur Todd Fletcher finden alle Programme, Aktivitäten und Unterrichtseinheiten zweisprachig statt. Zusätzlich zur sprachlichen und künstlerischen Ausbildung seiner Schülerinnen und Schüler legt Fletcher besonderen Wert darauf, seine Schützlinge bei der Entfaltung schlummernder Talente zu unterstützen. In Deutschland hat er seit 2003 zahlreiche Programme für Kinder und Teenager geleitet und initiiert.
Höhepunkte des Programms sind unter anderem die Wassersportaktivitäten, Nachtwanderungen, eigene musikalische Komposition, das Vortragen von selbst verfassten Gedichten und Malerei, vornehmlich der bezaubernden Landschaft. Damit die Teilnehmer sich ganz auf das kreative Schaffen konzentrieren können, ist der Gebrauch von Mobiltelefonen und Gadgets auf die Zeiten vor dem Frühstück und nach den abendlichen Aktivitäten beschränkt.
Am 18. Juli endet das aktuelle Camp für die Teilnehmer bereits wieder, die Woche voller neuer Eindrücke, Erlebnisse und Freundschaften hat neues Selbstvertrauen geschenkt und wird den Jugendlichen zu einer bleibenden Erinnerung werden – das ist sicher.
Auch für nächstes Jahr wird ein Camp auf der Prinzeninsel geplant, zwischen Sonne, Strand und Hochlandrindern, die dann bereits Ihre neue Heimat bezogen haben sollen. Interessierte Jugendliche können sich bereits bewerben, entweder bei der Prinzessin Kira von Preußen Stiftung unter info@kira-stiftung.de oder direkt bei PluralArts, unter info@pluralarts.org. Gegründet wurde PluralArts International 1995 in den USA als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, durch darstellende und bildende Kunst, Musik und Literatur größeres gegenseitiges Verständnis zwischen Menschen aus unterschiedlichen Verhältnissen zu fördern.
Nach insgesamt elf Monaten pandemiebedingter Schließzeit öffnet die Burg Hohenzollern am kommenden Freitag, 11. Juni wieder Ihre Tore für die Öffentlichkeit. Neben einigen sehenswerten Überraschungen gibt es für die Besucher aber auch einige Dinge zu beachten.
Burgverwalterin Dr. Anja Hoppe steht die Freude ins Gesicht geschrieben. Monatelang tüftelte Sie mit ihrem Team an einer Wiederöffnung, die ein um´s andere Mal verschoben werden musste. Nun stehen die Zeichen gut: Am kommenden Freitag um 10:00 Uhr wird das mächtige Adlertor der Burg wieder geöffnet.
„Einen Betrieb nach so einer langen Zeit wieder hochzufahren ist gar nicht so einfach“, erklärt die Burgverwalterin. Der Großteil der 80 Festangestellten war nun die vergangenen Monate in Kurzarbeit und für die rund 100 Saisonkräfte fiel schlagartig der Nebenjob weg. Nun müssen die Mitarbeiter reaktiviert und für diverse Neuerungen geschult werden. „Wir haben nämlich die besucherfreie Zeit dazu genutzt, die Museumsräume und die Kunstsammlungen neu zu konzeptionieren,“ erläutert Hausherr Georg Friedrich Prinz von Preußen, „denn wir wollen, wenn die Burg nun wieder öffnet, unseren Gästen mit den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten auch wieder einen attraktiven Anreiz für einen Besuch geben.“
Neu für die Besucher ist nun aber auch das erweiterte Prozedere für einen Burgbesuch. Nach wie vor ist dieser nur mit einem Online-Ticket möglich, das für einen bestimmten Tag und für eine bestimmte Einlasszeit erhältlich ist. „Das war im vergangenen Jahr schon so und wurde gut angenommen“, erklärt Anja Hoppe und führt aus: „Nun kommt aber auch das GGG hinzu. Der Burgbesucher muss also nachweisen können, dass er entweder vollständig geimpft oder tagesaktuell negativ getestet oder genesen ist.“ Ohne Nachweis erfolgt also kein Einlass. Und natürlich brauchts für die Innenräume auch einen Mundschutz (FFP2/medizinisch).
Allerdings ist es auch für Kurzentschlossene kein Problem mehr einen aktuellen Test zu erhalten. Das Hofgut Domäne direkt unterhalb der Burg bietet seit Kurzem täglich zu großzügigen Öffnungszeiten kostenlose Schnelltests im Drive-in-Verfahren an. „Da sind wir Thomas Lacher, dem Domäne-Chef, sehr dankbar für sein Engagement. Denn dadurch können auch unsere Gäste noch kurz vor dem Burgbesuch einen Test durchführen“, erklärt Anja Hoppe. Nach der Registrierung braucht man auf dem Domäne-Parkplatz durch das Autofenster nur noch seinen Registrierungs-Code und den Personalausweis vorzeigen, sich unter Aufsicht testen und wieder abfahren. Das Ergebnis kommt nach ca. 15 Minuten per E- Mail aufs Handy.
Dass ein Burgbesuch auch Durst und Hunger verursacht hat die Burgverwalterin natürlich auch im Blick: „Bei gutem Wetter wird der Biergarten mit einer kleinen, aber feinen Speisekarte bespielt, bei weniger gutem Wetter bewirten wir im Restaurant. Natürlich alles nach den gesetzlich vorgeschriebenen Corona-Regeln inklusive Luca-App.“
Alles in allem also gute Aussichten sowohl für Burgbesucher als auch für das Burg-Team. Zudem stimmt eine sonnige Wettervorhersage freudig, wenn am Freitag um 10.00 Uhr das Burgtor geöffnet wird.
Text/Bilder: Roland Beck/Burg Hohenzollern
„Ich versinke, ich versinke…“, sollen die letzten Worte des vormaligen Deutschen Kaisers und Königs von Preußen gewesen sein, als er nach einem dreiundzwanzigjährigem Exil im holländischen Doorn in der Provinz Utrecht verstarb.
1859 geboren, erlebte Wilhelm den Aufstieg, die Reichseinigung unter der Führung Preußens und Otto von Bismarcks mit und verantwortete nach seinem Regierungsantritt einen Teil dieser erfolgreichen Politik.Der zunehmende Nationalismus, Popularitätsverlust und der katastrophale Ausgang des 1. Weltkriegs zwangen Wilhelm II. nach dem Ausbruch der Revolution in Deutschland am 9. November 1918, in das holländische Exil zu gehen.
Nachdem er zunächst auf Schloss Amerongen, dem Landsitz der Grafen von Bentinck Zuflucht gefunden hatte, erwarb er 1919 das in der Nähe gelegene Haus Doorn, das ihm fortan, bis zu seinem Tod, als Wohnsitz diente. Hier lebte er das Leben eines Grandseigneurs, der seinen wissenschaftlichen Interessen und Vorlieben, wie beispielsweise dem Rosenzüchten nachging, umgeben von zahlreichen Erinnerungsstücken und Kunstgegenständen aus der Vergangenheit seiner Dynastie.
Durch die Tagebuchaufzeichnungen seines Adjutanten Sigurd von Ilsemanns sind wir darüber unterrichtet, dass Wilhelm sich über sein Schicksal im Klaren war und die politische Lage in Deutschland meist richtig bewertete, die Hoffnung, eines Tages nach Deutschland und auf den Thron zurückzukehren, gab er jedoch nie auf.
Nach einem Schwächeanfall auf dem Holzplatz in Doorn, am 1. März 1941, wohl in Folge einer nicht auskurierten Grippeerkrankung, nahmen die Kräfte – trotz einer vorübergehenden gesundheitlichen Stabilisierung – des Zweiundachtzigjährigen merklich ab. Am Morgen des 4. Juni verstarb schließlich der Mann, der über Dreißig Jahre Deutschlands Geschicke maßgeblich mitbestimmt hatte, an den Folgen einer Lungenembolie.
Zum Zeitpunkt seines Todes waren die Niederlande bereits seit über einem Jahr von deutschen Truppen besetzt. Durch die testamentarische Verfügung des Ex-Kaisers, in Holland begraben werden zu wollen, solange Deutschland nicht wieder Monarchie geworden sei, konnte eine Beisetzung Wilhelms mit nationalsozialistischem Pomp in Berlin oder Potsdam verhindert werden. Auch Hakenkreuzfahnen hatte sich der Kaiser verbeten. Beigesetzt wurde er in der feldgrauen Uniform seines ehemaligen Regiments Garde du Corps und in einem nach seinen Vorstellungen und den Entwürfen des Bildhauers Max Bezner geschaffenen Sarges in „Englischer Form“. Ein Jahr später wurde sein nach den Plänen von Martin Kießling errichtetes Mausoleum fertiggestellt und der Kaiser dorthin umgebettet.
Natur und Geschichte entdecken! Die Bewegung in der Natur und damit auch das Wandern werden immer beliebter. Da wundert es nicht, wenn neue, interessante Wanderwege entstehen, anhand derer man die Geschichte der Region entdecken kann – so auch im Landkreis Fürth in Mittelfranken. Seit April führt dort – vorbei an der Cadolzburg – der neue Kulturwanderweg Hohenzollern, entlang dem Interessierte den Spuren der mittelalterlichen Herrscher folgen können.
Vom Markt Roßtal nach Langenzenn sind es rund 22 Kilometer, die zu Fuß über naturnahe Pfade gut ausgeschildert sind. Auf dem Weg begegnen die Wanderer immer wieder dem Wirken der Hohenzollern, die vor allem vom 12. bis ins 15. Jahrhundert die fränkische Region geprägt haben. Als erster erhielt 1192 Friedrich I. von Zollern das Lehen der Burggrafschaft Nürnberg und erschloss der aus Schwaben stammenden Familie damit die Region um Nürnberg. Das Herrschaftsgebiet wurde im Laufe der Jahre vergrößert, bis sich im 15. Jahrhundert die Hohenzollern als wichtigste fränkische Familie etabliert hatten. Aus der Linie der fränkischen ‚Zollern‘ entwickelt sich mit der Belehnung der Mark Brandenburg im Jahr 1415 an den Burggrafen Friedrich VI. der brandenburg-preußische Zweig der Familie, dem die späteren deutschen Kaiser und preußischen Könige entstammen.
Zu sehen gibt es auf dem Kulturwanderweg heute neben malerischen Landschaften und Wäldern idyllische Ortschaften und Bauwerke mit besonderer Historie wie beispielsweise die St. Laurentiuskirche in Roßtal, das Kloster Langenzenn oder die Cadolzburg. Die Cadolzburg ließen die Hohenzollern als Nürnberger Burggrafen Mitte des 13. Jahrhunderts zur marktgräflichen Residenz ausbauen. Mit imposanten Mauern und an exponierter Stelle über der Stadt thronend haben Besucher mit dem Durschreiten der Burgtore seit 2017 die Möglichkeit, im Erlebnismuseum die mittelalterliche Welt mit allen Sinnen zu erfahren.
Es gibt viel zu entdecken, auch abseits der vorgegebenen Route, die nicht unbedingt an einem Tag absolviert werden muss, sondern auch in drei kleinen Etappen erkundet werden kann. In den Orten Roßtal, Ammerndorf, Cadolzburg und Langenzenn besteht die Möglichkeit zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel. Wer den 22 Kilometer langen Weg zu Fuß erkunden möchte, der kann immerzu den Schildern mit den schwarz-weißen Wappen folgen, dem Wappen der Hohenzollern.
Der Kulturwanderweg Hohenzollern hat das Siegel „Wanderbares Deutschland“ erhalten, das besondere Qualität auszeichnet. Die Orte entlang der Route sind zugleich Bestandteil des Radwanderwegs Hohenzollern, der mit einer der beiden Routenvarianten auch nach Roßthal führt.
Anlässlich des Europatags am 9. Mai lässt der Chef des Hauses Hohenzollern, Georg Friedrich Prinz von Preußen, erstmals zu diesem Anlass die Europafahne auf dem Fahnenturm der Burg Hohenzollern hissen. „Die europäische Einigung ist eine der größten Errungenschaften des letzten Jahrhunderts,“ so der Prinz von Preußen. „Mit dem Hissen der Europafahne möchte ich bewusst ein Zeichen für den europäischen Zusammenhalt setzen.“ Er sehe es als Aufgabe aller Demokratinnen und Demokraten, gerade in Krisenzeiten für den europäischen Gedanken einzutreten, so der Chef des Hauses Hohenzollern weiter.
In diesem Jahr begeht die Europäische Union das 70-jährige Gründungsjubiläum ihrer Vorgängerin, der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl. Im Jahr 1951, nur 6 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, gründeten Deutschland, Frankreich, Italien und die Benelux-Staaten gemeinsam eine Wirtschaftsgemeinschaft, aus der später die Europäische Union hervorging. Seit 1985 wird der 9. Mai offiziell als Europatag begangen.
Es ist erst das zweite Mal, dass Prinz Georg Friedrich die Europafahne auf dem Fahnenturm der Burg Hohenzollern hissen lässt. Normalerweise weht dort ausschließlich die so genannte Burgherren-Fahne, und auch nur dann, wenn Burgherr Prinz Georg Friedrich auf der Burg anwesend ist. Am Tag des Brexits, dem 31. Januar 2020, hatte der Prinz von Preußen erstmals eine Ausnahme von dieser Tradition gemacht und mit dem Hissen der Europafahne für Europas Einheit geworben.
Im August 2021 erscheint eine neue Biographie des Bremer Historikers Lothar Machtan über Wilhelm Prinz von Preußen (1882-1951), der von 1888 bis 1918 der letzte Kronprinz des Deutschen Reiches und von Preußen war. Unter dem Titel »Der Kronprinz und die Nazis. Hohenzollerns blinder Fleck« beleuchtet Machtan besonders die Rolle des ehemaligen Kronprinzen in der Endphase der Weimarer Republik und der Anfangszeit der NS-Herrschaft. In die Erarbeitung des Werkes flossen zahlreiche bislang unbekannte Quellen ein, unter anderem aus dem privaten Archiv des Hauses Hohenzollern.
Georg Friedrich Prinz von Preußen ist dankbar, dass sich Historikerinnen und Historiker verstärkt mit der Rolle seiner Familie während des dunkelsten Kapitels der deutschen Geschichte beschäftigen. Eine ergebnisoffene und kritische Aufarbeitung durch unabhängige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sei ein wichtiger Beitrag für die gesellschaftliche Debatte, so Prinz Georg Friedrich. Mit der Öffnung seines privaten Archivs unterstützt das Haus Hohenzollern die Geschichtswissenschaft.
Weitere Informationen zum Buch finden Sie unter: www.duncker-humblot.de/kronprinz
Auf der Burg Hohenzollern werden seit 2019 die Außenmauern aufwendig saniert. Trotz Corona, Wind und Wetter laufen die Sanierungsarbeiten, bei denen noch Handwerkskunst wie vor 150 Jahren ausgeübt wird, derzeit kontinuierlich weiter. Da für Besucher die Tore jedoch nur sehr begrenzt offen stehen dürfen, erhalten Sie hier einen kleinen Einblick mit Steinmetzin Marie-Elaine Boos.
Die 30-Jährige Marie-Elaine Boos ist gelernte Steinmetzin und arbeitet seit August vergangenen Jahres zusammen mit ihrem Kollegen und Vorarbeiter Christoph Hertel an der Burgmauer. Bei der Sanierung wird die Mauer partiell abgetragen und die Mauersteine genau überprüft, ob sie wieder verwendet oder gegen neue Stücke ausgetauscht werden müssen. „Die neuen Quader werden in einem Steinbruch bei Grosselfingen gefördert, in einem Sägewerk in Passstücke auf Maß gesägt und kommen dann zu uns“, erklärt Marie-Elaine Boos.
Als Marie-Elaine Boos erfuhr, dass die Mauer der Burg Hohenzollern saniert werden muss, bewarb sie sich bei der Firma Zedler aus Ober-Flörsheim, die unter anderem auf die Sanierung historischer Mauern spezialisiert ist und von der Burg mit diesem Gewerk beauftragt wurde. „Als ich die Zusage bekam, hab ich erst mal eine Flasche Schampus aufgemacht“, lacht sie. Nun steht Boos also mit Kollege Hertel auf dem Gerüstplateau an der Burgmauer und hantiert mit Fäustel, Knüpfel und Eisen (Hammer und Meißel).
„Natürlich nutzen wir heute auch elektrische Maschinen, aber wir arbeiten hauptsächlich noch nach der Handwerkskunst der Steinmetze vor 150 Jahren“, erklären beide. Schließlich geht es darum, die neuen Steine dem historischen Vorbild der Originalmauer anzupassen. Konkret: Die Passstücke erhalten die gleiche Oberflächenstruktur wie die historischen Mauersteine. Zudem müssen Profilstücke behauen werden, also Mauersteine mit Verzierungen wie etwa Wulste und Hohlkehlen. Und um dem historischen Original so nahe wie möglich kommen, bearbeiten die beiden die Blöcke eben auch in traditioneller Art und Weise.
Bereut habe sie ihre Berufswahl noch nie, beteuert Marie-Elaine Boos und langweilig werde es auch nicht. „Wir Steinmetze sind handwerklich und gestalterisch tätig, haben flexible Aufgabengebiete und das, was wir erarbeiten, bleibt für ziemlich lange Zeit erhalten“, erklärt sie mit einem Augenzwinkern. Deshalb möchte sie auch eine Lanze brechen für dieses Handwerk und kann nur empfehlen, bei Interesse ein Praktikum zu absolvieren.
Sollten Sie jetzt Interesse an einer exklusiven Besichtigung der Burg bekommen haben, dann können Sie das im Rahmen einer privaten Führung (nur ein Haushalt) noch während des Monats Mai erleben. Anmeldung unter: Deine Burg – ganz privat!
„Für ein paar kurze Morgenstunden ist in Potsdam das wilhelminische Zeitalter noch einmal zu gespenstisch strahlendem Leben erwacht“, schrieb die Vossische Zeitung als Reaktion auf die Beisetzung der vormaligen Deutschen Kaiserin und Königin von Preußen Auguste Viktoria am 19. April 1921.
Nur wenige Tage zuvor, am 11. April, war Auguste Viktoria im holländischen Exil in Haus Doorn im Alter von zweiundsechzig Jahren verstorben. Dreißig Jahre war sie an der Seite ihres Mannes, Wilhelms II., eine der zentralen Persönlichkeiten des Kaiserreiches.
Ihre Beisetzung – auf ihren eigenen Wunsch hin – in der Nähe ihres Privatgartens im Antikentempel beim Neuen Palais in Potsdam, wurde zu einem Politikum für die noch junge Republik von Weimar, die gleich am Beginn ihres Bestehens mit der Organisation eines Fürstenbegräbnisses konfrontiert wurde. Der Eindruck, ein noch immer monarchistisch gesinnter Staat zu sein, sollte unbedingt vermieden werden. So waren der Ex-Kaiser und sein ältester Sohn, der Kronprinz – beide im Exil lebend – ohnehin von den Feierlichkeiten ausgeschlossen und die Reichsregierung bzw. Preußens nahmen an den Feierlichkeiten nicht teil.
Da die verstorbene Kaiserin in der Bevölkerung noch immer große Popularität genoss, waren die Begehrlichkeiten für eine pompöse Feier groß, doch wurde diesem Ansinnen seitens der Regierung eine Absage erteilt. Trotz allem säumten über 200.000 Menschen den letzten Weg der ehemaligen Monarchin, der vom Bahnhof Wildpark, vorbei am Neuen Palais, zum Antikentempel führte, wo Auguste Viktoria schließlich beigesetzt wurde.
Am vergangenen Sonntag – genau einhundert Jahre nach dem Tod der Kaiserin – gedachte der Chef des Hauses Hohenzollern, Georg Friedrich Prinz von Preußen, im Rahmen einer Andacht im Antikentempel dieses historischen Ereignisses. Ein anschließender Gottesdienst beschloss die Feierlichkeiten in engstem Familienkreis.
Es ist soweit! Am 14. April öffnet die Gastronomie der Prinzeninsel ihren Außenbereich.
Der Landkreis Plön hat deutschlandweit einen der niedrigsten Inzidenzwerte, weshalb die teilweise Öffnung der Gastronomie erfolgen kann. Ab 14. April ist es den Besuchern der Prinzeninsel dann möglich, das gesamte kulinarische Angebot des Restaurants zu genießen – zumindest im Außenbereich.
Bisher fand auf der Prinzeninsel, beispielsweise über Ostern, ein Außer-Haus-Verkauf mit eingeschränktem Angebot statt. Nun können Sie aus der Vielfalt der Bistrokarte wählen, um sich zu stärken oder eine Erfrischung zu genießen.
Die Prinzeninsel ist eine kleines Juwel in der Holsteinischen Schweiz mit einer Historie, die eng mit den dem Haus Hohenzollern verknüpft ist. So geht der Name der Insel auf Wilhelm II. zurück, der die Insel 1910 kaufte, um eine landwirtschaftlich ausgerichtete Erziehungsanstalt für seine Söhne zu errichten. Auf dem zweieinhalb Kilometer langen Eiland finden sich heute malerische Naturlandschaften mit Blick auf den See. Dies lässt sich sehr gut verbinden mit einem hochwertigen kulinarischem Genuss aus dem Restaurant im Alten Bauernhaus in neuem Gewand.
Seit Anfang des Jahres hat Wulf Jesse als Betriebsleiter die Geschicke auf der Prinzeninsel übernommen. Er und sein Team freuen sich ab kommenden Mittwoch auf Ihren Besuch.
Sie habe von der Revolution geträumt, schrieb die Monarchin ihrem Mann Kaiser Wilhelm II., bald nach dessen Thronbesteigung. Die Furcht davor begleitete sie offenbar ein Leben lang.
Am Beginn ihres Lebens stand der erzwungene Thronverzicht ihres Vaters, Herzog Friedrichs VIII. von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg, als Regent der vereinigten Herzogtümer von Schleswig und Holstein. Dieses Kindheitstrauma ließ die spätere Deutsche Kaiserin und Königin von Preußen nie mehr los. Dieses Ereignis erklärt mit Sicherheit auch ihre erzkonservative, tief religiöse Lebenseinstellung und das rastlose Engagement, mit der sie zur wichtigsten moralische Stütze des Thrones ihres Mannes werden sollte.
1858 in Dolzig (ehemals Niederlausitz) geboren, wuchs Auguste Viktoria in Kiel, Gotha und Primkenau (heute Schlesien) auf. 1880 verlobte sie sich mit dem Enkel Kaiser Wilhelms I., Prinz von Preußen. Das Paar heiratete ein Jahr später mit großem Pomp in Berlin. Obwohl „Dona“, wie sie im Familienkreis genannt wurde – ihre private Korrespondenz unterschrieb stets mit „Victoria“ – eine Großnichte der britischen Königin Victoria war, wurde ihre Ebenbürtigkeit mit ihrem Ehemann, der einmal Deutscher Kaiser und König von Preußen werden sollte, zunächst angezweifelt. Die Geburt mehrerer Söhne und die damit verbundene Sicherung der Dynastie stärkte ihre Position jedoch sehr.
Bereits vor dem Regierungsantritt Wilhelms II. 1888 übernahm sie die Patronage über eine Reihe mildtätiger Vereine. Überhaupt sollte die Wohlfahrt der Bevölkerung zum zentralen Thema ihres dreißigjährigen, öffentlichen Wirkens werden. Die ungelöste soziale Frage während der letzten Jahre der Bismarck-Ära glaubte die Kaiserin in Unterstützung der Politik ihres Mannes, durch ein umfassendes Kirchbauprogramm, Verbesserung von Lebens- und Erwerbsbedingungen der Arbeiterschaft und hier vor allem der Frauen und Reduzierung der im Kaiserreich ungewöhnlich hohen Kindersterblichkeitsrate zu begegnen. In der Bewältigung dieser Probleme sah Auguste Viktoria einen wesentlichen Beitrag für den Zusammenhalt von Altar, Thron und Volk.
In der Bewahrung der Königsmacht sah sie ihre Mission, der sie alles, auch sich selbst, bedingungslos unterordnete.
Die leidenschaftliche Mutter und aufopferungsvolle Ehefrau wurde zu einem wichtigen nationalen Symbol und genoss in den letzten Regierungsjahren Wilhelms II. eine wesentlich größere öffentliche Popularität als ihr Ehemann. Obwohl sie nach der Daily Telegraph Affäre 1908 einen immer größer werdenden politischen Einfluss genoss, war gerade sie es, die sich einer Demokratisierung des Kaiserreichs verschloss und eine Verständigung mit Großbritannien, Russland, Italien und Dänemark zumindest erschwerte.
Nach der Revolution am 9. November 1918 war ihr Wunsch groß, das Exil in Holland mit ihrem Mann zu teilen. Sie erkannte jedoch nicht, dass gerade durch ihren Weggang aus Deutschland, jeder Restaurationsgedanke in Deutschland von vornherein zum Scheitern verurteilt war.
Das öffentliche Echo auf ihre Beisetzung im Antikentempel im Park von Sanssouci am 19. April 1921 offenbart, wie groß ihre Popularität in weiten Teilen der Bevölkerung immer noch war.
Eine Popularität, welche die Kaiserin im November 1918 ungenutzt ließ.
Stefan Schimmel, Kurator
Im Interview mit der Märkischen Oderzeitung (erschienen am 19. März 2021) erläutert Georg Friedrich Prinz von Preußen den Stand seiner Gespräche mit der Bundesregierung und den Landesregierungen von Berlin und Brandenburg zur abschließenden Klärung von offenen Vermögensfragen an rund 15.000 Kunstgegenständen.
Das Interview lesen Sie hier im Wortlaut.
Mit dem Boot, per Fahrrad oder zu Fuß ist es möglich, die Plöner Prinzeninsel in der Holsteinischen Schweiz zu erkunden – und das seit kurzem auch mit einem elektrisch betriebenen Schuttle. Zur Beförderung von Gästen aber auch für den Transport von Waren für Restaurant und Café fährt ein Bringo LPM-8 lautlos und emissionsfrei über die idyllische Insel. Mittels der elektrischen Unterstützung lässt sich der Weg entlang der zwei Kilometer langen Insel somit auch bewältigen, wenn Sie nicht mehr so gut zu Fuß unterwegs sein sollten.
„Ich glaube an das Pferd, das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung“
ist ein angebliches Zitat, das Kaiser Wilhelm II. zugeschrieben wird. Tatsächlich gibt es hierfür keinen Beleg und es widerspricht auch der nachweislichen Technikbegeisterung des letzten Deutschen Kaisers. So hat gerade das Thema Elektromobilität eine lange Tradition im Hause Hohenzollern:
Bereits im Jahr 1906 verfügte Kaiser Wilhelm II. über ein Mercedes-Elektro-Automobil, welches mit zwei 8 PS-Motoren ausgestattet war und bis zu 40 km/h Höchstgeschwindigkeit erreichte. Auf der Internationalen Automobilausstellung im gleichen Jahr wurde es der Öffentlichkeit präsentiert und war eines von drei elektrisch betriebenen Fahrzeugen im Fuhrpark des Kaisers.
Der Kaiser erwarb nicht nur Fahrzeuge unterschiedlicher Antriebsarten, er zeigte zugleich offen seine Wertschätzung für die Automobilbranche bei Messebesuchen, im Rahmen einer Werksbesichtigung der Automobilfabrik NAG in Berlin Oberschöneweide 1905 und durch seine Unterstützung für organisierte Rennen, wie beispielsweise durch die Auslobung des Preises für die Fernfahrt Berlin-Paris im Jahr 1901. Dieses Rennen wurde erstmals in Kooperation zwischen dem Automobile Club de France und dem Deutschen Automobilclub (DAC) veranstaltet.
Am 22. August 1900 ist die erste Fahrt des Kaisers mit einem Auto während eines Besuchs des britischen Botschafters in Wilhelmshöhe überliefert und mit der Bestellung des ersten Automobils für den Königlichen Marstall 1903 war die Grundlage für einen stetig wachsenden Fuhrpark gelegt. Am 1. Juli 1904 wurde der Kaiser schließlich auch Ehrenmitglied des DAC, für den Wilhelm II. nur ein Jahr später das Protektorat übernahm, was schließlich zur Umbenennung in Kaiserlichen Automobilclub (KAC) führte.
Bis 1914, innerhalb von acht Jahren, wuchs der Automobilpark im Königlichen Marstall auf 30 Fahrzeuge an, darunter auch zwei Feldküchen. Auf die frühen Anschaffungen von Elektro-Automobilen folgten jedoch sehr bald ausschließlich Benziner, da diese eine größere Reichweite hatten, im Unterhalt günstiger waren und bei Verbrennungsmotoren größere Fortschritte in der Entwicklung erreicht wurden.
Bereits bei den elektrisch betriebenen Automobilen des Kaisers wurde darauf geachtet, dass diese den vermeintlichen ‚Originalen‘ mit Verbrennungsmotor ähnlich sahen – ein bis heute gängiges Muster im Design für E-Autos. Ebenso wurde Anfang des 20. Jahrhunderts öffentlich diskutiert, welche Antriebsart die bessere Alternative darstellen könnte. Dabei ging es, wie auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts, unter anderem um Reichweiten- und Kostenvorteile der unterschiedlichen Antriebsarten.
Die Gegenwart tut sich gelegentlich schwer mit diesem, zweifelsohne wichtigem Datum. Denn die Gründung des Deutschen Kaiserreiches und damit des deutschen Nationalstaates 1871 fällt nicht von ungefähr auf diesen geschichtsträchtigen Tag. Denn genau 170 Jahre zuvor hatte sich der brandenburgische Kurfürst Friedrich III. aus „Eigener Kraft“ und der erkauften Gnade des römisch-deutschen Kaisers in Wien, zum König in Preußen selbst gekrönt. Friedrich legte damit die politische Grundlage zum beispiellosen Aufstieg des unbedeutenden deutschen Flächenstaates.
Die Ausrufung seines Ururenkels König Wilhelms I. von Preußen zum Deutschen Kaiser 1871, zum Primus inter Pares, wurden von vielen Zeitgenossen als Vollendung des 1701 in Königsberg, dem heutigen Kaliningrad, begonnenen Aufstiegs wahrgenommen. War dieser Akt als politische Kampfansage der von den europäischen Potentaten belächelten „Streusandbüchse“ des Reichs zu verstehen, so zehrte die sündhaft teure Krönungszeremonie und aufwendige Hofhaltung des ersten Preußenkönigs das Land zunächst einmal wirtschaftlich aus, der Ausbruch der Pest 1709 bis 1711 führte es an den Rand des Abgrunds. Das noch zu Lebzeiten Friedrichs I. begonnene und von seinem Sohn und Thronfolger verantwortete Rétablissement des Landes, muss als erste Bewährungsprobe eines straff organisierten und effektiv handelnden Staatswesens begriffen, dass seine Angst wieder in der politischen Bedeutungslosigkeit zu verschwinden „Preußen ruiniert mich total, das frißt mir auf“ (König Friedrich Wilhelm I.), erfolgreich überwinden konnte.
Der Weg bis zur nächsten Standeserhebung des Hauses Hohenzollern war weit und steinig. Es war ein Weg, der die Dynastie und das von ihr repräsentierte und geführte Land mehrfach an den Rand seiner Existenz brachte. Insbesondere die Unbedingtheit im Einsetzen politischer und militärischer Mittel ist für uns heute nur noch schwer nachzuvollziehen.
Genauso schwer fällt uns der Umgang des unter Ägide des Hauses Hohenzollern begründeten Kaiserreichs. Der Gründungsakt am 18. Januar 1871 war so wichtig, wie der gewählte Ort, die Galerie des Glaces im Schloss von Versailles, dem französischen Nationaldenkmal schlechthin, unpassend und für die französischen Nation demütigend war. Wilhelm I. hat diesen Frevel gespürt, auch dass „sein Preußen“ im deutschen Nationalstaat untergehen würde. Und dennoch: Mag das zweite Reich durch seines Gründungsmythos erste Risse erfahren haben – es war und ist, trotz der beispiellosen Tiefpunkte des 20. Jahrhunderts und seiner Folgen die Grundlage für unsere heutige freiheitlich-demokratische Gesellschaft.
Stefan Schimmel, Kurator
sowie alles Gute für das Jahr 2021 wünscht Ihnen das preussen.de-Team. Wann die Burg Hohenzollern – hier in weihnachtlicher Beleuchtung – ihre Tore wieder öffnen kann, ist leider, wie so vieles andere auch, derzeit noch ungewiss. Die derzeit geltenden Bestimmungen verhindern es, das wir die aufwändig produzierte Weihnachtsausstellung in den Burgräumen und Lichtershow mit Ihnen teilen können. Einen kleinen Einblick erhalten Sie dafür, wenn sie diesem Link folgen.
Gerne halten wir Sie an dieser Stelle weiter über alles informiert, was die brandenburgisch-preußische Linie des Hauses Hohenzollern betrifft.
Die Burg Hohenzollern wird vom kommenden Montag den 2. November bis einschließlich den 30. November einmal mehr ihre Tore schließen müssen. Bedingt durch die neue Corona-Verordnung des Landes Baden Württemberg sieht sich die Burgverwaltung zu diesem Schritt gezwungen. Der Start des Adventszaubers wird entsprechend auf den 1. Dezember verschoben. Das gesamte Burg-Team bedauert diese Maßnahme zutiefst, zumal die Mitarbeiter seit dem letzten „Lockdown“ mit großem Engagement und Aufwand sämtliche Schutz- und Hygienevorschriften umgesetzt und darüber hinaus ein völlig neues, zukunftsweisendes Führungskonzept entwickelt haben.
Bis Sonntag den 1. November besteht letztmalig die Gelegenheit, die Burg noch einmal zu besuchen. Tickets können derzeit ausschließlich online gebucht werden. Vorsorglich werden alle Besucher gebeten, an einen geeigneten Mund- und Nasenschutz zu denken. Weitere Information finden Sie auf der Website der Burg Hohenzollern.
…bis zum Frühlingserwachen im kommenden Jahr. Dann erstrahlt das idyllisch gelegene Eiland im neuen Glanz. Derzeit sind die vielen Handwerker aus Plön und der Umgebung mit der Sanierung der historischen Liegenschaft einschließlich Restaurant, Café und Biergarten voll beschäftigt. Der Innenbereich im Bauernhaus wird komplett renoviert, jeder Raum erhält eine besondere Atmosphäre und lädt zum Wohlfühlen und Verweilen ein.
Auch der Außenbereich ist von Grund auf neugestaltet worden. Biergarten und Prinzenpavillon werden in Zukunft Raum für eine Vielzahl von Veranstaltungen mitten in der Natur ermöglichen. Dabei wird auch PREUßENS Pilsener aus der Kgl. Preußischen Biermanufactur nicht fehlen.
Wenn die Bauphase weiterhin so gut läuft, wird das Bauernhaus im kommenden Frühjahr unter der Führung von Wulf Jesse neu eröffnen und Holsteiner Gerichte aus überwiegend regionaler Herkunft, selbst gebackenen Kuchen, Eiskreationen, Kaffee- und Teespezialitäten sowie im Sommer einen Sundowner für Sie bereithalten. Darüber hinaus bieten wir Ihnen nach Bedarf auch gehobene und internationale Küche an. Sprechen Sie uns einfach an!
Ihr
Prinzeninsel-Team
Am 20. September 2020 wurde bei strahlend schönem Spätsommerwetter ein als historisch zu bezeichnender Vergleich mit Vertretern aus Politik, Mitgliedern des Hauses Hohenzollern und Vertretern der Stadt in der Katholischen Kirche St. Goar und St. Elisabeth im Rahmen eines Festaktes besiegelt. Unter den Rednern befanden sich neben Bürgermeister Hönisch, dem Prinzen und der Prinzessin von Preußen, auch Staatssekretärin Steingaß und Bundesminister a.D. Rudolf Scharping. Dieser sprach sich am Ende der Veranstaltung für eine Traditionspflege fern aller Ressentiments und ohne Geschichtsvergessenheit aus.
Erst wenige Wochen zuvor wurden mit einem Votum der Stadtverordnetenversammlung in St. Goar die letzten Hürden für eine vertragliche Vereinbarung zwischen der Stadt und der Prinzessin Kira von Preußen-Stiftung genommen. Bereits zu Beginn dieses Jahres wurde der Vergleich zwischen beiden Parteien mit den Mehrheitsstimmen der SPD-Fraktion beschlossen. Nicht zuletzt durch den Vorstoß des 2019 neu gewählten Bürgermeister Falko Hönisch konnten alle Unstimmigkeiten in Bezug auf Burg Rheinfels und umliegende Grundstücke, die Mitte des 19. Jahrhunderts durch die Familie erworben wurden, beigelegt werden.
„Für die auf Augenhöhe geführten Verhandlungen bin ich Herrn Bürgermeister Falko Hönisch und unserem Verhandlungsführer Staatssekretär Dr. Jürgen Aretz von Herzen dankbar,“ so Georg Friedrich Prinz von Preußen.
Im Mittelpunkt der künftigen gemeinsamen Arbeit von Stadt und Stiftung steht dabei die soziale Arbeit der 1952 von Prinzessin Kira von Preußen und ihrem Mann Prinz Louis Ferdinand gegründeten Institution mit Kindern und Jugendlichen. Der Regisseur und Komponist Todd Fletcher wird bereits in den Herbstferien 2020 zusammen mit Schülern ein Musicalprojekt einstudieren, dass im kommenden Jahr seine Uraufführung erleben wird.
Ein weiteres Thema werden kulturelle Projekte, wie Ausstellungen über Kunst und Geschichte sowie das kulturell-künstlerische Wirken von Mitgliedern des Hauses Hohenzollern im Rheintal sein. Der Prinz von Preußen hat dafür bereits jetzt seine Mitwirkung bei künftigen Ausstellungsprojekten und eine Beteiligung mit Leihgaben in Aussicht gestellt.
Die in der Nacht zum 10. Februar 2020 aus der Gedenkhalle der ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche (Berlin) entwendeten Orden und Ehrenzeichen sind wieder aufgetaucht. Die wertvollen Stücke wurden heute morgen vom Landeskriminalamt Berlin an Vertreter des Hauses Hohenzollern übergeben. Zuvor hatte sich der Dieb gestellt und selbst angezeigt. Möglichweise war die Seltenheit der Stücke und ihrer daraus resultierenden Unverkäuflichkeit ein Grund für den Täter, den Kontakt zur Polizei zu suchen. Als Hintergrund der Straftat vermutet die Polizei Beschaffungskriminalität.
„Ich bin dem Berliner Landeskriminalamt von Herzen dankbar, dass wir die Sammlungsstücke, deren ideeller Wert für meine Familie noch weit über einem möglichen Marktwert liegt, zurückbekommen haben“, so Georg Friedrich Prinz von Preußen. Ob die Stücke nach Ihrer Restaurierung wieder ausgestellt werden und, wenn ja, in welchem Rahmen, ist derzeit noch offen.
Prinz Louis Ferdinand von Preußen (1907-1994), der auch das Glockenspiel für die Gedächtniskirche komponierte, hatte die wertvollen Leihgaben anlässlich der Eröffnung der Gedenkhalle für Ausstellungszwecke zur Verfügung gestellt. Darunter befand sich ein vollständiger Satz des Hohen Ordens vom Schwarzen Adler sowie Roten Adlerordens 1. Klasse, mit zum Teil bedeutender Provenienz, was die ehemaligen Träger anbelangt. Unter den nun wieder zurückgekehrten Ehrenzeichen befindet sich ein Jubiläumsabzeichen, dass anlässlich der Silbernen Hochzeit Kaiser Wilhelms II. und der Kaiserin Auguste Victorias ausgegeben wurde. Das in der Kirche gezeigte Exemplar stammte aus dem persönlichen Besitz der Kaiserin.
Gerade in der jüngeren Vergangenheit haben immer wieder Fälle von Kunstraub für Aufsehen gesorgt, wie beispielsweise der Diebstahl einer Goldmünze im Berliner Bodemuseum oder der Einbruch ins Grünen Gewölbe in Dresden. Gerade im Dresdener Fall legte sich die öffentliche Empörung schon nach wenigen Tagen, was angesichts der kulturellen und ideellen Bedeutung der Objekte besonders verwundert.
Berlin, den 25. August 2020
Auf die Kuppel des weitgehend fertiggestellten Berliner Schlosses ist am Freitag, den 29. Mai 2020 mit hohem technischen Aufwand das Kreuz aufgesetzt worden. Somit entspricht die rekonstruierte Schlosskuppel dem Erscheinungsbild von 1853 bis zur Sprengung durch die DDR im Jahr 1950. Das 17,4 Tonnen schwere Ensemble aus Balustrade mit acht Engeln sowie Dach aus Palmwedeln mit Reichsapfel und dem Kreuz erhöht das nun nahezu fertiggestellte Bauwerk auf 68 Meter. Das heikle Unterfangen zog sich bis in die Abendstunden und wurde von hunderten, teilweise applaudierenden Schaulustigen begleitet. Nach derzeitigem Stand soll der Bau bis Herbst 2021 komplett zugänglich sein.
Aufgrund der derzeitigen Situation müssen alle Ferienaufenthalte der Prinzessin Kira von Preussen Stiftung auf der Burg Hohenzollern bis auf weiteres ausgesetzt beziehungsweise auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Aufgrund der behördlichen Auflagen ist es derzeit nicht erlaubt, derartige Aufenthalte durchzuführen, um die Gesundheit der Bürger nicht zu gefährden. Selbstverständlich hält sich die Stiftung an diese Auflage. Die Burg Hohenzollern ist seit Anfang März für die Öffentlichkeit geschlossen. Sie ist eine der größten Touristenattraktionen in Deutschland.
„Ich bedauere es außerordentlich, dass wir uns zu diesem Schritt gezwungen sehen. Aber die Gesundheit der Bevölkerung – vor allem die von Kindern und Jugendlichen – hat in dieser schwierigen Zeit absoluten Vorrang. Leider können wir derzeit noch nicht sagen, wann wir wieder Aufenthalte auf der Burg anbieten können,“ sagt Sophie Prinzessin von Preussen, die Vorstandsvorsitzende der Kira-Stiftung, deren Programme sich an sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche richten.
In den vergangenen Jahrzehnten konnten fast 15.000 junge Menschen eine erlebnisreiche Zeit auf der Burg Hohenzollern genießen. Sie erforschen dabei die Burganlage, befassen sich altersgerecht mit Geschichte und Kultur, unternehmen Wanderungen und Ausflüge in die Umgebung und können sich in kreativen Projekten aus den Bereichen Musik, Literatur, Fotografie, Technik, Natur und Theater ausprobieren. Die von der Stiftung ermöglichten Ferienaufenthalte werden über Spenden finanziert, die bei Konzerten, Projektpräsentationen und Veranstaltungen gesammelt werden. Regelmäßig treten renommierte Künstler und Ensembles zugunsten der Stiftung auf.
Ab dem kommenden Jahr wird die Kira-Stiftung neben den Spendeneinnahmen auch Zuwendungen aus Eintrittsgeldern der Burg Rheinfels bei St. Goar am Rhein erhalten. Dort gab es einen Vergleich zwischen dem Haus Hohenzollern und der Stadt St. Goar zur Eigentumsfrage der nahegelegenen Burg. Die Einigung sieht vor, dass das Haus Eigentumsrechte von St. Goar akzeptiert und auf eine gerichtliche Klärung verzichtet. Im Gegenzug wird die Stadt mit der gemeinnützigen Kira-Stiftung zusammenarbeiten und mit ihr einen Kooperationsvertrag schließen.
Dieser Vertrag sieht unter anderem vor, dass die Stadt pro Besucher der Burg 1 Euro bzw. 50 Cent für ermäßigten Eintritt zu Gunsten der Kira-Stiftung abführt. Der daraus entstehende Betrag – der zusätzlich zum derzeit bestehendem Ticketpreis erhoben wird – wird vollständig für die Kinder- und Jugendarbeit verwendet. Der Stadt entgeht also kein einziger Euro an Einnahmen, wie dies Einzelne dem Bürgermeister vorgeworfen hatten. Pro Jahr hat Burg Rheinfels rund 60.000 Besucher.
Foto: Edgar Herbst
Auf Grund geltender Pandemie-Verordnungen sind auch die Burg Hohenzollern und das dort untergebrachte Hausarchiv des vormals regierenden Preußischen Königshauses bis auf Weiteres geschlossen.
Gleiches gilt für die Bestände des Brandenburgisch-Preußischen Hausarchivs sowie für die Bestände der Generalverwaltung, die im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (Berlin-Dahlem) liegen. Diese Bestände sind derzeit ebenfalls nicht zugänglich. Wir stehen mit der Archivdirektion in engem Austausch und informieren Sie gerne, sobald der normale Betrieb wieder aufgenommen werden kann.
Stefan Schimmel, Kurator des Hauses Hohenzollern
Berlin, 8. März 2020
Am Mittwoch Vormittag brach gegen 10:00 Uhr im Schlüterhof des wiederaufgebauten Berliner Schlosses ein Feuer aus. Dichte schwarze Rauchwolken zogen durch Berlin Mitte. Auf der Baustelle des Humboldt-Forums war ein Kocher für Gussasphalt in Brand geraten. Das Feuer breitete sich aus und griff auf einen zweiten Kocher über. Durch die Hitzeentwicklung explodierte auch eine Gasflasche. Als Folge des Brandes sind am Portal I des Gebäudes deutliche Rußspuren zu sehen. Nach Aussage der Berliner Feuerwehr wurde ein Arbeiter mit Verdacht auf Rauchvergiftung behandelt. Weitere Personen kamen nicht zu schaden. Im Einsatz waren rund 80 Kräfte.
Die Bauarbeiten werden planmäßig fortgesetzt. Ein Sprecher des Humboldt-Forums erklärte, daß die für September 2020 geplante Eröffnung weder durch den Brand noch durch die laufenden Pandemie-Schutzmaßnahmen gefährdet sei.
Der in der zweiten Instanz beim Oberlandesgericht Koblenz anhängige Rechtsstreit die Burg Rheinfels betreffend ist beendet. Alle Beteiligten, namentlich Georg Friedrich Prinz von Preußen als Kläger, die Stadt St. Goar, das Land Rheinland-Pfalz und die Schloss Rheinfels GmbH & Co. KG, jeweils als Beklagte, konnten sich auf eine einvernehmliche Lösung verständigen. Mit Beschluss vom 24.03.2020 ist diese vergleichsweise Regelung gerichtlich protokolliert worden.
Wesentlicher Inhalt des Vergleichs ist, dass das Haus Hohenzollern das Eigentumsrecht der Stadt St. Goar an den im Streit stehenden Grundstücken, darunter das, auf dem sich die Burg Rheinfels befindet, akzeptiert und auf eine gerichtliche Klärung verzichtet. Im Gegenzug wird die Stadt St. Goar mit der gemeinnützigen ‚Prinzessin Kira von Preußen-Stiftung‘, die sich unter anderem der Hilfe und Förderung sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher widmet, zusammenarbeiten und mit ihr einen Kooperationsvertrag schließen.
Dieser sieht u.a. vor, dass die Stadt St. Goar pro zahlendem Besucher der Burg Rheinfels 1 € bzw. 50 Cent für ermäßigten Eintritt zu Gunsten der Stiftung abführt und der daraus entstehende Betrag vollständig für die Kinder- und Jugendarbeit im Einvernehmen mit der Stadt St. Goar verwendet wird.
Stadtbürgermeister Falko Hönisch zeigte sich erfreut, dass nun endgültige Planungssicherheit in Bezug auf die anstehenden Sanierungsarbeiten an der Burg Rheinfels besteht, diese entsprechend zeitnah in Angriff genommen werden können und vor allem ein zusätzliches sicheres Budget für die Kinder- und Jugendarbeit in St. Goar langfristig gesichert ist.
Auch die Stiftungsvorsitzende, Sophie Prinzessin von Preußen, gab in einem Brief an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt ihrer Freude und festen Überzeugung Ausdruck, dass man nun gemeinsam rasch positive Akzente in und für St. Goar setzen werde.
Der gastronomische Betrieb auf der Prinzeninsel in Plön (Schleswig-Holstein) bleibt bis auf weiteres geschlossen. Aufgrund der Corona-Pandemie wird das Niedersächsische Bauernhaus auch über die Osterfeiertage hinaus geschlossen bleiben. Das Haus Hohenzollern hält jedoch die Insel für Spaziergänge und sportliche Betätigung weiterhin für alle geöffnet, soweit es mit den behördlichen Anordnungen im Einklang steht.
Gerne informieren wir Sie an dieser Stelle über aktuelle Entwicklungen. Wenn Sie Fragen haben, schreiben Sie uns gerne unter insel@preussen.de.
Ihr Prinzeninsel-Team
Liebe Kunden,
uns erreichen täglich Anfragen, ob PREUßENS Pilsener in den kommenden Wochen weiterhin verfügbar sein wird und wo man es kaufen kann.
Trotz der aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus werden nach derzeitigem Stand Lebensmittel- und Getränkeläden, Apotheken, Banken, Baumärkte und Tankstellen geöffnet bleiben. Zudem werden die Öffnungszeiten für diese Läden einschließlich Sonntagsöffnungen verlängert. Das heißt, auch PREUßENS Pilsener bleibt an den bekannten Verkaufsstellen weiterhin erhältlich. Hierzu gehören ein Großteil der Getränke Hoffmann Filialen, Hol´ab Märkte sowie ausgewählte EDEKA und REWE Märkte in Berlin und Brandenburg. Darüber hinaus können Sie unser Bier auch online bei Bringmeister (nur Berlin und Potsdam) sowie bundesweit im Shop der Kgl. Preußischen Biermanufactur bestellen.
Wir halten Sie auf dem laufenden. Für weitere Informationen wenden sie sich gerne an uns.
Mit herzlichen Grüßen allen guten Wünschen
Ihr PREUßENS-Team
Die Burg Hohenzollern wird von 18. März bis einschließlich 19. April 2020 komplett geschlossen bleiben. Diese Präventivmaßnahme haben die Burgherren Georg Friedrich Prinz von Preußen und Karl Friedrich Fürst von Hohenzollern in Absprache mit der Burgverwaltung beschlossen, um die Eindämmungsstrategie in Deutschland gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu unterstützen. Die Schließung umfasst neben dem Museumsbetrieb auch die Besichtigung der Burg-Außenanlagen. Das Adlertor (Eingangstor der Burg) wird während der gesamten Zeit geschlossen bleiben.
Weitere aktuelle Meldungen zur Burg Hohenzollern finden Sie unter: www.burg-hohenzollern.de
Für Montag den 16. März 2020 war ein Konzert mit der bekannten Opern- und Konzertsängerin Simone Kermes angesetzt, das zu Gunsten der Prinzessin Kira von Preußen Stiftung in Potsdam hätte stattfinden sollen. Nun wurde die Veranstaltung aus gegebenem Anlass abgesagt.
„Nach Rücksprache mit den örtlichen Behörden, unseren Gastgebern im Palais Lichtenau und der Künstlerin haben wir uns aufgrund der aktuellen Lage entschieden, die Veranstaltung auf den nächsten geeigneten Zeitpunkt zu verschieben“, so Sophie Prinzessin von Preußen, Vorstandsvorsitzende der Prinzessin Kira von Preußen Stiftung. „Nicht nur vor dem Hintergrund des großen Zuspruchs und der vielen Zusagen bedaure ich diese Entscheidung sehr. Einen neuen Termin für das Konzert werde ich hoffentlich sehr bald bekannt geben können.“
Weitere Informationen zur Prinzessin Kira von Preußen Stiftung finden Sie unter: www.kira-stiftung.de
Potsdam, den 13. März 2020
In der Nacht zum 10. Februar 2020 wurde in die Gedenkhalle der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche (Berlin) eingebrochen. Unter anderem wurden dabei wertvolle Leihgaben des Hauses Hohenzollern gestohlen, die von Prinz Louis Ferdinand von Preußen im Jahre 1987 persönlich für Ausstellungszwecke zur Verfügung gestellt wurden. Darunter befand sich ein vollständiger Satz des höchsten preußischen Ordens, dem sog. „Schwarzen Adlerorden“. Ebenfalls gestohlen wurde ein Roter Adlerorden, 1. Klasse. Die Ordenszeichen wurden von Kaiser Wilhelm II. persönlich an Familienmitglieder und befreundete Fürstenhäuser verliehen. Ein Jubiläumsabzeichen anlässlich der Silbernen Hochzeit Kaiser Wilhelms II. und der Kaiserin Auguste Victoria gefertigt, bei dem es sich zudem um das persönliche Exemplar aus dem Nachlass der Kaiserin handelt, wurden ebenfalls gestohlen. Das Haus Hohenzollern schätzt die Schadenssumme auf über 100.000 €.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Derzeit gibt es aber noch keine Hinweise auf mögliche Täter. Auch wird zu prüfen sein, ob die Schauräume nach allgemein geltenden Standards gesichert waren.
„Die Einbrüche in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, wo ebenfalls Ordenszeichen erbeutet wurden oder der spektakuläre Fall des Dresdener Grünen Gewölbes haben uns einmal mehr vor Augen geführt, wie sehr kulturelles Erbe auch bei uns in Deutschland gefährdet ist.“ so Georg Friedrich Prinz von Preußen. „Noch mehr hat mich allerdings erschüttert wie schnell die Vorfälle aus der Berichterstattung verschwunden sind ohne, dass sie aufgeklärt worden sind. Auch andere Fälle von Kunstraub, wie z.B. der Diebstahl von zwei wertvollen Brustkreuzen des Landesbischofs von Berlin-Brandenburg im vergangenen Jahr haben es erst noch nicht einmal in die überregionalen Nachrichten geschafft.
Der Diebstahl weckt Erinnerungen an einen folgenreichen Einbruch, der für das Haus Hohenzollern besonders dramatisch war: Im Jahre 1953 wurden aus den Schauräumen wertvolle Preziosen, darunter Prunktabatieren Friedrichs II. und der letzte Teller aus dessen Goldservice gestohlen und nur wenige Tage später zerstört. „Dieser Vorfall beschäftigt uns bis heute.“ erklärt Georg Friedrich Prinz von Preußen. „Seit beinahe 60 Jahren wird in jeder Burg-Führung über diesen Vorfall berichtet. Wir haben schon damals daraus gelernt und die Sicherheitsstandards auf dem gesamten Burggelände entsprechend hochgefahren.“
Bereits Ende letzten Jahres hat der Prinz von Preußen eine Reihe von Leihnehmern, darunter auch die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten aufgerufen, die Sicherheit der ihnen anvertrauten Kulturgüter zu überprüfen. „Wir werden zeitnah im Dialog mit Experten überlegen, wie wertvolle Exponate in öffentlichen und privaten Museen zukünftig noch besser geschützt werden können“, so Georg Friedrich Prinz von Preußen.
“Das ist kein guter Tag für Europa, alle Europäer und – auch wenn das manche anders sehen mögen – die Briten“, sagte Georg Friedrich Prinz von Preußen mit Blick auf den EU-Austritt des Vereinigten Königreichs. „Ich denke viel an meine häufigen Besuche in dem Land, an meine freundschaftlichen Verbindungen dort und besonders gerne an meine Schulzeit in Schottland und an die offene, proeuropäische Grundhaltung, die ich dort erlebt habe.“
Leider sei der Austritt aus der Europäischen Union ein Beleg dafür, dass die notwendigen Lehren aus den Katastrophen des 20. Jahrhunderts nicht von allen und nicht überall gezogen worden seien oder bereits dem Gedächtnis entfallen seien. Das gelte auch für gewisse Strömungen in Deutschland, die mancherorts Morgenluft wittern würden.
“Nicht nationale Abschottung, sondern das gemeinsame Handeln der Völker Europas sichern Freiheit, Demokratie und Wohlstand über die eigenen nationalen Grenzen hinaus“, so der Chef des Hauses Hohenzollern. „Vor allem aber ist Europa das Friedensprojekt schlechthin“.
Er hoffe, so Prinz Georg Friedrich, dass er die Korrektur des heute „vollzogenen politischen Irrtums“ noch erleben werde. An diesem Tag habe er demonstrativ die Europa-Flagge auf der Burg Hohenzollern, dem Stammsitz seiner Familie aufziehen lassen. „Am Tag der Rückkehr der Briten, denen ich ja auch familiengeschichtlich eng verbunden bin, werde ich mit Freude die europäischen Farben wieder hissen – und den Union Jack dazu.“
Am gestrigen Donnerstag fand im Deutschen Bundestag eine öffentliche Anhörung zu der Entschädigung der Hohenzollern statt. Grundlage waren zwei Anträge der Fraktion DIE LINKE und Bündnis 90/Die Grünen. Gegenstand der Diskussion war das Privateigentum der Familie Hohenzollern, das auf dem Gebiet der Sowjetischen Besatzungszone entschädigungslos enteignet worden war. Das Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz (EALG) von 1994 setzt für eine Rückgabe voraus, dass Kronprinz Wilhelm dem nationalsozialistischen Regime nicht erheblich Vorschub geleistet hat. Diese Frage stand im Mittelpunkt der zweistündigen Experten-Anhörung.
Dazu nimmt Georg Friedrich Prinz von Preußen wie folgt Stellung:
“Zunächst sollte festgehalten werden, dass zwei renommierte und vor allem unabhängige Juristen übereinstimmend zu dem Ergebnis gekommen sind, dass der Anspruch der Familie Hohenzollern auf Ansprüche nach dem EALG und dem Vermögensgesetz (VermG) grundsätzlich besteht. Zu der Frage des erheblichen Vorschubleistens sind die angehörten Historiker u.a. auch auf Grund ihres unterschiedlichen Bemühens um die Quellen nicht zu einem übereinstimmenden Ergebnis gekommen. So hat sich gezeigt, dass wichtige Quellen, darunter auch unser Hausarchiv, nicht von allen Experten ausgewertet wurden. Dabei steht das auf der Burg Hohenzollern untergebrachte Hausarchiv der Wissenschaft seit vielen Jahren zur Verfügung. Auch Wissenschaftler, die dem Haus Hohenzollern kritisch gegenüberstehen, hatten und haben selbstverständlich Zugang.
Die Mehrheit der gestern angehörten Experten hält eine außergerichtliche Einigung für sinnvoll und erstrebenswert. Unsere Verständigung im Hinblick auf die Burg Rheinfels in St. Goar zeigt beispielhaft, dass sachliche und rechtliche Auseinandersetzungen auch bei sehr unterschiedlichen Ausgangspositionen zu einem positiven Ergebnis gebracht werden können, wenn beide Seiten den guten Willen dazu haben und fair miteinander umgehen.
Ich begrüße die öffentliche Diskussion zu diesem Thema. Unverändert bin ich offen für eine umfassende gütliche Einigung. Gerne wiederhole ich an dieser Stelle auch noch einmal, was ich in der Vergangenheit bereits mehrfach zum Ausdruck gebracht habe: Mein Ziel ist es, dass alle ausgestellten Objekte an ihrem Ort verbleiben sollen. Damit würde sichergestellt, dass sie den Bürgerinnen und Bürgern wie der Wissenschaft uneingeschränkt zugänglich bleiben. Jede sachgerechte Lösung wird die Interessen aller Beteiligten berücksichtigen müssen. Ich jedenfalls bin dazu bereit.“
Potsdam, 30.01.2020
Für die Burg Rheinfels besteht Planungssicherheit; die rechtlichen Auseinandersetzungen werden beendet. Dies teilten Falko Hönisch, Bürgermeister der Stadt St. Goar (SPD) und Dr. Jürgen Aretz, Staatssekretär a. D. und Verhandlungsführer von Georg Friedrich Prinz von Preußen, in einer gemeinsamen Erklärung mit. Es sei eine Einigung erzielt worden, die jetzt von allen Verfahrensbeteiligten – der Stadt St. Goar, dem Land Rheinland-Pfalz, der Schloss Rheinfels GmbH & Co KG und dem Haus Hohenzollern – angenommen werde.
Demnach erkennt das Haus Hohenzollern die Eigentumsrechte der Stadt St. Goar an den im Streit stehenden Immobilien, darunter die Burg Rheinfels, unwiderruflich an. Die Burg war 1843 von dem späteren deutschen Kaiser Wilhelm I. privat erworben und so vor dem endgültigen Abriss bewahrt worden. In den vergangenen Jahren war es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung über die Eigentumsrechte gekommen. Die staatliche Seite hatte zwar vor Gericht erstinstanzlich obsiegt, jedoch war das Haus Hohenzollern in Berufung gegangen. Die Verfahrenskosten werden gegeneinander aufgehoben.
Die Stadt St. Goar wird in Zukunft eng mit der gemeinnützigen ‚Prinzessin Kira von Preußen-Stiftung‘ zusammenarbeiten, die sich unter anderem der Hilfe und Förderung insbesondere sozial benachteiligter Jugendlicher widmet. Die Stiftung wird u. a. Kinder und Jugendliche der Stadt St. Goar regelmäßig zu Ferienaufenthalten und Projekten einladen und Veranstaltungen vor Ort in St. Goar durchführen. Auch Benefizkonzerte sollen in Zusammenarbeit mit der Stadt St. Goar durchgeführt werden. Zur Unterstützung der durch die Stiftung geleisteten Jugendarbeit wird in Zukunft ein diesem Zwecke gewidmeter Aufschlag auf den Eintrittspreis der Burg Rheinfels erhoben, der ungekürzt und ausschließlich dieser Arbeit zukommt.
Stadtbürgermeister Falko Hönisch sprach von einer “Win-win-Situation“. Denn die Stadt St. Goar wolle ihr Engagement künftig noch stärker auf die Kinder- und Jugendarbeit ausrichten. Dabei gelte es auch, “über den Tellerrand“ hinauszublicken. Er freue sich, mit der gemeinnützigen ‚Prinzessin Kira von Preußen-Stiftung‘ für diesen Schwerpunkt eine aufgeschlossene und erfahrene Partnerin gefunden zu haben.
Ferner stellt das Haus Hohenzollern der Stadt St. Goar unentgeltlich Exponate zur Verfügung, um in den kommenden Jahren in St. Goar eine Ausstellung durchzuführen, die die Verbindungen des Mittelrheintals und dem Haus Hohenzollern, insbesondere in der “Preußischen“ Zeit von 1815 bis 1918 dokumentiert. Die Familie ist auch bereit, sich in entsprechender Weise im Rahmen der Bundesgartenschau 2029 zu beteiligen.
Georg Friedrich Prinz von Preußen zeigte sich erfreut, dass es in kurzer Zeit zu einer Einigung gekommen sei. Er dankte beiden Verhandlungsführern für ihr großes Engagement und betonte den beispielhaften Charakter dieser Vereinbarung: “Dieses Ergebnis zeigt, dass sachliche und rechtliche Auseinandersetzungen zu einem positiven Ergebnis gebracht werden können, wenn beide Seiten den guten Willen dazu haben und fair miteinander umgehen.“
Die gütliche Einigung soll noch im Februar 2020 in St. Goar im Rahmen einer dem Anlass entsprechenden Veranstaltung unterzeichnet werden.
Potsdam, 28.01.2020
In der Nacht vom Sontag 26. auf 27. Januar wurde die Region um die Burg Hohenzollern von mehreren Erdstößen erschüttert.
Das Epizentrum lag nach Angaben des Landesamts für Geologie und Bergbau zwischen dem Bisinger Teilort Thanheim und dem Albtrauf bei Onstmettingen, wenig südlich des Zollernberges. Die Intensität lag bei 3,7. Laut Angaben der Burgverwaltung sind bisher keine Schäden an der Burganlage und Gebäudeteilen festgestellt worden.
Tatsächlich befindet sich die Burg Hohenzollern in einem der erdbebengefährdetsten Gebieten Deutschlands. Das letzte große Erdbeben vom 3. September 1978 hatte eine Magnitude von 5,7 und führte damals zu massiven Schäden an der Burg, die teilweise erst zwei Jahrzehnte später behoben werden konnten. Expertenschätzungen zufolge werden Erdbeben dieser Größenordnung alle 30-40 Jahre als wahrscheinlich angesehen.